Der Fahrrad-Check

Sicher radeln

published: 06.09.2005

Vor einer Fahrradtour sollten man sein Rad gründlich durchchecken (Foto: TK) Vor einer Fahrradtour sollten man sein Rad gründlich durchchecken (Foto: TK)

Startklar
Sommerzeit = Fahrradzeit. Endlich scheint die Sonne und du kannst dich wieder sorgenlos aufs Rad schwingen und losdüsen, dich mit Freunden an der frischen Luft aufhalten und gleichzeitig aktiv sein! Aber einige Dinge solltest du schon überprüfen, bevor die Radtour los geht, denn weißt du überhaupt, wie sicher dein Drahtesel nach seinem langen Winterschlaf ist? Scoolz hilft dir bei der Radkontrolle. Schließlich steht dem gesunden Fahrvergnügen erst nach einem Rundum-Check von Rad und Helm nichts mehr im Wege.

Übrigens: Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) sind nur verkehrssichere Fahrräder im Straßenverkehr zugelassen. Wer das vergisst, riskiert nicht nur ein Verwarnungsgeld, sondern auch seine eigene Sicherheit.

Die Checkliste
Reifen: Beim Luftdruck gibt es kein Patentrezept. Ein hoher Druck sorgt für leichteres Fahren und schont das Rad. Breitere Reifen dürfen aber auch mit etwas weniger Druck bequem gefahren werden. Reifen, die feine Risse haben oder kein Profil mehr, müssen gewechselt werden. Wichtig ist es, dass die Radmuttern fest angezogen sind und die Räder mittig und gleichmäßig laufen.
Speichen: Kontrolliere, ob die einzelnen Speichen fest, beschädigt oder verrostet sind.
Sattel: Dein Sattel hat die richtige Höhe, wenn du mit beiden Füßen noch den Boden berühren kannst. Er sollte waagerecht bis leicht nach vorne geneigt sein. Das ist optimal für die richtige Durchblutung.
Bremsen: Die Bremsklötze müssen ausreichend dick, die Bremshebel gut greifbar und die Seilzüge leichtgängig sein. Denke daran, die Bremsklötze zu wechseln, wenn diese ungleichmäßig abgerieben sind oder kein Profil mehr zeigen. Das belastete Rad, darf sich bei gezogenen Bremshebeln aus dem Stand nicht schieben lassen.
Klingel: Pflicht ist „eine hell tönende Glocke zum Abgeben von Warnzeichen“. Ist deine vielleicht schon eingerostet?
Beleuchtung: Vorgeschrieben sind Beleuchtungen nach vorne und hinten sowie Rückstrahler (weiße vorne, gelbe bei den Speichen und Pedalen, rote hinten). Dein Scheinwerfer sollte unbedingt eine Halogenlampe haben, das Rücklicht sollte mit LED-Leuchten betrieben werden, die sind super hell und können nicht durchbrennen. Mit einer Standlichtautomatik leuchtet das Rücklicht beim Halt an der Kreuzung noch eine Weile nach.
Kette, Schaltung: Sind die Glieder der Kette zu straff oder zu lose gespannt? Okay ist etwa ein Zentimeter Spiel. Zum regelmäßigen Schmieren von Kette und Schaltung gibt es umweltschonendes Bio-Öl, etwa auf Raps-Basis. Eine stark verschmutzte Kette solltest du abmontieren und im Kaltreinigerbad aus dem Fachhandel einweichen.
Lenker: Der Lenker muss richtig sitzen und darf kein Spiel haben. Ziehe zum Prüfen die vordere Bremse fest an und bewege das Rad vor und zurück. Spürst du ein Knacken im Lenker, muss das Lager nachgestellt werden.
Lose Teile: Sind Schutzbleche, Gepäckträger und Kettenabdeckung noch fest angeschraubt? Sind Lenker und Sattel fest montiert? Achtung: Eine nicht richtig festgezogene Schnellspann-Vorrichtung von Vorder- und Hinterrad, oder zum Sattelverstellen, führt oft zu Stürzen!

Nicht ohne Helm
Moderne Helme sind ultraleicht und haben Luftschlitze, damit man nicht schwitzt. Wähle doch gleich einen knallbunten, dann sieht man dich umso besser. Achte unbedingt darauf, dass dein Helm richtig sitzt. Bei geschlossenem Kinnriemen darf der Helm nicht verrutschen, er darf auf keinen Fall drücken. Achte beim Kauf auf die CE-Sicherheitsplakette. Nach einem Sturz muss der Helm, auch wenn er keine sichtbaren Schäden hat, ausgetauscht werden.

Info: Das Risiko einer Kopfverletzung kann mit einem Helm um 80 Prozent verringert werden.

Schlau gegen Fahrradklau
Um lange Freude an deinem superneuen Rad zu haben, solltest du es gegen Diebstahl optimal schützen. Schließe dein Rad immer an – auch wenn du nur kurz in ein Geschäft springst. Schließe den Rahmen stets mit einem festen Gegenstand, einer Laterne, einem Zaun oder einem Fahrradständer zusammen (nie nur das Vorderrad – so wird dein Zweirad schnell zu einem Einrad ohne Rahmen!). Den besten Schutz bieten hochwertige Bügelschlösser aus spezial gehärteten Stahlbügeln, die auch dem Bolzenschneider standhalten. Auch Panzerkabel- und Kettenschlösser schrecken Diebe ab.

Rat: Achte beim Schlosskauf auf das VdS-Zeichen, ein Gütesiegel der deutschen Versicherungswirtschaft.

Zusatz-Sicherung
Ein hochwertiges Rad sollte man vom Fahrradclub, bei Sonderaktionen der Polizei oder beim Händler codieren lassen. Dabei wird deine Adresse in verschlüsselter Form in den Rahmen geprägt. Oder du setzt auf den Bike-Finder. Das ist ein Chip mit einer Codenummer, der diebstahlsicher am Rahmen befestigt wird. Die Codenummer ist in einer Datenbank hinterlegt. Beim Radklau kann damit jederzeit der Eigentümer ermittelt werden.

Outfit-Tipp
Bei längeren Touren ist es sinnvoll, ein leichtes Regencape einzustecken. Bei weiten Röcken und Hosen ist Vorsicht angesagt: Sie können leicht in Kette oder Speichen geraten. Feste Schuhe sind extrem wichtig. Mit Flip-Flops aufs Rad zu steigen, kann mit der Nase im Gras enden.In die Satteltasche nur noch Flickzeug und eine Grundausrüstung an Werkzeug für unterwegs einpacken, dann kann’s losgehen.

[TK]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung