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Haarausfall

Was tun bei Haarausfall?

published: 06.09.2005

Was tun bei Haarausfall? (Foto: indigolotos/shutterstock.com) Was tun bei Haarausfall? (Foto: indigolotos/shutterstock.com)

"Der liebe Gott ist ungerecht: Wenn wir Männer alt werden, nimmt er uns die Haare vom Kopf und steckt sie uns in die Ohren und die Nase". An dieser Lebensweisheit ist durchaus etwas dran. Nur: So manch einer muss sich mit dem Thema Haarausfall schon vor dem hohen Alter beschäftigen - Fußballkünstler Zinedine Zidane etwa. Der sportliche Feinmotoriker ist zwar mit einem unglaublichen Talent gesegnet, dafür haben die Gene aber bei der Haarpracht gespart. Oder Stefan-Raab-Talent Maximilian Mutzke: Kaum 22 Jahre alt, hat auch er schon mit der Problematik zu tun.
Haarausfall ist übrigens ein Thema, das in erster Linie Männer angeht. Bei Frauen kommt es, wenn überhaupt, erst im hohen Alter zu genetisch bedingtem Haarausfall.


Wozu sind Haare gut?
Der Sinn der Haare ist aus medizinischer Sicht nicht ganz geklärt. Der Kopfbewuchs könnte als Sinnesorgan dienen: Haare im Gehörgang machen uns z.B. auf das Eindringen von Insekten aufmerksam und das Kopfhaar schützt vor Sonnenstrahlen. Haare insgesamt isolieren ausgezeichnet gegen Wärmestrahlen.

Warum fallen Haare aus?
Dass bei der Morgentoilette ein paar Haare in Kamm oder Bürste stecken bleiben, kennt fast jeder. Oft genug begegnet man auch dem sprichwörtlichen Haar in der Suppe. Aber hat der Ober deshalb gleich Haarausfall? Jeden Tag wird ein Teil unserer Haare - übrigens zwischen 100.000 und 150.000 pro Kopf - erneuert. Wie die Zellen der Haut bilden sich auch die Haare immer wieder neu: Nach spätestens sechs Jahren fällt jedes Haar aus und macht einem neuen Platz. So verliert der Mensch bis zu 100 Haare pro Tag. Sind es mehr, spricht man von Haarausfall. Neben Krankheiten können auch Umweltfaktoren oder Mangelerscheinungen - beispielsweise in Folge einer Diät - Einfluss auf den Haarwuchs ausüben. Bei Mädchen kann es in der postpubertären Phase im Alter zwischen 16 und 20 Jahren dazu kommen. Auch nach einer Geburt kann Haarausfall entstehen.
Die weitaus häufigste Form des Haarausfalls ist allerdings der genetisch bedingte.

Warum lassen nur Männern Haare?
Die Haarwurzel reagiert überempfindlich auf männliche Geschlechtshormone. Sie bildet sich zurück, das Haar wächst nicht mehr und fällt aus. Die gute Nachricht für Männer mit Glatze: Sie verfügen demnach über reichlich männliche Geschlechts-Hormone. Die schlechte Nachricht: Es gibt keine Heilung. Zwar bietet der Markt eine Vielzahl von Wässerchen, Tinkturen und Pillen - meist mit hohen Versprechungen und noch höheren Preisen. Aber Vorsicht: Es gibt kein (medizinisches) Patentrezept! Noch ist gegen genetisch bedingten Haarausfall kein Kraut gewachsen.

Wie vorbeugen?
Man(n) kann doch einiges tun, um dem Kahlschlag ein wenig vorzubeugen - zum Beispiel durch die Ernährung: ”In den meisten Fällen ist Haarausfall genetisch bedingt, doch kann man mit der richtigen Ernährung mit reichlich Zink, Biotin und Folsäure (enthalten in Vollkorn- und Milchprodukten, Obst, sowie Gemüse) eine Menge dafür tun, dass einem möglichst lange Zeit schöne Haare erhalten bleiben", berichtet Katrin Raschke, Diplom-Ökotrophologin beim Deutschen Institut für Ernährungsmedizin und Diätik in Bad Aachen. Die wahrscheinlich größte Bedeutung bei der Bekämpfung des Haarausfalls kommt dem Spurenelement Zink zu. Zink ist an der Bildung von Keratin beteiligt. Keratin ist der Hauptbestandteil von Haut, Haaren und Nägeln und fördert die Zellteilung, welche ein Haarwachstum überhaupt erst möglich macht. Außerdem spielt Zink bei der Bildung von Kollagen eine wichtige Rolle. Das Bindegewebe Kollagen hält das Haar in der Haut. Zink ist als Nahrungs-Ergänzungsmittel in jeder Apotheke erhältlich.

Haar-Transplantationen – Rettung oder rausgeworfenes Geld?
Wenn die Vorbeugung zu spät kommt und die Glatzenbildung schon fortgeschritten ist, hilft nur noch eine Haartransplantation. Da über zwölf Millionen Deutsche an Haarausfall leiden, wundert es nicht, dass die Haartransplantation zum zweitbeliebtesten schönheitschirurgischen Eingriff bei Männern avanciert ist. Überboten wird sie nur von der Fettabsaugung.
Die Schönheitschirurgie kennt den genetisch festgelegten Verlaufsplan des Haarausfalls und macht sich dieses Wissen zu Nutze. Denn die Haare verschwinden im Normalfall in folgender Reihenfolge: Zuerst entstehen ”Geheimratsecken", dann ist der Haaransatz betroffen, danach der Oberkopf und dann der Tonsurbereich auf dem Hinterkopf. Andere Haarpartien wie Barthaare, Körperhaare und der Haarkranz am Hinterkopf sind in der Regel nicht betroffen.

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