Sami Khedira (2.v.l.) stellte mit seinem Treffer zum 2:0  die Weichen früh auf Sieg (Foto: Eibner-Pressefoto)Wir verraten dir, wie du zu Halloween passende Speisen auf den Tisch bringst (Foto: Shutterstock.com/SergeBertariusPhotography)Eine Pollenallergie kann jeden treffen und kann sich von Jahr zu Jahr verschlimmern. Wichtig ist also zu wissen, wie man mit seiner Allergie umgeht (Foto: magicinfoto/shutterstock.com)Das Techniker-Team trainiert für das Kiez-Match 2016 gegen eine Auswahl des FC St. Pauli (Foto: Public Address)Da konnte Real-Keeper Keylor Navas dem Ball nur noch hinterhergucken: André Schürrles Hammer sicherte dem BVB einen Punkt (Foto: Eibner-Pressefoto)Zeige beim Hackathon innovate.healthcare 2016, was du kannst - bewege etwas! (Bilder: Tobias Gantner sowie hxdbzx/Shutterstock.com) (Montage: Tobias Gantner)Markus Gisdol, der bereits die TSG 1899 Hoffenheim trainerte, ist ab sofort Chefcoach beim HSV (Foto: Public Address)

TK-Stressstudie

"Always on"?

published: 12.10.2016

Auch Studierende stehen unter hohem Druck, wie die TK-Stressstudie zeigt (Foto: Elnur/Shutterstock.com) Auch Studierende stehen unter hohem Druck, wie die TK-Stressstudie zeigt (Foto: Elnur/Shutterstock.com)

Deutschland ist gestresst. Sechs von zehn Erwachsenen hierzulande stehen unter Strom, fast jeder Vierte gibt sogar an, häufig gestresst zu sein. Das geht aus der Untersuchung "Entspann dich, Deutschland - TK-Stressstudie 2016" hervor, die die Techniker (TK) am 12. Oktober in Berlin zusammen mit Ex-Fußballtrainer und Supermarktbesitzer Holger Stanislawski vorgestellt hat. Wichtigste Stressfaktoren sind danach der Job (46 Prozent), hohe Eigenansprüche (43 Prozent), Termindichte in der Freizeit (33 Prozent), Straßenverkehr (30 Prozent) sowie die ständige digitale Erreichbarkeit (28 Prozent). Letztere betrifft vor allem die Berufstätigen: Drei von zehn Beschäftigten geben an, ihr Job erfordere, auch nach Feierabend oder im Urlaub erreichbar zu sein. Und bei ihnen liegt der Stresspegel besonders hoch. 73 Prozent leider unter Stress, vier von zehn "Always on"-Beschäftigten stehen unter Dauerdruck. Für die Techniker hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zum persönlichen Stresslevel, den häufigsten Stressauslösern und dem individuellen Umgang mit dem Stress befragt.


Die TK-Stressstudie betont die Wichtigkeit von Medienkompetenz. Sie stellt heraus, dass Medienkompetenz nicht nur bedeute zu wissen, wie ein Smartphone bedient wird, sondern auch, wann es sinnvoll ist, es einfach mal nicht zu bedienen. Demnach zeigen Studien, dass Beschäftigte nach einer dreiminütigen Arbeitsunterbrechung gut zwanzig Minuten benötigen, um gedanklich wieder in der begonnenen Arbeit zu sein. Multitasking sei aus neurologischer Sicht ein Irrglaube. Menschen, die viele digitale Medien gleichzeitig bedienen, seien zwar besser trainiert, viele Informationen aufzunehmen, seien aber weniger in der Lage, wichtige von unwichtigen Informationen zu trennen. Das Fazit der Autoren der TK-Stresstudie: Beschäftigte gerade in der digitalen Arbeitswelt müssen lernen, digitale Medien sinnvoll einzusetzen. Es gehe darum, Netzwerk- und Dialogkompetenz zu nutzen.


Weitere Erkenntnisse der Untersuchung: Mit dem Bildungslevel steigt auch die Kommunikation über digitale Medien: Für vier von zehn Befragten mit einfachem Bildungsabschluss gehören soziale Medien zum Alltag. Bei denen mit mittlerem Schulabschluss sind es 47 Prozent und bei denen mit Abitur oder Studium 56 Prozent. Eine Ursache dafür ist sicherlich auch die Verbreitung der elektronischen Devices. Die #SmartHealth-Studie der TK(10) hat jüngst gezeigt, dass 84 Prozent derer mit Abitur oder Studium privat ein Smartphone nutzen, von denen mit einfachem Schulabschluss jedoch sind es nur 62 Prozent(10).


"Generation Smartphone" an der Uni

Die digitale Transformation bewege sich mit rasender Geschwindigkeit, so die Studie. Während die erste "Generation Smartphone" an den Hochschulen angekommen sei und versuche, sich dort nicht ablenken zu lassen, nutzten die älteren Generationen digitale Medien zwar, räumen ihnen aber offenbar deutlich weniger Raum im Alltag ein. Insgesamt geben in der vorliegenden Studie 27 Prozent der Befragten an, jederzeit per Handy oder Smartphone erreichbar sein zu wollen. Ebenfalls ein Viertel benutze Handy oder Smartphone so gut wie gar nicht. Die restlichen 50 Prozent bewegten sich dazwischen.


Viele Menschen stehen bereits in jungen Jahren unter extremem Druck. Das zeigt der TK-CampusKompass, eine Studie, für die die Techniker Studierende zu ihrem Lebensstil befragt hat. Mehr als ein Viertel der Hochschüler gibt an, dass sie schon Stress hatten, den sie mit üblichen Entspannungsstrategien nicht mehr bewältigen konnten, jeder Zweite von ihnen nahm professionelle Hilfe in Anspruch.

Und wie sorgt Deutschland für Ausgleich? Hobby, Faulenzen, sich mit Freunden und Familie treffen stehen laut Stressstudie jeweils bei etwas sieben von zehn Befragten oben auf der Liste der liebsten Entspannungsstrategien. Spazieren gehen und Musik favorisieren jeweils sechs von zehn Erwachsenen, nur jeder Zweite treibt zum Ausgleich Sport. 36 Prozent engagieren sich ehrenamtlich, ein Drittel greift zur Flasche und entspannt mit Wein oder Bier. Nur 13 Prozent, Frauen deutlich häufiger als Männer, nutzen tatsächlich Entspannungsmethoden wie Yoga oder Autogenes Training.


Auf Platz 12 landet die digitale Entspannung. Knapp 30 Prozent der Befragten geben an, sie suchen bei Computerspielen oder in sozialen Netzwerken nach Ausgleich. Peter Wendt, bei der TK verantwortlich für die Umfragen: "Das klingt zunächst nach einem kleineren Anteil. Die Stressstudie offenbart allerdings eklatante Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Bei den 18- bis 39-Jährigen ist es fast jeder Zweite, der seinen Feierabend gern online verbringt, bei den 40- bis 59-Jährigen nur noch knapp jeder Vierte und bei den ab 60-Jährigen nur noch gut jeder Siebte."

[PA mit Material der TK]

Links

Die Techniker im Web

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung