Organspende-Umfrage

Zustimmung zur Entscheidungslösung

published: 02.06.2011

Organspenden macht stolz  (Foto: Techniker Krankenkasse) Organspenden macht stolz (Foto: Techniker Krankenkasse)

Fast zwei Drittel der Menschen in Deutschland sind für eine Änderung des Transplantationsgesetzes. Das geht aus einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor. Darin sprachen sich 41 Prozent der Befragten dafür aus, die von Frank-Walter Steinmeier vorgeschlagene Entscheidungslösung einzuführen. Sie sieht vor, jeden Bürger zu seiner Bereitschaft für oder gegen die Organspende zu befragen und diese Meinung auf dem Personalausweis, Führerschein oder der Krankenversicherungskarte zu dokumentieren. Für die derzeit geltende Zustimmungslösung, nach der nur derjenige Organspender ist, der dies in einem Organspendeausweis festgehalten hat, sprach sich jeder dritte Bundesbürger aus. 23 Prozent der Befragten sind dafür, die Widerspruchslösung einzuführen. Das bedeutet, dass jeder Organspender ist, der sich zu Lebzeiten nicht dagegen ausgesprochen hat.

Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes: "Organspende bietet vielen Menschen eine neue Lebenschance. Dies ist aber nur möglich, wenn es Menschen gibt, die bereit sind, ihre Organe nach ihrem Tod zur Verfügung zu stellen."

Organspendeausweis

Wie die TK-Umfrage zeigt, besitzen derzeit nur 18 Prozent der Deutschen einen Organspendeausweis, obwohl 86 Prozent angeben, der Organspende positiv gegenüber zu stehen. "Auch wenn beide Werte in den letzten drei Jahren gestiegen sind, müssen wir das Thema stärker in den Alltag der Menschen rücken", so Klusen. "Wichtig ist aber, die Menschen nicht unvorbereitet mit diesem schwierigen Thema zu konfrontieren, sondern ihnen genügend Informationen zur Verfügung zu stellen, damit sie sich eine Meinung bilden können."

Informationsbedarf

Besonders groß ist der Informationsbedarf laut der TK-Umfrage bei den 26- bis 35-Jährigen. In dieser Gruppe gab die Hälfte der Befragten an, mangels Information noch keinen Organspendeausweis ausgefüllt zu haben. Bei den über 65-Jährigen fühlt sich nur jeder Fünfte nicht ausreichend informiert.


[TK]

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www.tk.de

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