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Skigymnastik

Ab in den Winter

published: 06.09.2005

Skigymnastik ist eine Trainingsform, die den Körper bestens auf die Belastungen des Wintersports vorbereitet.  (Foto: TK) Skigymnastik ist eine Trainingsform, die den Körper bestens auf die Belastungen des Wintersports vorbereitet. (Foto: TK)

Auf die Piste, fertig, los!
Wenn die Tage kürzer werden, die Temperaturen sinken und das trübe Winterwetter so gar nicht dazu einlädt die gemütliche Wohnzimmercouch zu verlassen, geht der Spaß für Wintersportler erst richtig los: Klirrende Kälte, Pulverschnee und strahlende Sonne versprechen das ultimative Wintererlebnis für Pistenkönige und die, die es noch werden wollen. Doch falsche Ausrüstung und mangelndes Training lassen den Traum schnell im Krankenhaus enden, denn die wenigsten machen sich Gedanken darüber, dass Skifahren auch Risiken mit sich bringt. Um möglichen Unfällen und Verletzungen vorzubeugen ist es ratsam, sich auch physisch optimal auf den bevorstehenden Urlaub vorzubereiten. Skigymnastik ist die beste Form des Trockentrainings, das nicht nur Wintersportler fit für den Winter macht, sondern auch notorischen Couchpotatoes den Winter-Blues austreibt.

Beweglich durch den Winter
Skigymnastik ist eine Trainingsform, die den Körper bestens auf die Belastungen des Wintersports vorbereitet.
Da viele Anforderungen wie Kraft-, Ausdauer- und Beweglichkeitsbeanspruchung im Alltag nicht vergleichbar vorkommen, ist es wichtig, die physische Befindlichkeit auf die zu erwartenden Herausforderungen einzustellen. Die aus gezieltem Training resultierende Leistungsfähigkeit verringert automatisch das Verletzungsrisiko und verspricht so auch mehr Freude am Wintersport. Was die Skigymnastik aus der Masse an Trainingsangeboten positiv hervorhebt, ist die Kombination der Übungen für Kondition, Kraft und Koordination. Fähigkeiten, die auf der Piste ständig gefordert sind und die durch den Imitationsteil der Skigymnastik angeeignet werden. Eine ausgewogene Trainingseinheit besteht aus Krafttraining, Gleichgewichts- und Geschicklichkeitsübungen sowie dem schon angesprochenen Simulationsteil. Eine bessere Kondition kann zudem durch ein erweitertes Zirkeltraining erreicht werden.
Besonders Aufwärmübungen sind Pflicht, da die Muskeln durch die niedrigen Temperaturen im Winter oft ausgekühlt sind und somit erst wieder richtig durchblutet werden müssen, um einer derartigen Belastung standhalten zu können. Wichtig ist außerdem genügend Bewegung, die für eine bessere Sauerstoffversorgung sorgt, den Stoffwechsel anregt und Herz und Kreislauf trainiert. Da die Devise „Besser vorzubeugen als zu heilen“ lautet, ist es sowieso sinnvoll, sich das ganze Jahr über fit zu halten. Wer dies nicht tut, dem sollte bewusst sein, dass seine Muskeln den enormen Strapazen nicht unbedingt gewachsen sind und spätestens drei Monate vor dem Wintersporturlaub mit dem Training beginnen.

Um Muskel-Probleme zu vermeiden ist es wichtig zu wissen, welche Muskeln überwiegend beansprucht werden und wie diese durch Skigymnastik gestärkt werden können.

Zu Hause trainieren
Die allgemeine Aufwärmphase kann mit gängigen Laufspielen oder Aerobic begonnen werden, wobei durch leichtes Laufen zuerst die Muskulatur gelockert wird. Durch Dehnübungen werden verkrampfte Muskeln wieder elastisch und zudem die allgemeine Beweglichkeit gesteigert.
Die darauf folgende Trainingseinheit widmet sich Ausdauer und Kraft und bereitet durch Reaktionsübungen auf die Bewegungsabläufe des Skifahrens vor. Ausdauerdefizite können durch kontinuierliches Joggen, Radfahren oder Schwimmen mit etwas Willenskraft und Durchhaltevermögen relativ schnell ausgeglichen werden, so dass mit den Kraftübungen die nächste Phase der Vorbereitung beginnen kann. Wer sich nicht für teures Geld im Fitnessstudio quälen möchte, kann seine Muskulatur auch zu Hause mit einfachen Übungen trainieren. Kniebeugen, Sit-Ups und Liegestützen sind auch bei der Skigymnastik gängige Mittel, um müde Muskeln wieder munter zu machen. Spezifischere Aufgaben sind Hock-Streck-Sprünge, sowie das Radfahren auf dem Rücken liegend. Hierbei werden Arm-, Bein-, Bauch- und Rückenmuskeln, also alle beim Wintersport beanspruchten Muskelbereiche, optimal gestärkt.
Mittelpunkt des Trainingsprogramms sind natürlich die Imitations- und Simulationsübungen, bei denen bestimmte Bewegungen und Haltungen des Skifahrens nachgeahmt werden.
Sprungkraft und Gleichgewichtssinn werden beispielsweise durch das so genannte Wedelhüpfen gekräftigt, wobei mit geschlossenen Beinen wechselseitig von links nach rechts gesprungen wird. Durch das abwechselnde Anhocken und Strecken aus der Liegestützposition heraus werden Arm- und Schultermuskulatur verbessert, während mit zusätzlichen Strecksprüngen noch einmal die Sprungkraft gestärkt werden kann.
Am Abschluss jeder Trainingseinheit sollte eine Dehnphase stehen, die dazu beiträgt, dass die Gelenke und Bänder gefestigt werden und somit den späteren Belastungen standhalten können.

Iss dich fit!
Doch mit Skigymnastik allein ist es aus ärztlicher Sicht noch nicht getan. Ein wichtiger Bestandteil des Trainings ist nämlich auch die vollwertige Ernährung, die eine permanente Grundlage für den gesunden Körper bildet. Besonders im Winter ist der Körper auf eine ausreichende Vitamin- und Eiweißversorgung angewiesen, um so das Immunsystem stärken zu können. Witterungsbedingten Erkältungen kann mit frischem Obst oder Gemüse, Kohl- und Rübensorten und eiweißreichen Nahrungsmitteln wie Kartoffeln oder Bohnen die Stirn geboten werden.
Zudem ist gerade in den Bergen das Trinken besonders wichtig, da der Körper in den enormen Höhenlagen mehr Flüssigkeit benötigt. Drei bis vier Liter Flüssigkeit am Tag sollten es mindestens sein.
Wer sich abends gern noch auf Après-Ski-Partys vergnügt, sollte trotzdem ausgeschlafen in den nächsten Tag starten, denn körperliche Übermüdung ist beim Wintersport unbedingt zu vermeiden, da jeder kleinste Fehler schwere Folgen haben kann. Vor allem, wenn man das ganze Jahr über sportliche Aktivitäten eher gemieden hat, muss darauf geachtet werden, dass das Aktivitätsniveau erst langsam wieder dem individuellen Trainingsstand entsprechend gesteigert wird und man sich nicht selbst überfordert.

[TK]

Links

www.ski-online.de

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