Auch eine Möglichkeit, Kalorien zu verbrauchen: die Disco (Foto: Public Address)Mit dem richtigen Workflow vermeidest du Schreibblockaden (Foto: shutterstock.com/BlueSkyImage)Schupen ist ärgerlich, muss aber keine Katastrophe werden (Foto: Public Address)Obst ist "Essen fürs Gehirn" (Foto: Public Address)Jogging - richtig laufen heißt gesund trainieren (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/ddebold/8463031085/in/photolist-dTRfi4-kazprv-bGicFF-deXZhr-7vUGL7-fHQssa-cd9Gcu-9a5BbJ-fXAa7S-dzVkY-bqSMLh-fo32H-3rFQgF-adZiQ4-7Ub3dG-cyZBi1-9a2EJT-dQn5hJ-ae3853-4pR5DJ-dTWTgb-dSzRw5-bnjZD8-cPcbx-7AMqCR-fhzZda-753NPZ-47Qsmt-piohX6-4Qbm6Z-7xbuvQ-aBLR9-k1eda7-5JZtCS-TsNpS-7XCsjA-dqSoFd-nkXN5b-adZiwP-a4MmjZ-jgsYAn-aVFyVM-aVFsZ8-aVFB4V-aVFrep-cc6XN-8uoTwY-igAgUs-aBLR7-mnaN4" target="_blank">Jogging on Los Gatos Creek Trail</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/ddebold/" target="_blank">donjd2</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a>)Pulsmessen gehört zum Joggen wie der richtige Laufschuh (Foto: Public Address)Jogging für Einsteiger (Foto: shutterstock.com/Dmitry Morgan)

Mensaessen

Essen in der Uni

published: 21.12.2004

So kann, muss aber nicht Mensaessen aussehen (Foto: Mensa vom Samstag von Moe_ lizensiert durch CC BY 2.0) So kann, muss aber nicht Mensaessen aussehen (Foto: Mensa vom Samstag von Moe_ lizensiert durch CC BY 2.0)

Eine korrekte Sättigung
Daniel ist im ersten Semester und hungrig. Als er zum ersten Mal eine Uni-Mensa betritt, erlebt er einen Kulturschock. Das typische Mensabild: Lange Schlangen an der Essensausgabe und der Kasse. Solche Massenverkostung kannte er bislang nur aus amerikanischen Highschool-Filmen oder der „Flucht von Alcatraz“. Aber da Daniel geistige Schwerstarbeit leistet, muss er auch dementsprechend nachlegen. In Glasvitrinen wird das Tagesgericht ausgestellt, damit Daniel sich eine klare Vorstellung von dem machen kann, was auf ihn wartet. Mal sehen: Wie lautet der Inhalt? „Gefüllte Paprikaschote, gebackenes Dorschfilet in Krabbensahnesauce, Gemüseschnitzel, Rigatoni mit Lachswürfeln, Kohlrabi-Käse-Rösti ...“. Das konnte sein letzter Last-Minute-Urlaub auf Ibiza nicht bieten. Daniel mag die Uni. Aber - was ist mit dem Gesundheitsaspekt?

Industrie-Gockel mit 08/15-Soße
Millionen Essen werden in einer Mensa jährlich ausgegeben und bis zu 9000 in Spitzenzeiten täglich gebrutzelt. Dafür werden zwischen zwei und drei Tonnen Zutaten jeden Tag geliefert. Zu fad, zu fettig, zu wenig Abwechslung. Verkochte Kartoffeln, schuhsohlenähnliches Fleisch und zermatschtes Gemüse. Das verbindet man meist mit dem Mensa-Essen. Wo wannenweise gebraten wird, kommen Frische, Geschmack und Qualität oft zu kurz. Natürlich kommen die Großküchen nicht ohne vorgefertigte Nahrungsmittel, so genanntes „Convenience Food“, aus. Dennoch wird immer mehr Wert auf den Vitamingehalt durch möglichst frisches Gemüse und Salat gelegt. Und für Geschmacksverstärker gilt: je weniger, desto besser.

