Warum ist diese Flüssigkeit pink? Das und mehr erfahren die Teilnehmer der Langen Nacht der Industrie in Hamburg (Foto: Prima Events)Prall gefüllte Einkaufstüten sind keine Lösung für emotionale Probleme (Foto: Public Address)Rote Beete ist eine Rohkost-Delikatesse (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/maiakinfo/5750697148/in/photolist-9LaPUQ-9LaPvo-oQEtqb-rykGH8-rgLkaU-r6e2i4-qByodz-r6e2e6-887TMx-9LaQ93-887TMK-887TMF-81AtxA-a4oYQ4-pzm7N1-887TMi-887TMa-887TMp-887UQT-q1ghKC-qex3pv-rofeB1-nfYZsf-qXGnqZ-dQDhvo-qBzDhb-887UQX-pHH7vV-fSB4Xk-gMmK4t-gMkRji-gMkSJb-pAo4pB-gMkN5c-gMkPPL-9GELHj-aymqvb-fFCyNQ-fFCEC9-j2JhJw-dWxAnt-bMH5T6-oeTTom-dXBz9k-dWkLTn-oGD6at-pAdUp5-roi6ex-rs7Nra-oyBiND" target="_blank">Borschtsch, Rote Beete (Randen) schneiden</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/maiakinfo/" target="_blank">Russland und Ukraine</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank">CC BY-SA 2.0</a>)Wenige Zutaten machen aus dem Kürbis eine pikante Gemüsebeilage (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/29278394@N00/4069740993/in/photolist-7cCuda-3aicRZ-aYmYhi-aCsR3U-5tRyzY-dovSCx-5qYsdG-3jAFWX-7YvSVr-5msURe-5QQikP-avYBMN-79ZR7H-azY73u-5yFNeX-5tCN9h-8PxTex-5vFA9a-5vSMZW-aAGZbB-5xYJd6-5txfUh-5rmTbq-djCUX3-7awnci-7cUnY3-3oaNUn-eXAKHv-3gjSNe-rr5DB-3MXFVm-6YK75E-iVQAA7-aDaNgV-h8tbE6-7gEyMt-aAMu73-79ZR48-3s3ckT-8QCGH8-79ow3V-5nWMH7-aDeEkL-74MdVP-3UVrAQ-3cRvnP-8G7vUN-azZupa-ava3Sh-91e3p8" target="_blank">pumpkin stems</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/29278394@N00/" target="_blank">normanack </a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a>)Cosma Shiva Hagen serviert zur Eröffnung der Fairen Woche Cocktails aus fair gehandelten Zutaten (Foto: Public Address)Richtig zu kritisieren ist ebenso wenig leicht wie angemessen auf Kritik zu reagieren (Foto: shutterstock.com/Bernd Leitner Fotodesign)Artischocken senken den Cholesterinspiegel (Foto: Public Address)

Sprechstunde mit Dr. Karin Anderson

Antriebslos in den Semsterferien

published: 23.09.2009

Gerade in den Semesterferien ist es schwierig, sich zum Lernen zu motivieren (Foto: shutterstock.com/miya227) Gerade in den Semesterferien ist es schwierig, sich zum Lernen zu motivieren (Foto: shutterstock.com/miya227)

Das Semester neigt sich dem Ende entgegen und das Stresslevel erreicht bei vielen Studenten das Maximum. Kaum sind die Vorlesungen und Seminare vorbei, schlägt die Anspannung in Entspannung um. Doch leider stehen in der vorlesungsfreien Zeit bei vielen Studis noch verschiedene Hausarbeiten auf dem Programm. Und die schreiben sich nicht von allein. Wie also findet man das ideale Gleichgewicht zwischen Entspannung und Schreibtischarbeit? Die Unikosmos-Expertin Frau Dr. Anderson hat im Portal-Forum einen Rat für die User.

