Alles über Kürbisse

Gesunde Allrounder

published: 30.09.2017

Kürbis wird bereits seit 5000 v. Ch. angebaut (Foto: shutterstock.com/Romania Lee) Kürbis wird bereits seit 5000 v. Ch. angebaut (Foto: shutterstock.com/Romania Lee)

Bald ist wieder Halloween und auch hierzulande wird das amerikanische Fest jedes Jahr zum Spektakel. Kaum jemand wundert sich noch über schauderhaft verkleidete Gruselgestalten, die am Abend des 31. Oktober an der Haustür klingeln und "Süßes oder Saures!" brüllen. Viele Menschen schmücken in der nebligen Herbstzeit Haus und Hof mit allerlei Gespenstischem, besonders der Kürbis steht als Dekoration hoch im Kurs. Ausgehöhlte Kürbisfratzen lachen dem friedlichen Gast schon fies aus manch einem Vorgarten entgegen.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Kürbisse und Halloween – eine uralte Tradition

Aber woher kommt die enge Verknüpfung von Kürbis und Halloween eigentlich? Eine irische Sage erzählt die Geschichte des gemeinen Bösewichts "Geiziger Jack". Der alte Mann war ein Trinker und Betrüger, der jedem, der ihm begegnete, übel mitspielte. Eines Tages traf der Halunke den Teufel und lockte ihn durch eine List auf einen Apfelbaum. Als Luzifer ganz oben saß, ritzte Jack Kreuze in den Stamm, der Teufel war gefangen. Als Bedingung, ihn wieder herunterzulassen, musste er Jack versprechen, ihm niemals seine Seele zu nehmen.

Einige Jahre später starb Jack, doch blieben ihm die Himmelspforten aufgrund seines üblen Lebenswandels verschlossen. Und der Teufel hielt sein Versprechen - er gewährte ihm keinen Einlass in die Hölle. Der böse Mann wurde ängstlich, da er nicht wusste, wohin er sich in der Dunkelheit wenden sollte. Satan zeigte Erbarmen und schenkte ihm ein Stück Glut aus dem Höllenfeuer. Um die heiße Kohle besser tragen zu können, legte Jack sie in eine ausgehöhlte Rübe und leuchtete sich mit ihrer Hilfe den Weg zwischen Himmel und Hölle.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Viele Menschen glaubten, diese Laterne hielte böse Geister und Dämonen ab, weshalb sie sie in Halloween-Nächten aufstellten. Irische Einwanderer entdeckten in Amerika die wesentlich größeren und daher besser geeigneten Kürbisse und bastelten von da an ihre "Jack O´Lanterns" aus Kürbissen. Um ihre abschreckende Wirkung noch zu verbessern, ritzten sie Fratzen und Grimassen in die Früchte.

Geschichte der Kürbiskultur

Der Kürbis findet seine Ursprünge auf dem amerikanischen Kontinent, wo archäologischen Funden zufolge die Ureinwohner Perus und Mexikos die Pflanze schon zwischen 3000 und 5000 vor Christus anbauten. Erst im 16. Jahrhundert erreichte die Frucht Europa, wo sie zunächst als "Arme-Leute-Essen" oder Viehfutter gehandelt wurde.

Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet (Foto: Public Address)Zierkürbisse sind nicht zum Verzehr geeignet (Foto: Public Address)


Heute sind bis zu 800 verschiedene Sorten bekannt, die gewöhnlich in Zier- und Speisekürbisse eingeteilt werden und botanisch zu den Beeren zählen. Neben Hokkaido, Spaghetti- und Butternutkürbis, Türken-Turban und Bischofsmütze gehören übrigens auch Zucchini, Gurke und Wassermelone zu den Kürbisgewächsen.

Schmackhaft und gesund

Der Kürbis zeichnet sich neben seiner traditionellen Bewandtnis durch seine vielseitige Verwendbarkeit aus. Er ist ein Allrounder, fast alle Teile der Frucht lassen sich nutzbringend verarbeiten und beinhalten gesunde Nährstoffe.

Das Kürbisfleisch enthält in Form von Karotin wertvolles Vitamin A, welches für die Sehkraft und den Stoffwechsel von Haut und Schleimhäuten eine wichtige Rolle spielt. Weiterhin liefert es die Vitamine C, D und E. Während Ersteres das Immunsystem stärkt und somit präventiv gegen Infekte wirkt, greift Letzteres regulierend in den Fettstoffwechsel ein. Zusätzlich enthält der Kürbis eine Reihe von Ballaststoffen und Mineralien wie Kalium, Kalzium und Folsäure. Der Frucht wird eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt, außerdem soll der Verzehr gegen Verdauungsstörungen helfen.
Da der Kürbis zu 95 Prozent aus Wasser besteht, lässt er sich gut für Diäten einsetzen, 100 Gramm des Fruchtfleisches enthalten gerade einmal 20 Kilokalorien. Mit 615 Kilokalorien ist das Kürbiskernöl zwar wesentlich reichhaltiger, jedoch nicht minder gesund.

