Neue Studie

Darum ist Raucherentwöhnung schwierig

published: 09.08.2011

Wenn man seine letzte Zigarette ausdrückt, muss man in den ersten Tagen mit schlechter Stimmung rechnen (Foto: Public Address) Wenn man seine letzte Zigarette ausdrückt, muss man in den ersten Tagen mit schlechter Stimmung rechnen (Foto: Public Address)

Rauchen ist äußerst gesundheitsschädlich – und trotzdem schaffen es viele Menschen nicht, sich dauerhaft von den Zigaretten zu verabschieden. Wissenschaftler aus Kanada haben nun in einer Studie mit 48 Testpersonen herausgefunden, warum ein Rauchstopp so schwierig durchzuhalten ist. Das Team um Jeffrey H. Meyer entdeckte mittels Positronenemissionstomografie, dass sich während der ersten Zeit des Entzuges die Laune der Raucher drastisch verschlechtert.

Grund für schlechte Stimmung

Dieses Phänomen geht auf Stoffwechselprozesse im Gehirn zurück. So wird der oft als "Glückshormon" bezeichnete Botenstoff Serotonin aufgrund des gemessenen erhöhten Spiegels des Hormons Monoaminoxidase-A verstärkt abgebaut. Die Wissenschaftler berichten über ihre Studie in den "Archives of General Psychiatry". Die Untersuchung wurde von den Canadian Institutes of Health Research gefördert.

Reicher Lohn

Wer es durch die schlechte Stimmung hindurch schafft, dauerhaft ohne Zigaretten zu leben, wird mit einer erheblichen Verbesserung seines Wohlbefindens und seiner Gesundheit belohnt. Nicht nur Riechen und Schmecken klappt ab sofort besser - auch das Herzinfarktrisiko sinkt und die Lungenfunktion verbessert sich drastisch. Nach einigen Jahren Enthaltsamkeit nehmen auch die Risiken ab, an Mund-, Luft- oder Speiseröhrenkrebs zu erkranken.

[TK]

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