Gesunde Füße

So sexy können Füße sein

published: 06.09.2005

Millionen Füße werden in Deutschland nicht artgerecht gehalten und fristen ein vermummtes Dasein in Söckchen und Strümpfen (Foto: Antonio Guillem/shutterstock.com) Millionen Füße werden in Deutschland nicht artgerecht gehalten und fristen ein vermummtes Dasein in Söckchen und Strümpfen (Foto: Antonio Guillem/shutterstock.com)

Zeig her deine Füße!
Der Sommer hat es wieder ans Tageslicht gebracht: Millionen Füße werden in Deutschland nicht artgerecht gehalten und fristen ein vermummtes Dasein in Söckchen und Strümpfen. Scoolz fordert: Mehr Pflege für Füße – die beste Zeit um damit zu beginnen, ist der Anfang des Herbstes, damit die Gehwerkzeuge den Winter einwandfrei überstehen und im nächsten Sommer als Aushängeschild in Sandalen und Flip Flops zu bewundern sind.

Gepflegt läuft’s sich besser
Sie haben wirklich nicht leicht zu tragen und umrunden in einem Leben etwa vier Mal die Erde und legen dabei im Schnitt etwa 260 Millionen Schritte zurück. Trotzdem wird ihnen nur wenig Aufmerksamkeit zuteil. 36 Prozent der deutschen Mädels und 42 Prozent der männlichen Fraktion kümmern sich seltener als einmal im Monat um ihre Füße. Dabei sollte man im besten Falle einmal in der Woche ein kleines Fußpflegeprogramm betreiben – unsere Füßchen haben es verdient!

Am Anfang steht das Bad!
Am Anfang einer jeden Fußpflege-Session steht das Fußbad. Es kann nicht nur müde Füße wieder munter machen, sondern weicht auch die Hornhaut auf, die sich danach ganz leicht mit einem Bimsstein entfernen lässt. Die ideale Temperatur für ein Fußbad beträgt 37 Grad Celsius, wohltuende Zutaten wie Mandelöl (pflegt trockene Haut streichelzart), Teebaumöl (macht Schweißfüßen den Garaus) oder Lemongras (wirkt belebend) machen aus einem simplen Fußbad ein echtes Wellness-Erlebnis. Es genügen schon ein paar Tropfen, die du am Besten mit etwa 50 Gramm Meersalz vermengst. Models packen sogar eine Aspirintablette ins Wasser, da die Wirkstoffe angeblich gegen hartnäckige Hornhaut helfen.

Aua, bitte keinen Hobel!
Hornhaut ist gesund und erfüllt eine wichtige Schutzfunktion für unsere Haut. Da sie aber nicht gerade schön aussieht und zuviel des Guten nie wünschenswert ist, sollte man allzu hartnäckige Verhornungen entfernen. Wenn die Haut durch ein Fußbad aufgeweicht ist, geht dies besonders gut. Im Idealfall rückt man Hornhaut mit einem Bimsstein zuleibe und arbeitet ganz vorsichtig. Von gemeinen Hornhauthobeln, Scheren und anderen quälenden Instrumenten solltest du allerdings die Finger lassen. Außerdem sollte der Bimsstein regelmäßig mit einem Stahlschwamm gereinigt werden, damit die Poren nicht verstopft werden.

Nimm dem Pilz die Sporen!
Ärzte schätzen, dass fast jeder fünfte Deutsche ein Problem mit Fuß- oder Nagelpilz hat. Damit die fiesen kleinen Sporen keinen Nährboden mehr finden, sollte man folgende Maßnahmen ergreifen: Socken und, wenn möglich Stoff-Schuhe müssen bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden. Der alte Tipp, dass es hilft, die Schuhe ins Tiefkühlfach zu legen, ist nicht bewiesen. Lieber sollte man die Schuhe mit so genanntem sporozoidem Puder aus der Apotheke behandeln, denn nur so ist gewährleistet, dass wirklich alle Sporen vernichtet werden. Für die betroffenen Stellen sollte man immer ein eigenes Handtuch verwenden, das man nach jedem Benutzen gut wäscht. Die Nägel sollten möglichst kurz geschnitten und mit einer Anti-Pilzcreme eingecremt- oder mit einem speziellen Nagellack lackiert werden. Das Einölen der Nägel mit Jojoba- oder speziellem Nagelöl macht Pilzen ebenfalls den Garaus. Desinfizierende Fußduschen im Schwimmbad sollten Betroffene und Nichtbetroffene zur absoluten Tabu-Zone erklären – sie sind definitiv unhygienisch und zerstören den natürlichen Hautschutzmantel. Außerdem ist es ratsam, im Schwimmbad immer Badelatschen zu tragen, denn Pilze fühlen sich in dem feuchtwarmen Klima, das auf Böden, Bänken und Treppen herrscht, besonders wohl. Nach dem Abklingen der Beschwerden muss die Behandlung mit der Pilz-Creme noch einige Tage fortgeführt werden, damit der Pilz wirklich auf Nimmerwiedersehen verschwunden ist.
Wer dann immer noch Beschwerden hat, sollte sich von seinem
Hautarzt behandeln lassen.