Die zu etwa 55 Prozent aus Öl bestehenden Samen beinhalten die wichtigen Vitamine A, B1, B2, B6, C, D und E, mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie das Krebs hemmende Spurenelement Selen. Ebenso lässt sich das Pflanzenhormon Beta-Sitosterol nachweisen, das im menschlichen Körper Cholesterin senkend wirkt. Weitere Inhaltsstoffe des Öls sind Eiweiße, Kohlenhydrate und Rohfasern. Medizinisch wird es gegen Blasenfunktionsstörungen und Prostatabeschwerden eingesetzt.
 

Tweet

Aktivierung erforderlich
Nach deiner Zustimmung werden alle Tweets von Twitter auf www.pointer.de aktiviert. Wir weisen dich darauf hin, dass dann Daten an Twitter übermittelt werden. Du kannst dies auf der Datenschutzseite rückgängig machen.

Datenschutz


Rezept-Tipp: Kürbis-Gnocchi (4 Portionen)

Eine Alternative zu bekannten Kürbisvariationen sind Kürbis-Gnocchi. Viertele dazu 900 Gramm Hokkaido-Kürbis, entferne die Kerne und schneide das Fleisch in 3 cm dicke Spalten. Diese müssen im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Umluft 180 Grad) auf mittlerer Schiene 30 Minuten auf der Schale backen. Anschließend lässt sich die Schale leicht vom Kürbis abziehen. Zerdrücke das Kürbisfleisch in einer Schüssel und schmecke es mit Salz, Pfeffer und Muskat ab. Gib ein Ei, 3 EL Kartoffelpüreepulver und 5 bis 6 EL Mehl dazu. Verarbeite dann alles mit einem Kochlöffel zu einem glatten Teig.

Rolle den Kürbisteig auf einer bemehlten Fläche zu einer Rolle von ca. 40 cm Länge und schneide diese mit einem scharfen Messer in 2 cm große Scheiben. Die Gnocchi müssen nun in reichlich Salzwasser noch vier Minuten kochen.

Schmilz 50 g Butter in einer Pfanne und gib 6 kleine Zweige Rosmarin und 30 g Walnusskerne dazu. Die Gnocchi mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und abtropfen lassen. Schwenke sie anschließend in der Butter und würze mit Salz und Pfeffer. Nur noch mit 100 g frisch geriebenem Parmesan bestreuen und fertig ist das Gericht. Guten Appetit!

Kürbisse gibt es in vielen Formen und Farben (Foto: Public Address)Kürbisse gibt es in vielen Formen und Farben (Foto: Public Address)


Schönheitspflege aus Kürbissen

Wer Kürbisse nicht gerne isst, braucht trotzdem nicht ganz auf ihre Vorzüge zu verzichten. Aus Kernen und Fleisch lassen sich wohltuende Kosmetika zubereiten, die durch die enthaltenen Vitamine A und E sowie den Mineralstoff Kalium ihre pflegende Wirkung entfalten.

Kürbiskern-Joghurt-Peeling (für jeden Hauttyp geeignet)

Deine Haut ist gereizt und schuppt? Um sie zu beruhigen und die abgestorbenen Hautpartikel zu entfernen, kann ein Peeling helfen. Mahle 2 EL Kürbiskerne in der Getreidemühle nicht zu fein und mische sie mit 3 EL Joghurt. Decke die Masse ab und lasse sie kurz quellen. Wenn das Peeling länger als eine Stunde quillt, ist die Wirkung sanfter. Die Mischung ist übrigens zur sofortigen Anwendung bestimmt, weil die Zutaten innerhalb weniger Tage verderben.

hb]Kürbiskern-Massageöl[/h]Gerade wenn die Tage kälter werden, sind Schultern und Nackenbereich vom ständigen Hochziehen oft verspannt. Vermische einfach je 30 g Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl und Olivenöl und 10 Tropfen Pfefferminzöl in einer Flasche und schon kannst du bei einer belebenden Massage schön entspannen.

[Franzisca Teske]

Links

Techniker Krankenkasse im Web

Gefällt's? Teile es.

Das könnte dich auch interessieren:

Services
Service

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung