Eine leckere Pizza mit knusprigem Boden kann man ganz einfach zu Hause backen (Foto: Hauke Koop) Eine leckere Pizza mit knusprigem Boden kann man ganz einfach zu Hause backen (Foto: Hauke Koop)
Rezept-Tipp

Pizza aus der Gusseisen-Pfanne

Eine gute Pizza geht eigentlich immer - und wer Pizza nicht mag, mit dem kann irgendetwas nicht stimmen. Doch zu Hause Pizza zu essen, ist einfach nicht das gleiche wie außer Haus. Tiefkühlpizzen schmecken oft nicht, und die selbstgemachte Blechpizza kann noch so schmackhaft sein, der Boden bleibt ein Problem. Der heimische Ofen erreicht halt nicht dieselben hohen Temperaturen wie ein Pizzaofen.
 


Dort wird die Pizza bei rund 400 Grad Celsius für nur ein bis zwei Minuten gebacken. Das garantiert einen knusprigen Boden und goldenen Käse. Der heimische Ofen kommt nur auf 250 Grad. Mit einem Pizzastein oder einem Pizzastahl, auf den man die Pizza im Ofen legt, kann man auch zu Hause gute Ergebnisse hinbekommen, doch so etwas besitzen die wenigsten. Glücklicherweise gibt es eine Alternative, denn auch eine ofenfeste Pfanne kann knusprige Pizzaböden schaffen. Am besten funktionieren wegen der hohen Wärmespeicherkapazität gusseiserne Pfannen. Zumindest gegenüber dem Pizzastein hat die Pfanne den Vorteil, dass der Ofen nicht so lange vorgeheizt werden muss.
 


Zutaten für 2 Pizzen bei durchschnittlicher Pfannengröße:

20g Frischhefe
1 TL Zucker
150ml lauwarmes Wasser
320g Pizzamehl (alternativ 300g Weizenmehl Typ 550 und 2 EL Hartweizengrieß)
Salz
Olivenöl
1 Dose Tomaten gehackt (am besten 100% Tomaten ohne zusätzlichen Tomatensaft)
Basilikum
Parmesan
1 Mozzarella

So wird es gemacht:

Für den Teig zuerst den Zucker im warmen Wasser auflösen, dann die Hefe hineinbröseln und verrühren, bis sie sich aufgelöst hat. In das Mehl gibst du etwa 2 Prisen Salz. Dann etwa 4-5 Esslöffel Olivenöl und das Mehl-Salz-Gemisch zum Hefewasser geben und verrühren. Anschließend die Masse zu einem homogenen Teig kneten. Wenn der Teig an deinen Händen klebt, etwas Mehl darauf streuen und weiter kneten, bis der Teigball eben ist. Mit Öl einreiben und abgedeckt in einer Schüssel gehen lassen, bis er sich in der Größe etwa verdoppelt hat. Den Teig teilst du in zwei Hälften und knetest diese nochmals kurz durch. Dann jeweils zu einer kreisrunden Scheibe verarbeiten. Entweder rollst du den Teig vorsichtig aus oder du drückst die Kugel platt und beginnst dann am Rand anzufassen und die Schwerkraft die Arbeit erledigen zu lassen. Du greifst dabei rundherum bis dein Teig aussieht wie eine Pizza und etwas größer als die Grundfläche der Pfanne ist. Je eine Teig-Scheibe in eine geölte Pfanne legen und nochmal eine halbe Stunde ruhen lassen.
 


Mozzarella ist sehr feucht, deswegen schadet es nicht, den Käse etwas trockenzulegen. Dazu schneidest du die Mozzarella-Kugel in Scheiben und drückst mit Küchenkrepp etwas Feuchtigkeit heraus. Für die Sauce die Dosentomaten mit 1 EL Olivenöl, 1 EL Zucker, etwas Pfeffer und frischem Basilikum vermischen. Der Parmesankäse ist salzig genug, daher musst du die Sauce nicht salzen. Den Mozzarella kannst du noch kleiner schneiden oder du legst die Scheiben auf deine Pizza - das ist Geschmacksache.
 


Die Pfanne auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze erwärmen. Gleichzeitig die Grillfunktion des Backofens einschalten und auf höchste Temperatur stellen. Den Teig in der Pfanne sitzen lassen, bis er beginnt, Bläschen zu bilden oder sich durch die Hitze etwas zu heben. Dann die Sauce auf den Teig geben. Wenn der Rand beginnt, fester zu werden, den Käse - zuerst Parmesan, dann Mozzarella - auf der Pizza verteilen und gegebenenfalls noch ein bis zwei Minuten auf der Herdplatte lassen. Dann die Pfanne in den Ofen auf die obere Schiene stellen und etwa fünf Minuten backen, bis der Käse goldbraun zerlaufen ist.

Die Pfanne aus dem Ofen holen und kurz abkühlen lassen. Die Pizza kann nun serviert werden. Du kannst deine Pizza nach Belieben belegen. Probiere doch im Frühling mal eine Pizza mit grünem Spargel und Parmaschinken aus. Den Spargel backst du mit. Der Schinken kommt erst nach dem Backen auf die Pizza. Dann mit frisch gehobeltem Parmesan abrunden und genießen.

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Der Autor: Hauke Koop
Der Autor: Hauke Koop

Der Autor: Hauke Koop

In Lüneburg geboren und aufgewachsen, zog es Hauke für die Ausbildung nach Hamburg. Im Anschluss begann er in der Hansestadt ein Studium der Politikwissenschaft. Der Cineast und Serienjunkie fährt gerne lange Strecken mit dem Fahrrad und findet Radrennen auch im Fernsehen spannend. Für Pointer schreibt er unter anderem über Filme, Musik und aktuelle (Uni-) Themen.