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Spar-Tipps

Kröten in Nöten

published: 06.09.2005

Auch Studierende brauchen ein bisschen Kohle (Foto: shutterstock.com/Chamille White) Auch Studierende brauchen ein bisschen Kohle (Foto: shutterstock.com/Chamille White)

Die Leier dürfte mittlerweile jedem bekannt sein: Wir müssen sparen, selbst vorsorgen und überhaupt sitzt das Geld nicht mehr so locker in der Tasche. Unsere Kröten sind in Nöten. Gerade wenn man noch zur Schule geht, sich in der Ausbildung oder im Studium befindet, sind die Scheinchen und Münzen oft knapp. Doch was tun? Wieder einen Sparstrumpf unter dem Bett deponieren oder beim Blick auf den Kontoauszug ganz fest die Augen schließen? Lieber nicht! Denn auch in Sachen Moneten gilt die Devise: Vorbeugen ist besser, sonst guckt man früher oder später in die Röhre bzw. ein leeres Portemonnaie.

Kröten gehen flöten!
Auch wenn der Wind kälter durch Wirtschaft und Politik weht, gibt es immer noch Geld von Vater Staat als kleines Spar-Bonbon. Wäre doch zu dumm, darauf zu verzichten! Gerade Azubis oder junge Arbeitnehmer sollten sich schnellstens um vermögenswirksame Leistungen kümmern – wenn sie es nicht längst schon getan haben. Das Prinzip ist einfach: Zusätzlich zum Lohn zahlt der Arbeitgeber einen Geldbetrag von höchstens 40 Euro im Monat, beispielsweise für einen Bausparvertrag, einen Kontensparvertrag oder in Aktienfonds. Bis zu 470 Euro können so in einem Jahr angespart werden – sei es nun über zwölf Monate verteilt oder durch einen Ferienjob innerhalb weniger Wochen. Der Vertrag muss mindestens sieben Jahre laufen. Vom Staat gibt es darauf noch einmal zehn Prozent oben drauf – geschenkt! Das nennt sich Arbeitnehmersparzulage und ist eine sinnvolle Sache. Wenn der Chef sich weigert, die vermögenswirksamen Leistungen zu zahlen oder nur einen Teilbetrag dazu gibt, kannst du dir die VL – so werden die vermögenswirksamen Leistungen kurz genannt – direkt vom Gehalt abziehen lassen oder selbst einzahlen, vorausgesetzt, du bist Arbeitnehmer und schließt einen der oben genannten Sparverträge ab. Trotzdem nutzen schätzungsweise nur zwei Prozent der deutschen Arbeitnehmer die VL – und die Kröten vom Staat gehen flöten.

Gibt es coole Kröten?
Das Werbefernsehen flüstert schon seit mehreren Jahren: Bausparen ist überhaupt nicht uncool. Anfangen kann man schon mit 16 Jahren und so innerhalb eines festgelegten Zeitraumes eine stattliche Summe ansparen. Für die gibt es von der Bauspargesellschaft feste, garantierte Zinsen (in der Regel um die vier Prozent). Der monatliche Beitrag liegt dabei ab etwa 15 Euro aufwärts. Vergleichen lohnt sich, denn nicht bei allen Gesellschaften gibt es die gleichen Zinsen beziehungsweise Auszahlungssummen, außerdem werden bei vorzeitiger Auszahlung unterschiedliche Gebühren fällig. In der Regel ist das Bausparen aber wirklich für die Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung gedacht – hierfür kann der Bausparer, wenn er etwa die Hälfte der vereinbarten Bausparsumme angespart hat, die andere Hälfte als günstiges Darlehen bekommen. Durch eine Wohnungsbauprämie und andere staatliche Förderungsmöglichkeiten wird das Bausparen noch attraktiver. Wer das Geld nicht für eine wohnwirtschaftliche Nutzung verwenden will, kann sich das Ersparte inklusive der Zinsen nach der festgelegten Laufzeit Auszahlen lassen. Genau wie bei allen anderen Geldanlagen ist hier eine individuelle Beratung und der Vergleich mehrerer Angebote Pflicht.