Unikosmos-Userin Kaya:
"Hallo Frau Dr. Anderson, ich habe ein Problem. Meistens in den Semesterferien tue ich nicht viel Produktives, liege rum, lese Zeitschriften und schaue fern. Die Veranstaltungen an der Uni fallen ja weg und dazu mache ich kaum was. Ich sollte meine Hausarbeiten schreiben, aber ich tue es nicht. Ich bin irgendwie zu faul, aber ich kann mich auch einfach nicht konzentrieren und habe keine Lust. Ich mache auch wenig Sport, auf jeden Fall weniger als im Semester. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie ich das im Semester alles hingekriegt habe. In den Ferien dreht sich bei mir alles um das Fernsehprogramm und Freunde treffen und lange im Bett bleiben. So staut sich jedesmal viel Arbeit auf, sodass ich Panik vor dem Semesteranfang habe. Mitten im Semester komme ich dann aber ganz gut mit allem klar, dann habe ich mich daran gewöhnt und empfinde das als normal und nicht schlimm. In den Semesterferien kann ich mich aber nicht motivieren. Was ist los mit mir und wie kann ich das ändern?“

Dr. Karin Anderson:
"Hallo, Kaya, offenbar kommst du besser mit deiner Tagesplanung zurecht, wenn du reichlich Druck von außen erfährst, schlaffst aber ab, sobald diese straffe Struktur von den Semesterferien unterbrochen wird.

Anforderungspausen sind für jeden von uns Anlass, ein Stück zu regredieren, alle Viere von sich zu strecken und für eine Weile einfach mal nichts oder nicht viel zu tun. Bei dir scheint dieser Rückfall in kindliches Verhalten aber deutlich stärker ausgeprägt zu sein, als bei den meisten deiner Mitstudenten.

Normalerweise nimmt nämlich nach einer gewissen Auszeit der Level an Ausruhbedürfnis ab und die Unruhe in Gedanken an die noch anstehenden Arbeiten zu. Diese zunehmende innere Anspannung sorgt dann normalerweise dafür, dass sich auch `notorious procrastinators` (wie es hier in den USA heißt) schließlich aufraffen und sich an die aufgeschobenen Hausarbeiten usw. machen. Mangelnde Eigenmotivation ist oft ein Resultat zu starker elterlicher Beaufsichtigung bei der Erledigung von Schularbeiten und anderen Aufgaben in der Kindheit.

Drei Anläufe fürs Studium

Einer meiner Patienten brauchte aus diesem Grund drei Anläufe in drei verschiedenen Studiengängen, bis er es endlich schaffte, sich selbst ausreichend zu strukturieren, um eine Ausbildung überhaupt durchzustehen. Während seiner ganzen Schulzeit hatte seine Mutter ihm bei den Hausaufgaben buchstäblich antreibend im Nacken gesessen, und er hatte es daher nie gelernt, ohne äußeren Druck etwas von sich aus zu erledigen.

Dieses Beispiel ist natürlich ein ganz krasser Fall, und bei dir geht es ja zum Glück nur darum, deinen Ferienschlendrian zu überwinden. Um dich ein Stück umzuprogrammieren und dem verführerischen Sog der Regression entgegenzuwirken, würde ich dir empfehlen, nach einer Art Stufenplan vorzugehen.

Setz dir für jeden Tag ein Ziel, eine zeitlich begrenzte Aufgabe, die du auf jeden Fall erledigen willst. (Etwa eine Stunde Fachbuchlesen) Stell dir eine kleine Belohnung in Aussicht, wenn du es schaffst, die vorgenommene Aktivität durchzuführen. Wenn du eine Woche erfolgreich überstanden hast, nimm dir für die folgende Woche zwei zeitlich begrenzte Aktivitäten pro Tag vor und belohne dich mit etwas Größerem am Wochenende, usw. Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und erwarte nicht von dir, dass du binnen kurzem `von Null auf Hundert` durchstarten kannst. Je genauer (und realistischer) dein Stufenplan aussieht - natürlich solltest du ihn dir aufschreiben und an unübersehbarer Stelle aufhängen - desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ihn auch einhalten kannst."

[TK]

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