DocSlam

Deutschlands erster Ärzteslam

published: 15.11.2017

Vier DocSlammer auf der Bühne (Foto: Karl Günter Rammoser/Public Address) Vier DocSlammer auf der Bühne (Foto: Karl Günter Rammoser/Public Address)

Ärzte? Sind das nicht die, die nie Zeit haben? Die sich hinter Wartezimmern, wuselnden Sprechstundenhilfen und weißen Kitteln verschanzen? Die in Krankenhäusern nur kurz zur Visite vorbeihuschen? Nein, das gilt nur in Ausnahmefällen und garantiert nicht für die vier Docs, die beim ersten deutschen "DocSlam" die Tür zum ganz neuen Ärztebild weit aufgestoßen haben. Was ist passiert?

Eine zündende Idee

Bei einem Mittagessen in der Kantine der Asklepios Klinik Harburg kam der Pressesprecherin Stefanie Pohl und dem umtriebigen Psychiater Dr. Markus Preiter die zündende Idee: Wir veranstalten einen DocSlam! Wir stellen gestandene Mediziner auf die Bühne, die kurz und unterhaltsam ihre Arbeit oder ihr Fachgebiet vorstellen und dabei gehörig miteinander batteln!


Veni, vidi, vici

Gedacht, gesagt, getan: Am 9. November fand vor 160 Zuschauern im Keller der Asklepios Klinik Harburg Deutschlands erster DocSlam statt. Dr. Sara Sheikhzadeh stellte, garniert mit Seitenhieben auf ihre männlichen Kollegen, die von ihr geleitete Notaufnahme vor. Dr. Markus Preiter erklärte mit Hilfe von Automodellen und einem Eichhörnchen das Wesen der Psychiatrie. Der Neurologe Dr. Christian Saß erläuterte anhand einer Antarktis-Expedition, warum man lieber keine Hundeleber essen sollte. Und Prof. Dr. Thorsten Hanke, der spätere Sieger des Abends, erläuterte mit Hilfe eines Udo-Lindenberg-Songs sowie diverser blutiger Bilder, wie man ein Herz eben doch reparieren kann.

Medizin im Minutentakt - Der erste deutsche DOC SLAM Beim ersten DOC SLAM sind in bewährter Slam-Manier A?rzte der Asklepios Klink Harburg gegeneinander angetreten. Erstes Thema: Herz gegen Hirn. Es kämpften Neurologen gegen Herzchirurgen, Psychiater Medizin im Minutentakt - Der erste deutsche DOC SLAM

Medizin im Minutentakt - Der erste deutsche DOC SLAM


Nicht enden wollender Beifall

"Ich hatte keine Ahnung, worauf ich mich da einlasse", sagt Dr. Sara Sheikhzadeh, noch immer beeindruckt vom nicht enden wollenden Beifall, mit dem das Auditorium jeden der extrem kurzweiligen und informativen Beiträge bedachte. Und Dr. Markus Preiter, Ideengeber des DocSlam und durch Fernsehauftritte bereits medienerfahren, träumt vom bundesweiten Siegeszug seiner DocSlam-Idee: "Warum nicht verschiedene Kliniken oder Städte gegeneinander batteln lassen?"

Berührungsängste abbauen

Ja, warum eigentlich nicht? Gibt es beim DocSlam doch nur Gewinner: die Ärzte, die sich auf ganz neue Weise verständlich machen können, die Kliniken, die sich einem größeren Publikum öffnen und ihre Kompetenzen zeigen können, die potenziellen Patienten, die ihre Berührungsängste durch das ungezwungene Kennenlernen der "Götter in Weiß" abbauen. Das sollte doch auch die eine oder andere Fernsehanstalt dazu bewegen, den nächsten DocSlam zur besten Sendezeit live zu übertragen…

DocSlam (9 Bilder)

DocSlam
DocSlam
DocSlam
DocSlam



[Karl Günter Rammoser]

Links

Asklepios Klinik Harburg im Web

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung