Miroslav Klose traf zum 2:0 (Foto: Public Address)Lukas Podolski schoss das erste Tor für Deutschland bei der WM 2010 (Foto: Public Address)Welches Team gewinnt den WM-Pokal 2010?  (Foto: Public Address)Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der TK bekommt jeder Vierte öfter einen Sonnenbrand (Grafik: Techniker Krankenkasse)Dr. Karin Anderson berät User Daniel (Foto: Public Address)Kristina und den Yannik sind als "Peers" für die Kampagne "Kenn dein Limit" unterwegs (Foto: Public Address)Scoolz bietet Dir alle Spiele der WM auf einen Blick (Foto: Public Address)

WINEG-Studie

Arzt und Patient auf Augenhöhe?

published: 17.06.2010

Das "Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) hat eine repräsentative Studie zur Patientenzufriedenheit durchgeführt (Grafik: Techniker Krankenkasse)Das "Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) hat eine repräsentative Studie zur Patientenzufriedenheit durchgeführt (Grafik: Techniker Krankenkasse)

Die Deutschen stellen ihren Ärzten ein gutes Zeugnis aus: Fast alle (95 Prozent) sind mit ihrem Arzt unter dem Strich zufrieden. Was ihnen jedoch fehlt: Sie wünschen sich von ihrem Arzt mehr Informationen und möchten stärker in die Entscheidungen einbezogen werden, die ihre Gesundheit oder ihre medizinische Behandlung betreffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Studie zur Patientenzufriedenheit, die das "Wissenschaftliche Institut der Techniker Krankenkasse (TK) für Nutzen und Effizienz im Gesundheitswesen" (WINEG) heute in Berlin vorgestellt hat.

Die WINEG-Studie zeigt, dass jeder Fünfte von seinem Arzt nicht in dem Maße informiert und in Entscheidungen eingebunden wird, wie er es möchte. "Dabei haben wir festgestellt: Insbesondere die Punkte Kommunikation und Einbindung in Entscheidungen prägen das Bild, das Patienten von ihrem Arzt haben", sagte WINEG-Direktor Dr. Frank Verheyen. "Sie beeinflussen stark, wie zufrieden die Menschen insgesamt mit ihrem Doktor sind", so der Gesundheitsökonom weiter. Auch der Behandlungserfolg hänge wesentlich davon ab, ob der Patient seinen Therapieplan versteht, er gemeinsam mit seinem Arzt darüber entschieden hat und die einzelnen Schritte mitträgt.

Gesundheit in die eigene Hand nehmen

Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Wir müssen die Menschen dazu bewegen, ihre Gesundheit stärker selbst in die Hand zu nehmen. Die Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass jeder dritte Erwachsene in Deutschland die Verantwortung für seine Gesundheit eher bei anderen als bei sich selbst sieht." Auch ob Beschwerden wieder verschwinden, sehen viele Menschen als eine Schicksalsfrage. So schreibt es ebenfalls fast jeder Dritte allein Glück oder Pech zu, ob er im Krankheitsfall wieder gesund wird. "Gesundheit ist nicht allein eine Frage des Schicksals. Es ist uns daher schon lange ein Anliegen, Patienten in ihrer Souveränität zu stärken. Die Studienergebnisse bestätigen uns nun erneut darin, unseren Versicherten Angebote wie beispielsweise das webbasierte, interaktive Dialogsystem 'TK-Patientendialog' oder die Kursreihe 'Kompetent als Patient' zu machen", so Klusen weiter. Beide Konzepte hat die TK entwickelt, um Patienten zu einem souveränen Umgang mit der eigenen Gesundheit zu ermutigen und ihnen für einen gleichberechtigten Dialog mit dem Arzt den Rücken zu stärken.

Bild von Deutschlands Arztpraxen

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Fast jeder zweite Befragte (45 Prozent) gab an, innerhalb der letzten vier Wochen beim Arzt gewesen zu sein. Im letzten halben Jahr vor der Befragung waren fast alle gesetzlich Versicherten (neun von zehn) in einer Arztpraxis. Gleichzeitig bezeichnet sich nahezu jeder Zweite als chronisch krank – von den über 60-Jährigen sogar mehr als zwei Drittel. "Mit der Studie wollten wir uns ein unmittelbares Bild davon machen, wie es in Deutschlands Arztpraxen aussieht. Wenn sich fast die Hälfte eines Volkes als chronisch krank bezeichnet, muss uns das zu denken geben. Und es lässt auch Rückschlüsse auf die Erwartungshaltung der Menschen gegenüber unserem Gesundheitswesen zu", sagte TK-Chef Klusen. "Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt. Damit das auch in Zukunft so bleibt, müssen wir die vorhandenen finanziellen Mittel effizienter einsetzen. Das wird uns nur gelingen, wenn mehr Wettbewerb ins System einzieht. Bereits im kommenden Jahr fehlen dem Gesundheitsfonds elf Milliarden Euro. Die Koalition sollte sich deshalb schnellstmöglich auf eine nachhaltige Strukturreform verständigen, die länger als zwei Jahre hält", forderte Klusen in Berlin.

[TK]

Links

www.tk.de

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung