Rezept-Tipp

Erdbeer-Stachelbeer-Marmelade mit Vanille

published: 27.07.2011

Selbst gemachte Marmelade schmeckt nicht nur lecker, sondern stellt auch ein willkommenes Mitbringsel für Freunde dar (Foto: Public Address) Selbst gemachte Marmelade schmeckt nicht nur lecker, sondern stellt auch ein willkommenes Mitbringsel für Freunde dar (Foto: Public Address)

Marmelade ist pappsüß und voller Konservierungsstoffe? Von wegen! Wenn sie gut gemacht ist, erweckt diese Zubereitung die frischen Früchte der Saison mit vollem Aroma und vielen Vitaminen erst richtig zum Leben. Zum Frühstück auf dem Brötchen oder zum Dessert in Quark oder Joghurt ist so ein Mus einfach super-lecker. Die Techniker Krankenkasse empfiehlt Erdbeer-Stachelbeer-Marmelade mit Vanille.

Weniger Zucker – mehr Geschmack!

Konfitüre zuhause einzukochen, ist einfacher als du denkst. Selber den Kochlöffel zu schwingen, hat über den Retro-Appeal hinaus unschlagbare Vorteile: Zum einen kannst du den Zuckeranteil nach Wahl reduzieren. Je nachdem, ob du Gelierzucker 1:1, 2:1 oder 3:1 kaufst, benötigst du die gleiche, die doppelte oder die dreifache Menge an Früchten im Verhältnis zum Gelierzucker. Unikosmos verwendet drei Teile Obst auf einen Teil Zucker.

Der Geschmack von Erdbeeren und Stachelbeeren harmoniert hervorragend (Foto: Public Address)Der Geschmack von Erdbeeren und Stachelbeeren harmoniert hervorragend (Foto: Public Address)

Zum anderen kannst du, wenn du Marmelade selbst herstellst, dein Lieblingsobst verwenden. Und außerdem hast du freie Auswahl unter weiteren Geschmack gebenden Zutaten. Vanille, Zimt oder auch frische Kräuter wie Minze oder Zitronenmelisse verleihen deinem selbst gemachten Brotaufstrich dann die besondere Note.

Das Mus muss einen Namen haben...

Obwohl man umgangssprachlich alle süßen, fruchtigen Brotaufstriche Marmelade nennt, bezeichnet dieses Wort laut EU-Verordnung vor allem Eingemachtes auf Zitrusfrüchten. Konfitüre dagegen hat sich im Handel als Hauptbegriff für eine streichfähige Zubereitung aus Zucker und Früchten jeglicher Art durchgesetzt. Gelee wiederum bezieht sich auf ein Mus aus eingedicktem Fruchtsaft, der nicht aus der ganzen Frucht hergestellt wurde. Und Fruchtaufstriche enthalten meist weniger Süßungsmittel und einen höheren Obstanteil und sind daher gesünder. Da aber auch sie noch reichlich Zucker enthalten, sollte man die Leckerei nicht in rauen Mengen verzehren.

Fit-Früchte

Die beliebten süßen Erdbeeren enthalten direkt vom Feld die enorme Menge von 65 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm, von denen sich leider ein Teil während des Kochprozesses verflüchtigt. Doch das Obst weist noch mehr gesunde Inhaltsstoffe auf: Die sekundären Pflanzenstoffe Ferula- und Ellagsäure sollen sogar Krebs vorbeugen. Die aromatischen roten Früchte schmecken Jung und Alt. Wir peppen sie in unserem Rezept mit der sanften Vanille und der würzigen Stachelbeere auf. Stachelbeeren schmecken säuerlich und leicht herb. Unserer Marmelade geben sie eine pikante Note. Auch die Inhaltsstoffe können sich sehen lassen: Das in fast ganz Europa verbreitete Obst liefert die Vitamine A, B1 und C sowie Eisen, Phosphor, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe. Die in der Schale sitzenden Ballaststoffe sorgen für eine gesunde Verdauung.

Das brauchst du:

Gläser mit Schraubverschluss oder Einmach-Gläser
1,2 Kilo Erdbeeren
300 Gramm Stachelbeeren
500 Gramm Gelierzucker 3:1
2 Vanilleschoten
Saft einer (halben) Zitrone

So wird’s gemacht:

Säubere die Einweck- oder Schraubverschlussgläser in der Spülmaschine oder wasche sie per Hand sehr heiß aus. Lasse sie auf einem sauberen Handtuch austropfen. Stachelbeeren und Erdbeeren waschen und genau abwiegen. Bei den Stachelbeeren darauf achten, Stil und Blütenansatz zu entfernen. Schneide die Früchte in kleine Stücke oder, wenn dir das lieber ist, püriere sie mit einem Mixstab. In einen sehr großen Topf damit! Bis zum Rand sollten noch mindestens zehn Zentimeter Platz sein, sonst ist Überkochen programmiert. Gieße nun den Saft einer halben Zitrone dazu. Falls die Früchte sehr süß sind, nimm den Saft der ganzen Zitrusfrucht. Mische den Gelierzucker sorgfältig unter. Füge das Mark der Vanille und die ausgekratzten Schoten hinzu.

Jetzt kommt der spannende Part: Alles sprudelnd kochen lassen, während du kräftig mit einem langstieligen Holzlöffel rührst, dabei die Uhr im Auge behalten: Vier Minuten lang musst du nun ausdauernd rühren, während der Brei vor sich hin blubbert. Bevor du das Projekt als abgeschlossen verbuchst, steht eine Gelierprobe an: Dazu gibst du einen Löffel des Fruchtmatsches auf einen kalten Teller. Zieht die Flüssigkeit an und wird fest, hat das Einkochen geklappt.

Die Vanilleschoten entfernen. Fülle die Masse, so lange sie noch sehr heiß ist, randvoll in die Gläser. Ein Trichter ist dabei hilfreich! Schraube anschließend sofort die Deckel auf und stelle die Gläser für zehn Minuten auf den Kopf. Durch die Hitze wird so auch die Deckelunterseite keimfrei und die Marmelade bleibt länger frisch. Anschließend die Gläser umdrehen und vollständig auskühlen lassen. Guten Appetit!

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Die Autorin: Heike Kevenhörster

Spaziergängerin, Köchin, Krimi-Fan. Die Redaktionsleiterin von Pointer wuchs in der RASTA-Stadt Vechta auf, studierte anschließend in Hamburg und London. Sie liebt Japan, Lebkuchen, Musik auf Vinyl, Judith Butler, James Brown, die 20er- und 60er-Jahre, Mod-Kultur und Veggie-Food.

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