Kröten auf der Überholspur!
Wesentlich rasanter geht es da im Aktiengeschäft zu. Wer sein Geld in Aktien, also an der Börse in Anteile einer Firma, investiert, kann viel gewinnen, aber auch viel verlieren. Risikobereitschaft ist bei dieser Form der Geldanlage eine Grundvoraussetzung. Grundsätzlich ist schnelles Geld mit Aktien nur in den seltensten Fällen zu machen, da sich Trends am Aktienmarkt nur langfristig beurteilen lassen. Ein Interesse für die Börse gehört dazu, schließlich musst du selbst entscheiden, in welche Aktien du investieren willst, falls du dein Geld auf diese Weise vermehren willst.
Ein bisschen anders ist es mit Investmentfonds. Hier verwaltet eine Gesellschaft das Geld vieler Anleger zusammen und kann somit viel Kapital investieren. Damit sind hohe Gewinne, aber eben auch hohe Verluste möglich. Verluste sind hier allerdings unwahrscheinlicher als bei einzelnen Aktienpaketen, da der Investmentfond in Aktien vieler unterschiedlicher Unternehmen investiert. Dafür kannst du nicht selbst entscheiden, in welche Aktien dein Geld investiert wird. Geldinstitute, bei denen du Wertpapiere ersteht, sollten eigentlich über die Risiken der Aktienanlage aufklären – sie tun es aber in den seltensten Fällen, wie kürzlich eine Studie der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ergeben hat.

Kröten per Post?
Sie heißen zwar Spar- und Bundesschatzbriefe, aber mit normalen Postbriefen haben diese Briefe nichts zu tun. Trotzdem kommen mit einem Spar- oder Bundesschatzbrief jede Menge Kröten zu dir geflogen. Bundesschatzbriefe sind Wertpapiere, die inzwischen direkt von der Bundeswertpapierverwaltung ( www.bwpv.de, ehemals Bundesschuldenverwaltung) verkauft werden (ab circa 50 Euro). Dabei gibt es zwei Typen: Typ A hat eine Laufzeit von mindestens sechs Jahren. Das Geld für die Zinsen bekommst du allerdings jedes Jahr ausgezahlt. Bei Typ B werden die Zinsen bei mindestens siebenjähriger Laufzeit gebündelt und so bekommt man im Laufe der Jahre auch den Zinseszins, also die Zinsen der Zinsen, gut geschrieben. Der Zinssatz bei Bundesschatzbriefen liegt bei etwa vier bis fünf Prozent. Die Geldanlage ist sehr sicher, schließlich ist dies ein Vertrag mit der Bundesregierung (Keine Panik, du bekommst dein Geld, egal wie pleite der Staat ist). Sparbriefe sind ähnlich den Bundesschatzbriefen, nur dass sie direkt von Banken ausgegeben werden. Hier sollte man die Angebote vergleichen, bevor man sich für eins entscheidet.

Kröten mit Zukunftsblick
Auch wenn man noch nicht ans Alter denken mag – je früher man anfängt, desto weniger muss man sich später Sorgen machen! Und wer noch in diesem Jahr eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, kann ordentlich Steuern sparen. Wer ab Januar 2005 eine Lebens- oder Rentenversicherung abschließt, muss die Summe bei der Auszahlung versteuern. Aber wehe, wenn du vor Eintritt ins Rentenalter an dein Geld willst – dann machst du hohe Verluste. Auch hier gilt: Vergleichen, Beraten, Entscheiden. Vertreter versprechen viel, doch nur wer sich sein eigenes Bild macht, kann sich für die persönlich beste Lösung entscheiden.

Krötenalarm!
Schön und gut, denkst du dir jetzt vielleicht, du kannst aber nicht viel Geld sparen? Dann lass dich bei einer oder besser mehreren Banken beraten, was du tun kannst. Wer sein Geld stets auf den Kopf haut, steht irgendwann nicht nur mit leeren Taschen da, sondern wird sich auch nie eine größere Anschaffung leisten können. In Gesprächen kannst du außerdem herausfinden, welche unterschiedlichen Sparprogramme noch von den Banken angeboten werden. Da gibt es beispielsweise Gewinnsparen, Prämiensparen und viele weitere Anlageformen, die sich von Bank zu Bank unterscheiden. Generell gilt: Kleinvieh macht auch Mist – wer früh anfängt, kleine Beträge zu sparen, beispielsweise in Form von Bundesschatzbriefen oder eines Bausparvertrages, ist auf der sicheren Seite und kann irgendwann eine ordentliche Rente einkassieren oder sich schon früher einen Traum erfüllen.

[TK]

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