Sprechstunde

"Mein Freund hat eine Hundeallergie"

published: 16.10.2013

Doreens Freund hat eine Hundeallergie. Soll sie den Rüden weggeben? (Foto: Public Address) Doreens Freund hat eine Hundeallergie. Soll sie den Rüden weggeben? (Foto: Public Address)

Doreen liebt ihren Mischlingsrüden Gunnar - und ihren Freund Phil, der eine Hundeallergie hat. Im Hilfe-Forum fragt die Unikosmos-Userin Dr. Karin Anderson um Rat.

Dr. Karin Anderson lebt im US-Bundesstaat Maine. Sie ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und hat eine Zusatzausbildung für psychotherapeutische Medizin. Als Forenexpertin für Unikosmos berät sie unsere User kostenlos. Wenn du unserer Expertin ein Problem schildern möchtest oder eine Frage stellen willst, tue dies jederzeit gerne im Hilfe-Forum.


Doreen fragt:

"Sehr geehrte Frau Dr. Anderson,
ich habe seit zwei Jahren Gunnar, einen kleinen Mischling, den ich voll gern hab. Jetzt habe ich einen neuen Freund, der leider eine Hundeallergie hat. Deswegen mag er nicht mehr bei mir übernachten und so. Aber ich kann ja auch nicht immer bei Phil (so heißt mein Freund) sein, weil ich mich ja auch um Gunnar kümmern muss. Das nervt Phil total und letztens meinte er: "Der Hund oder ich". Was soll ich denn jetzt machen?
Viele Grüße Doreen"

Dr. Karin Anderson antwortet:

"Hallo Doreen,
ich kann deinen inneren Zwiespalt sehr gut verstehen, weil mein damaliger Freund eine Katzenallergie entwickelte und ich meinen geliebten Siamkater Felix deshalb schweren Herzens einer Freundin geben musste. Bei einer Tierhaarallergie kommt es erst einmal darauf an, wie ausgeprägt sie ist. Wenn dein Freund nur niesen muss oder eine verstopfte Nase bekommt, wenn dein Hund in der Nähe ist, kann er sich vielleicht beim Arzt desensibilisieren lassen. Ich weiß auch von meinem Tierarzt, dass viele Menschen, die an einer Hunde- oder Katzenallergie leiden, durch vermehrten Kontakt mit diesen Tieren auf natürliche Weise desensibilisiert werden. So ist es z. B. meiner Stieftochter Cat gegangen, die anfangs sehr allergisch auf meine Katzen reagierte, jetzt aber immer weniger Probleme damit hat.


Wenn dein Freund allerdings eine schwerere Form der Hundeallergie hat, gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder er nimmt es auf sich, Antihistamine zu schlucken, um seine Symptome in Gegenwart deines Hundes zu unterdrücken. Oder er besteht darauf, dass du den Hund abschaffst, nach dem Motto: Er oder ich. In diesem Fall musst du dir überlegen, ob du deinem Freund zuliebe dieses Opfer bringen willst oder ob du es ihm später doch sehr übelnehmen würdest, dass er dich vor diese Alternative gestellt hat.

Bei mir hat sich übrigens im Nachherein herausgestellt, dass ich mich damals lieber von dem Freund hätte trennen sollen, als den armen Kater wegzugeben...
LG, Dr. Karin Anderson"

[TK]

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