Gesundes Barbecue

Grillen mit Grips

published: 13.06.2006

Sommerzeit=Grillzeit (Foto: shutterstock.om/stockcreations) Sommerzeit=Grillzeit (Foto: shutterstock.om/stockcreations)

Die milden Abende sind zurück: Schon wird der Grill wieder aus dem Keller geholt und fit für die Sommersaison gemacht. Ein leckeres Barbecue ist die beste Gelegenheit, um dich mit Studienkollegen zu treffen und gemeinsam vom Unialltag zu regenerieren. Ob im eigenen Garten, auf dem Balkon oder auf einem öffentlichen Grillplatz – glühende Holzkohle und der Duft würziger Leckerbissen sind immer noch Garanten für eine gelungene Party. Unikosmos hat Tipps für den leckeren Grill-Spaß.

Der richtige Grill
Gesundes Grillen beginnt beim Kauf des richtigen Geräts. Ein sicherer Grill muss kippsicher stehen und frei von scharfen Kanten sein, außerdem darf der Griff des Grillspießes nicht zu heiß werden. Ein sicherheitsgeprüfter Grill ist an der am Gerät angebrachten Nummer DIN 66077 zu erkennen. Das Q-Zeichen vom TÜV zeigt außerdem, dass das Gerät abtropfendes Fett und Wasser in einer Wanne auffängt: ein Plus für die Gesundheit. Hochwertige Holzkohle ist auf der Verpackung mit einem Überwachungszeichen ausgestattet. Es lohnt sich, hier zuzugreifen.

Ein leckeres Barbecue ist die beste Gelegenheit, um gemeinsam vom Unialltag zu regenerieren (Foto: Public Address)Ein leckeres Barbecue ist die beste Gelegenheit, um gemeinsam vom Unialltag zu regenerieren (Foto: Public Address)

Partyvergnügen ohne Reue
Selbstgegrilltes Fleisch oder Fisch sowie Gemüse vom eigenen Rost sind der Partyknüller. Du solltest allerdings ein paar Tipps beachten:

• Qualmen und zischen sollte es beim Grillen nicht. Dann sind nämlich Fett und Wasser auf die Glut getropft und es bildet sich Rauch, in dem große Mengen an vermutlich Krebs erregendem Benzpyren enthalten sind. Also: Immer Alufolie oder Aluschalen auf den Rost legen. Leider enthält auch die leckere Kruste auf Würstchen oder Fleisch Benzpyren. Es ist daher besser, den Grill nicht mit Flüssigkeit zu bespritzen und das Fleisch nicht ständig mit Marinade einzupinseln. Verkokeltes Grillgut ist völlig ungesund, also ab in den Müll damit statt in den Magen. Papier, Altholz und Tannenzapfen haben im Grillfeuer gar nichts verloren. Der Rauch enthält gesundheitsschädliche Substanzen.
• Lasse von gepökeltem Fleisch lieber die Finger. Das Nitrit-Pökelsalz verbindet sich bei Hitze mit dem Eiweiß im Fleisch zu Krebs erregenden Nitrosaminen. Gesünder ist es, das Essen kurz vor Ende der Grillzeit mit frischen Kräutern zu würzen.
• Wenn du auf Marinade nicht verzichten möchtest (zum Beispiel bei Geflügel) verwendest du am besten Erdnussöl, Olivenöl oder Mischöle, die hohen Temperaturen standhalten. Fleisch immer gut durchgaren, damit eventuelle Krankheitserreger abgetötet werden.

Mit Fantasie grillen
Es muss nicht immer Fleisch sein, das einen Grillabend krönt. Eine gesunde, fettarme und raffinierte Alternative bieten Gemüse, Obst und Fisch. Lege einfach Zucchini, Paprika, Auberginen, Champignons oder auch Schafskäse in Marinade ein und stecke sie abwechselnd auf Schaschlikspieße. Du kannst auch Gemüse, etwa Paprika oder Tomaten, mit Hackfleisch und Reis füllen und auf den Grill legen.

