Rezept-Tipp

Tomatensuppe mit Schafskäse

published: 30.09.2009

Die Suppe kann mit frischem Basilikum verfeinert werden  (Foto: tomato soup von stu_spivack lizensiert durch CC BY-SA 2.0) Die Suppe kann mit frischem Basilikum verfeinert werden (Foto: tomato soup von stu_spivack lizensiert durch CC BY-SA 2.0)

Nun werden die Tage wieder kürzer und kälter. Da sind vor allem Gerichte gefragt, die von innen wärmen. Besonders gut tun hier Suppen. Dabei muss es nicht immer eine Eintopf nach deutscher Tradition sein. Denn auch wenn der Herbstbeginn keine Temperaturen wie am Mittelmeer bringt, hellt vielleicht die Vielfalt der südeuropäischen Küche euer Gemüt auf.

Die TK hat für euch ein leckeres und mediterranes Herbst-Rezept zusammengestellt, das zudem sehr gesund ist:

Rezepte für Tomatensuppe mit Schafskäse

Für vier Personen:

400 g fester Schafskäse
2 große Dosen Tomaten
3 Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
3 Nelken
2 Lorbeerblätter
2 Teelöffel Oregano
2 Teelöffel Thymian
1 Teelöffel getrocknetes Basilikum
1 Teelöffel Rohr-Zucker

Salz und Pfeffer
Olivenöl

So wird´s gemacht

Die Zwiebeln und Knoblauchzehen schälen und in Würfel schneiden. Diese anschließend in einem großen Topf mit dickem Boden in einem Schuss Olivenöl kurz anschwitzen, glasig dünsten und die Tomaten dazugeben. Nun folgen die Gewürze. Dann sollte die Suppe bei niedriger Temperatur etwa 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Zum Schluss wird der Schafskäse in Stücke schneiden und zu der Suppe gegeben. Wer es etwas sämiger mag, kann vorher schon ein paar Würfel zu der Suppe geben. Der Käse zersetzt sich dann durch den Kochvorgang und verteilt sein Aroma. Wer es etwas milder mag, kann auch etwas Crème Fraîche dazu geben und die Suppe fein pürieren.

Kleine Tomatenkunde:

Rote Murmel, Schwarze Krim oder Lylia - hierbei handelt es sich nicht um die Tarnnamen von ehemaligen KGB-Agenten, sondern um Tomaten. Von kaum einem Gemüse gibt es so viele Sorten wie von dieser (meist) roten und runden Früchte. Egal ob Strauchtomaten, Fleischtomaten, Eiertomaten, Kirschtomaten, Cocktailtomaten - rote, gelbe, grüne, ja sogar schwarze und gestreifte Tomaten gibt es. Kein Gemüse ist bei den Deutschen beliebter.

Dabei ist der Begriff Tomate noch recht neu und wurde erst im 19. Jahrhundert geprägt. Bis dahin hieß das Gemüse, das Christoph Kolumbus mit über den Atlantik nahm, Liebesapfel oder Goldapfel. Pointer hat sich schlau gemacht und erklärt dir alles, was du über das geschmacksintensive Gemüse wissen musst.
 

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Von der Zierpflanze zum Lebensmittel

Schon die alten Azteken bauten Tomaten an und nannten das Nachtschattengewächs in ihrer Nahua-Sprache "xitomatl", wovon sich der heutige Begriff ableitet. Auch wenn die Pflanze viel Licht und ausreichend Wärme braucht, kann sie in den Sommermonaten auf heimischen Balkonen und Gärten gezogen werden. Übrigens wurden Tomaten im 17. und 18. Jahrhundert nur als Zierpflanze verwendet. Erst später entdeckten europäische Köche das Gemüse für die heimischen Küchen. In Deutschland sind Tomaten seit etwa 1900 als Lebensmittel bekannt. Im Durchschnitt verzehrt derzeit jeder Bundesbürger etwa 22 Kilo im Jahr. Wusstest du, dass der größte Produzent von Tomaten mit etwa 31 Millionen Tonnen pro Jahr nicht etwa Italien oder Spanien ist, sondern die Volksrepublik China? Übrigens erreichen einzelne Exemplare diverser Riesentomaten-Sorten ein Gewicht von knapp einem Kilo.




Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

Tomaten bestehen zu 95 Prozent aus Wasser. Aber die restlichen fünf Prozent haben es in sich. Sie enthalten die Vitamine A, B, C, und E. Mit 100 Gramm rohen Tomaten deckst du ein Viertel deines Tagesbedarfs an Vitamin C. Außerdem sorgen Mineralstoffe und Spurenelemente für einen positiven Effekt für die Gesundheit. Für die rote Farbe ist der Farbstoff Lycopin zuständig, der das Immunsystem steigern soll. Er wirkt antioxidativ und soll so das Risiko für Krebserkrankungen senken. Allerdings solltest du bei frischen Tomaten die Stiele sowie grüne Stellen entfernen, da das darin enthaltene Tomatidin leicht giftig ist.

Wer nicht auf Tomaten aus der Dose steht, kann auch frische verwenden oder beide Sorten kombinieren. Allerdings sind frische Früchte nicht unbedingt vitaminreicher als Tomaten aus der Dose oder passierte Tomaten. Tests von Lebensmittel-Experten im Auftrag der Zeitschrift "Focus" haben ergeben, dass Dosentomaten sogar gesünder sein können als frische. In den Tomaten aus der Dose fanden die Prüfer mehr als das Dreifache an Vitamine E. Der Grund dafür liegt vermutlich in der längeren Reifezeit: Während frische Tomaten für den langen Transport deutlich früher geerntet wurden, reifen die Dosentomaten bis zur Direktverarbeitung vor Ort voll aus. Zudem verliert besonders Süd-Gemüse durch die langen Transporte und Lagerungen in dieser Zeit einen Großteil der Nährstoffe.

 

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Welche Tomate wofür?

Leider wird in deutschen Supermärkten und Lebensmittelgeschäften nicht annähernd die Vielfalt der gesamten Tomaten-Palette angeboten. Das Sortiment erstreckt sich auf wenige Sorten, die gut für die Zucht geeignet sind und die die langen Transportwege aus den Anbaugebieten im Süden gut überstehen. Beliebt sind deshalb vor allem Strauchtomaten, Eiertomaten und Kirsch- oder Cocktailtomaten. Darunter fallen auch die beliebten Cherrytomaten, die sich hervorragend für Salate eignen. Auch kleinere Strauchtomaten-Sorten passen perfekt zu frischem Salatgrün. Besonders aromatisch ist hier die Roma-Tomate.
 

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Anders sieht es mit Technischen Universität München aus: Hier lassen sich Roma-, Flaschen- und Fleisch-Tomaten gut verarbeiten, weil sie über mehr Fruchtfleisch verfügen. Legendär ist die San Marzano, die aus Italien kommt. Das einzigartig intensive Aroma der länglichen Tomate und das feste Fruchtfleisch ergeben die perfekte Pasta-Sauce.
 

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Generell solltest du beim Kauf auf Frische und Aromareichtum achten. Leider sieht man das dem Gemüse in Zeiten von hoch technisierter Gewächshauszucht nicht immer an. Dann hilft nur ausprobieren oder ein Gemüsehändler, dem du vertraust. Die größten Chancen auf eine echtes Geschmackserlebnis hast du zur Erntesaison von Juli bis Ende September.

Ein Rezept mit vielen Tomatensorten

Übrigens: Wer gerne einmal ein Rezept mit vielen verschiedenen Tomatensorten ausprobieren möchte, der sollte das rote Gemüse am besten in den Ofen schieben. Einfach alle Tomaten in etwa gleich große Teile schneiden und in eine Auflaufform geben. Dann mit Salz, Pfeffer, Olivenöl und ein paar Spritzern frischer Zitrone übergießen. Zusammen mit frischem Basilikum 30 Minuten in den Ofen, fertig.

[Jörg Römer]

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