Bittermandeln, eine traditionelle Zutat im Christstollen, sind zum rohen Verzehr nicht geeignet (Symbolbild: Monica Lorenzo/Shutterstock.com) Bittermandeln, eine traditionelle Zutat im Christstollen, sind zum rohen Verzehr nicht geeignet (Symbolbild: Monica Lorenzo/Shutterstock.com)
Weihnachtsbäckerei

Was sind Bittermandeln?

Neben Plätzchen und Lebkuchen gehört der Christ- oder Weihnachtsstollen zu den beliebtesten Gebäcken der Adventszeit. Der brotförmige Hefekuchen hat eine lange Tradition als Weihnachtsgebäck. Seine Ursprünge sind bis ins Mittelalter nachzuvollziehen. Neben Rosinen und Zuckerguss oder Puderzucker sehen viele Rezepte für die Leckerei auch Mandeln und in geringen Mengen Bittermandeln vor. Bittermandeln sind roh giftig. Pointer erklärt dir, was du beim Umgang mit bitteren Mandeln beachten solltest.
 


Äußerlich ist die Bittermandel nicht von der herkömmlichen Mandel, der Süßmandel, zu unterscheiden. Und auch an Süßmandelbäumen tummeln sich zwischen ein und drei Prozent bittere Mandeln. Bittere Süßmandeln und Bittermandeln enthalten Amygdalin, woraus sich während des Verdauungsprozesses hochgiftige Blausäure abspaltet. Je nach Körpergewicht reichen bei Kindern daher schon fünf bis zehn roh verzehrte Bittermandeln, um eine tödliche Vergiftung hervorzurufen. Bei Erwachsenen müssen es dagegen 50 bis 60 sein.
 


Beim Kochen und Backen verlieren die Früchte ihre giftige Wirkung, da sich die hitzeempfindliche Blausäure auf eine unbedenkliche Menge verflüchtigt. Wegen der giftigen Wirkung sind Bittermandeln im Handel nur in geringen Mengen von ca. 50 Gramm zu bekommen. Außerdem ist auf den Packungen ein Warnhinweis abgedruckt. Bittermandeln sind unbedingt für Kinder nicht erreichbar aufzubewahren.
 


Im Supermarkt ist die giftige Nuss in der Regel nicht zu bekommen. Wer Bittermandeln kaufen will, wird in Apotheken und möglicherweise in Reformhäusern fündig. Mit Bittermandelaroma kann man hingegen vollständig auf Nummer sicher gehen. Nicht nur ist diese Zutat in den Supermarktregalen vorrätig, sie liefert auch den typischen Geschmack bitterer Mandeln, ohne Blausäure zu enthalten.
 


Übrigens: Andere Kerne, zum Beispiel Aprikosenkerne, enthalten ebenfalls das gefährliche Amygdalin.

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