Delikatessen oder großes Fressen?
Brainfood, Vollwertkost und vegetarische Gerichte, diverse Menüs, reichhaltige Salatbars und Gemüsebuffets, Frisches vom Grill, Wokstationen mit Showcooking, Aktionswochen, in denen ausländische Gerichte vorgestellt werden und spezielle Bio-Tage in der Mensa – so sieht 2005 der Alltag eines „Uni-Restaurants“ aus. Natürlich ist es weiterhin schwierig, das Essen der Großküchen nach Gourmetkriterien zu bewerten. Doch die Mensen sind oft besser als ihr Ruf. Beherzigt man einige Regeln, dann kann man sich auch dort gesund ernähren:

• Gemüse, Salat oder Pommes? Allein auf die Kombination kommt es an. Eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung ist das A und O. Mal Fleisch, mal Fisch, mal das vegetarische Gericht – dann kannst du hin und wieder auch zu Pommes greifen. Also: Nicht immer die üppige Fleischportion und nicht immer die fette Soße.

• Bei der Frische des Salats kannst du dich auf den optischen Test berufen: sieht er knackig aus und hat noch Spannkraft, ist er in der Regel auch frisch! Auch das Gemüse sollte nicht verkocht sein, sondern noch „Biss“ haben. Hat der Salat bereits braune Ränder, sollte der Vitaminbedarf besser mit frischem Obst gedeckt werden.

• Eine wertvoller Tipp: „Halb roh, halb gekocht“ auf das Tablett laden. Also Salat und Obst nicht vergessen.

• Fett ist im Mensa-Essen in der Regel mehr als genug enthalten. Es gilt daher, versteckte Fette detektivisch zu entlarven. Soßen und Majonäsen sind garantierte „Fettbomben“.

• Kennst du das 2:1-Prinzip? Deine Mahlzeit sollte zu zwei Teilen aus Kohlenhydraten und höchstens zu einem Teil aus Eiweiß bestehen. Bei Nudeln darfst du reinhauen – vom Fleisch etwas weniger verdrücken.

• Und noch ein spezieller Tipp gegen das fiese Nachmittagstief: Bevorzuge langsame Kohlehydrate. Das heißt: Vollkornbrot, Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen), Kartoffeln sowie Obst und Gemüse. Sie geben den Zucker langsam an den Körper ab, verhindern so eine rasche Ermüdung und halten lange satt. Alles klar?

Nun zur Praxis. So könnte eine vollwertige „Brotzeit“ in der Mensa deines Vertrauens aussehen:

Nudeln mit Gemüseschnitzel, Cordon Bleu oder ungarischem Kesselgoulasch
Bohnen, Blumenkohl oder Zucchinigemüse
Frischer Salat, wahlweise mit Vollkornbrötchen
Obstsalat mit Joghurt oder Quark

Wenn du ein paar dieser Punkte beachtet, hast du zumindest die Grundlage für eine energetische Mitarbeit im Hörsaal gelegt. Denn: Eine gesunde Ernährung ist so wahrscheinlich wie eine gesunde Schuhgröße. Viele Wissenschaftler gestehen, dass „gesundes Essen“ eher eine theoretische, wenn nicht gar ideologische Kiste sei. Jede Woche gebe es neue Ansätze und Studien, die sich oft gegenseitig widersprechen. Und wer sich häufig über das Angebot seiner Mensa beklagt, sollte bedenken: Laut Umfragen ist das Lieblingsgericht der Mensagäste – Pommes und noch mal Pommes...

Mehr gesunde Infos:
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
DGE
Friedensdorf International

Buchtipp:
Das Mensa-Kochbuch
Broschiert - 110 Seiten - Isensee
Erscheinungsdatum: Juni 2003
ISBN: 3899950437

[Melanie Eberlein]

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