So sollte der Döppekooche nach eineinhalb Stunden im Ofen aussehen (Foto: Volker Ruckelshauss/Public Address) So sollte der Döppekooche nach eineinhalb Stunden im Ofen aussehen (Foto: Volker Ruckelshauss/Public Address)
Rezept-Tipp

Döppekooche

Döppekooche stammt aus der Rheinländischen und war traditionell die "Gans" für arme Leute, die sich zu St. Martin keine echte Gans leisten konnten, also beispielsweise die Gänsebauern. Statt dessen braucht man im wesentlichen ein großes Stück durchwachsenen Speck (Bauchspeck) und Kartoffeln, deutlich günstiger als das Flügeltier. Wer also keinen Speck und/oder keine Kartoffelpfannkuchen mag, kann an dieser Stelle das Rezept verlassen.

Das braucht du für drei bis vier Portionen:

Kartoffelkloßteig (750g)
1 Zwiebel
1 helles Brötchen
1 Ei
Milch
Muskat
Schinkenwürfel (125g)
Durchwachsener Speck/Bauchspeck (ca. 300g)
Apfelmus
Alugusstopf / Gußeisentopf (z.B. Le Creuset) oder eine Aluwegwerfform
 


So wird's gemacht:

Als erstes das helle Brötchen in Milch einweichen. Dann Kartoffelkloßteig, Ei, gewürfelte Zwiebel, Muskat, Schinkenwürfel und das matschige Brötchen in eine Rührschüssel geben. Wer keine Fertigprodukte mag, kann auch statt des Kloßteigs ein Kilogramm frische Kartoffeln nehmen, schälen, fein reiben und durch ein Handtuch drücken. Das macht sehr viel Arbeit und hat keinerlei Auswirkung auf den Endgeschmack. Alle Zutaten kräftig mit dem Handmixer (Knethaken) durchkneten, bis sich ein lockerer Teig ergibt. Diesen dann in den Topf oder die Form geben, bei einem Gußeisentopf die Seiten einfetten und mit Paniermehl einreiben. Mit dem in Scheiben geschnittenen Speck dicht belegen. Dann mit Deckel eine Stunde bei 200 Grad Umluft in den Ofen, danach 30 bis 45 Minuten ohne Deckel weiter garen, bis der Speck schön knusprig ist.

Der Doeppekooche war trditionell die Der Doeppekooche war trditionell die "Gans" der ärmeren Leute (Foto: Public Address)
Der Doeppekooche war trditionell die Der Doeppekooche war trditionell die "Gans" der ärmeren Leute (Foto: Public Address)


Den Döppekooche aus dem Topf zu kriegen ist unterschiedlich schwer, bei einem Alugusstopf einfach mit einem Teigschaber ein paarmal um den Kuchen herum fahren, bis er sich vom Topf löst. Bei Gußeisentöpfen mit einem scharfen Messer ebenso um den Kuchen hart am Topfrand schneiden, bis der Kuchen lose kommt. Kuchen auf ein Brett stürzen, zweites Brett oder Servierplatte drauflegen und beide umstürzen. Den Döppekooche dann am Tisch in drei bis vier Stücke schneiden und mit Apfelmus servieren. Für die Variante Aluwegwerfform gilt: Drin gebacken, draus gegessen. Mit ein bisschen Übung dauert die Zubereitung eine viertel Stunde, die Gesamtkosten liegen unter zehn Euro.
 


 

[Volker Ruckelshauss]

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