Gesund Heizen

Wohl temperiert wohnen

published: 01.11.2007

Wer zu Hause dauerhaft friert, ist anfälliger für Erkältungskrankheiten (Foto: Dean Drobot/shutterstock.com) Wer zu Hause dauerhaft friert, ist anfälliger für Erkältungskrankheiten (Foto: Dean Drobot/shutterstock.com)

Habt ihr schon mal mit klappernden Zähnen unter der Bettdecke gelegen und euch darüber geärgert, dass der Weg zur Heizung so weit ist? Im Winter Energie zu sparen ist zwar sowohl für die Umwelt als auch für den Geldbeutel ein löbliches Ziel, allerdings sollte die Gesundheit nicht darunter leiden.

Die Techniker Krankenkasse hat ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr gesund und munter durch die kalten Zeiten kommt.

Ständig mit den Zähnen klappern?
Stets in einer zu wenig beheizten Wohnung zu leben, ist für den Organismus ein echtes Krankheitsrisiko. Wenn man ständig friert, fährt der Körper nämlich auf "Sparflamme", damit er den Wärmeverlust ausgleichen kann. Unter anderem produziert er so auch weniger Abwehrstoffe, was die Gefahr erhöht, ernsthaft zu erkranken.

Welche Temperatur ist angemessen?
Es ist nicht nötig, die Temperatur in allen Wohnräumen gleich hoch zu halten. So reicht es, wenn das Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad Celsius misst, da der Körper es nachts lieber etwas kälter hat. Auch in einer Küche, in der hauptsächlich gearbeitet wird, braucht es nicht wärmer zu sein.

Für selten genutzte Räume wie Flur oder Keller reicht es sogar, sie auf etwa 16 Grad zu heizen. Am wärmsten sollte nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur das Badezimmer mit 22 Grad Celsius sein, in den Wohn- und Arbeitsräumen sind etwa 20 Grad angemessen.

Warum ist Heizen wichtig?
Angesichts der hohen Energiekosten würde wohl jeder die Heizung am liebsten komplett abgeschaltet lassen. Allerdings schadet es dem Raumklima, wenn die Zimmer ganz auskühlen: Sinkt die Temperatur unter 16 Grad, kann es passieren, dass die Feuchtigkeit an den Zimmerwänden kondensiert. Deshalb ist es auch sinnvoll, Türen zwischen Räumen zu schließen, die unterschiedlich temperiert sind.

Feuchtigkeit entsteht immer, wenn ihr duscht oder kocht. Außerdem gibt jeder Mensch pro Nacht etwa 300 Gramm Wasser an die Raumluft ab. Um diese Dämpfe gleich loszuwerden und ein angenehmes Raumklima zu schaffen, solltet ihr mehrmals täglich lüften. Dabei entweichen sowohl die feuchte Luft als auch schädliche Staubpartikel nach draußen. Am energiesparendsten lüftet ihr übrigens, wenn ihr das Fenster wenige Minuten lang richtig weit öffnet und dabei die Heizung abstellt.

Im schlimmsten Fall bilden sich in feuchten Räumen extrem gesundheitsgefährdende Schimmelpilze, die zu Husten, Schnupfen, Bindehautentzündungen, Kopfschmerzen und Müdigkeit führen können.

Nicht zu trocken
Besonders im Winter wirbelt die Heizungswärme kleine Staubteilchen auf, wodurch die Schleimhäute gereizt werden. Dies verursacht kleine Schäden, die es beispielsweise Erkältungsviren erleichtern, einzudringen. Weiterhin greift trockene Luft die Haut an, die mit Rötungen oder sogar Entzündungen reagiert. Um die Raumluft feucht zu halten, eignen sich beispielsweise Zimmerpflanzen. Die Schleimhäute lassen sich übrigens auch durch ausreichendes Trinken leichter feucht halten.

Es gibt auch so genannte "Luftbefeuchter". Das sind Behälter, die am Heizkörper befestigt und mit Wasser gefüllt werden. Allerdings sollte man darauf achten, die Gefäße regelmäßig zu reinigen, da sie schnell zum Nährboden für Bakterien werden können. Optimal für die Gesundheit ist eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent. Der Wert lässt sich ganz einfach mit einem so genannten "Hygrometer" nachmessen.

Ein Hygrometer misst den Wasserdampfgehalt der Luft als relative Luftfeuchtigkeit. Die relative Feuchtigkeit gibt das Verhältnis der tatsächlichen Feuchtigkeit zur größtmöglichen Sättigung an. Die Anzeige informiert euch über den Wert der relativen Feuchte zwischen 0 Prozent (völlig trockene Luft) und 100 Prozent (völlig gesättigte Luft, etwa im Dampfbad). Es gibt auch kombinierte Geräte, so genannte "Thermohygrometer", die sowohl die Temperatur als auch die Feuchtigkeit messen. Ab zehn Euro bekommt ihr diese Messgeräte im Fachhandel oder im Warenhaus.

[Franzisca Teske]

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