Als Grillkäse eignet sich Halloumi, denn dieser zerfließt nicht, kann also in Scheiben oder auf Spießen gegrillt werden. Kartoffeln in Alufolie schmecken einfach unwiderstehlich. Auch Maiskolben lassen sich prima grillen. Fürs Fischvergnügen eignen sich vor allem Forelle, Lachs, Makrele oder Hering mit Zwiebeln und Kräutern in der Aluschale oder in kleinen Alupäckchen gegart.

Knackige Salate gehören zu jedem Grillabend. Mit einer Mischung aus Eisbergsalat, Tomaten und Gurken kannst du nichts falsch machen. Es gibt jedoch noch andere schnelle Varianten:

Rote-Beete-Salat
Rote Beete gibt es im Supermarkt abgepackt in der Gemüseabteilung zu kaufen. Einfach in Würfel schneiden, mit Pfeffer und Salz würzen und mit Öl und Essig säuerlich abschmecken – fertig!

Kartoffelsalat ohne Mayo
Feste Kartoffeln kochen, pellen und in Scheiben schneiden. Ein Bund Radieschen ebenfalls in Scheiben schneiden und dazugeben. Für das Dressing Olivenöl, etwas Zitronensaft und Frischkäse verrühren. Mit Salz, Pfeffer, und Schnittlauch würzen und über den Salat geben.

Und als Dessert: Wie wär es mit einer gegrillten Banane, mit Feigen, Ananasscheiben oder Fruchtspießen vom Grill? Früchte in braunem Zucker wenden und ab auf den Rost. Sei kreativ!

Sicherheit geht vor

Verpuffungen beim Anzünden des Grills sind schmerzhaft und hinterlassen hässliche Brandwunden (Foto: Public Address)Verpuffungen beim Anzünden des Grills sind schmerzhaft und hinterlassen hässliche Brandwunden (Foto: Public Address)

Jahr für Jahr passieren zwischen 3.000 bis 4.000 Grillunfälle, 400 bis 500 von ihnen enden mit schwersten Verbrennungen. Solchen Unfällen kannst du vorbeugen, denn mit Grips kann jeder sicher grillen. Der Grill sollte zunächst fest auf allen Beinen stehen und der Untergrund – am besten Rasen oder Steinplatten – feuersicher sein.

Um die Kohle zum Glühen zu bringen, gibt es feste und flüssige Anzündhilfen. Sie dürfen auf keinen Fall verpuffen oder explodieren, müssen jedoch gleichzeitig gut zünden und dürfen natürlich auf dem gegrillten Essen nicht zu schmecken sein. Mit dem Prüfzeichen DIN 66358 bist du auf der sicheren Seite.

Achtung: Für brennbare Flüssigkeiten wie Spiritus, Terpentin oder Benzin gilt – NO WAY! Diese verdunsten nämlich, wenn sie auf die Kohle gekippt werden, und es entsteht ein hochexplosives, brennbares Dampf-Luft-Gemisch in Form einer Glocke mit bis zu drei Metern Durchmesser. Zündet man dann die Grillkohle an, kommt es zu einer Verpuffung. Gießt du Spiritus in die Glut oder das Feuer nach, kann dir durch den Flammenrückschlag der Brennstoffbehälter sogar aus der Hand gerissen werden.

Auch Fettspritzer können ganz schön schmerzhaft sein: Schürze, Handschuhe und ein gutes Wendebesteck schützen davor. Den heißen Grill solltest du nie tragen, sondern den Platz nur mit dem kalten Grill wechseln. Restglut lässt sich gut mit Sand löschen. Kohle niemals auf dem Rasen ausglühen lassen, denn zu groß ist die Gefahr, dass man mit nackten Füßen hineintritt. Natürlich gehört der Grill nicht unter den Sonnenschirm und er sollte auch nie ohne Aufsicht sein.

Mit ein paar einfachen Tricks steht nun dem echten Grillspaß nichts mehr im Wege. Das Wochenende kann kommen! Fantasie und Geschmack sind keine Grenzen gesetzt, wenn ein Grillprofi wie du am Rost steht.

[Melanie Eberlein]

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