Nagelmäßig schön!
Gepflegte Fußnägel gehören zur Fußpflege, wie der Ring an den Finger – ohne schöne Nägel gibt es auch keine schönen Füße. Deswegen sollte man sich angewöhnen, die Nagelhaut mit einem Rosenholzstäbchen regelmäßig nach dem Duschen zurück zu schieben. Die Nägel werden mit einer Feile in Form gebracht und allerhöchstens geclipst, aber niemals geschnitten. Außerdem sollte man aufpassen, dass man nicht zuviel von den Ecken wegnimmt, sonst drohen eingewachsene Nägel. Eine Polierfeile entfernt unschöne Rillen. Wer noch mag, verschönert seine Fußnägel abschließend mit einem glänzenden Lack.

Creme ahoi!
Die Haut an den Füßen ist besonders trocken und sollte deswegen regelmäßig – gerade auch nach einem Fußbad – eingecremt werden. Dabei kann man die Füße gleich ein bisschen massieren, die 72 0000 Nervenbahnen die an den Fußsohlen enden, werden es dir danken. Ein richtiges Pflege-Highlight: Ganz dick Creme oder Jojobaöl auf die Füße auftragen, Baumwollsöckchen überziehen und schlafen gehen. Du wirst mit samtweichen Füßen erwachen. Die Socken gehören danach natürlich in die Waschmaschine.

Bewegte Zehen!
Bereits 80 Prozent der deutschen Jugendlichen leiden unter verformten Zehen. Das müsste nicht sein, wenn man auf gutes Schuhwerk achtet, öfter mal die Absatzhöhe wechselt und regelmäßig Fußgymnastik macht. Die kann beispielsweise so aussehen: Die Füße nach rechts und links kreisen lassen und mit den Zehen einen Gegenstand vom Boden, beispielsweise einen Korken, aufheben. Auch spezielle Massageroller und Igelbälle helfen, Füße und Zehen auf Trab zu halten.

Schweißfüße und Hühneraugen adé!
Hühneraugen entstehen durch zu enge Schuhe – du hast es also selbst in der Hand bzw. am Fuß, ob du Hühneraugen bekommst oder nicht. Hat sich doch mal ein schmerzhaftes Mal breit gemacht, hilft es, ein Fußbad zu nehmen und das Hühnerauge ganz vorsichtig mit einem Bimsstein zu bearbeiten. Bei allzu hartnäckigen und schmerzhaften Hühneraugen muss auch schon mal der Arzt ran. Schweißfüße sind eine muffige Angelegenheit und viele versuchen, die stinkenden Mauken mit Deosprays, Fußpuder und anderen speziellen Cremes zu bekämpfen. Diese sind aber nicht immer zu empfehlen – Ökotest hat in vielen Fußcremes Allergie auslösende und andere bedenkliche Stoffe gefunden. Da ist es viel besser, den Schweißfüßen mit natürlichen Mitteln zu Leibe zu rücken: Wer gern barfuß läuft, auf Lederschuhe achtet und zwei Mal täglich seine Schuhe wechselt, beugt Schweißfüßen vor. In ganz extremen Fällen sollte man seinen Hausarzt um Rat bitten.

Abtrocknen bitte!
Und noch ein guter Rat zum Schluss: Die Füße immer gut abtrocknen, gerade auch zwischen den Zehen. Dann haben Fußpilz, Bakterien und müffelnde Gerüche keine Chance. Die Füße haben ein kleines Pflegeprogramm wirklich verdient – damit du auch morgen noch kraftvoll auftreten kannst!

[TK]

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung