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Bleib gesund!

Impfschutz

published: 06.06.2006

Wenn es ums Impfen geht, sind viele unsicher (Foto: TK) Wenn es ums Impfen geht, sind viele unsicher (Foto: TK)

Kleiner Pieks – große Wirkung
Welche Impfungen sind wichtig, welche nicht? Wenn es ums Impfen geht, sind viele unsicher. Denn die Infos über Nutzen und Risiken sind oft widersprüchlich. Seit 1982 gibt es in Deutschland keine Impfpflicht mehr. Deine Eltern entscheiden, gegen welche Krankheiten du als Kind geimpft wirst. Die Deutschen sind leider etwas impfmüde. In Skandinavien und den USA beispielsweise sind die Impfraten deutlich höher als bei uns. Niemand kann deinen Eltern und dir die Entscheidung für oder gegen einzelne Impfungen abnehmen. Aber eine Impfung hilft nicht nur, dich gegen gefährliche Krankheiten zu schützen: Sobald ein genügend großer Anteil der Bevölkerung geimpft ist, reißt eine Infektionskette ab, und die Krankheit kann sich nicht weiter ausbreiten. Du solltest dich also gut informieren.

Kein Kinderkram
Impfungen werden für Erkrankungen durchgeführt, die ohne Impfung tödlich oder mit schwerwiegenden Folgen ablaufen können. Wundstarrkrampf, Diphtherie, Polio und Keuchhusten kann man in jedem Lebensalter bekommen. Trotz moderner Medizin können diese Krankheiten lebensbedrohlich sein. Masern, Röteln und Mumps werden häufig „Kinderkrankheiten“ genannt, sind jedoch alles andere als harmloser Kinderkram. Mumps ist die häufigste, nicht angeborene Ursache dafür, dass Kinder und Jugendliche taub werden. Wird ein Kind im Mutterleib mit Röteln infiziert, können Augen, Ohren, Herz und Gehirn missgebildet sein; schlimmstenfalls kann die Infektion für den Fötus tödlich enden. Auch als Jugendlicher oder Erwachsener kannst du noch an Röteln erkranken, und je älter du bist, desto schwerer verläuft die Krankheit.

Wie wirkt die Impfung?
Ziel der Impfung ist es, deinen Organismus gegen tödliche Krankheitserreger immun zu machen. Ganz simpel: Der Impfstoff enthält abgeschwächte Viren, die nicht krank machen. Der Impfstoff kommt in deinen Körper: entweder über eine Spritze (seit 1998 empfiehlt die „Ständige Impfkommission“ die Polio-Impfung nur noch per Injektion), er kann aber auch geschluckt oder – ganz neu – als Spray eingeatmet werden (z.B. bei Masern). Es werden Antikörper gebildet, ohne dass die Krankheit ausbricht. Gedächtniszellen beginnen sofort mit der Bildung von Antikörpern, sobald du dich später ernsthaft mit demselben Erreger ansteckst.

Es ist nie zu spät
Eltern wird geraten, ihre Kinder gegen zehn verschiedene Krankheiten impfen zu lassen. Damit du zuverlässig gegen eine Krankheit geschützt bist, musst du oft mehrmals geimpft werden. Zunächst erhältst du eine Grundimmunisierung, die - falls nötig - regelmäßig mit einer einzelnen Impfung wieder aufgefrischt wird. Eine einmal begonnene Grundimmunisierung kannst du auch noch nach Jahren, auch als Erwachsener, vervollständigen. Wichtig ist es nur, die zeitlichen Mindestabstände zwischen den einzelnen Impfungen einzuhalten. Und: Wenn nicht mehr genau feststeht, ob und wann du geimpft wurdest – zusätzliche Impfungen schaden nicht.Damit du dich perfekt schützen kannst und nicht den Überblick verlierst, sollten alle Impfungen in deinem Impfpass vermerkt werden. Falls du noch keinen solchen Pass hast, hilft dir dein Hausarzt weiter.

Nebenwirkungen und Impfschäden
Leichte Impfreaktionen können Schwellungen an der Impfstelle, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit, leichtes Fieber, Erbrechen, Durchfall oder leichter Hautausschlag sein. Diese klingen aber schnell wieder ab. Leider sind schwerwiegende Folgen, die bleibende Schäden hinterlassen können, möglich – auch wenn sie außerordentlich selten sind. Das höhere Risiko geht man jedoch ein, wenn ein Kind nicht geimpft wird. Und Dank der ständigen Verbesserung der Impfstoffe sinkt die Zahl der Impfschäden ständig.

Einige Krankheiten, gegen die es Impfstoffe gibt:DiphtherieFSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) – durch Zecken übertragenHepatitis A und BGrippeKeuchhustenKinderlähmung (Polio)MasernMumpsPockenRötelnTollwutTuberkuloseWindpockenWundstarrkrampf (Tetanus)

Sicher unterwegs
Dein exotischer Urlaub ist gebucht – jetzt fehlt nur noch der Schutz gegen tückische Krankheiten. Es gilt: Je entlegener dein Reiseziel und je individueller die Reise, umso intensiver muss deine Gesundheitsvorsorge sein. Cholera, Gelbfieber, Tollwut oder Typhus sind in einigen Ländern noch verbreitet. Reiseimpfungen musst du allerdings immer rechtzeitig planen. Mindestens vier Wochen vor einem Urlaub solltest du dich deshalb von deinem Arzt beraten lassen.

Impfung - wann nicht?
Bist du zum Termin der Impfung krank, muss diese verschoben werden. Nicht jedoch bei einem kleinen Schnupfen oder einer leichten Erkältung. Bei einer Allergie gegen Hühnereiweiß dürfen keine Impfstoffe verabreicht werden, die Hühnereiweiß enthalten. Grundsätzlich dürfen Schwangere nicht geimpft werden. In Ausnahmefällen entscheidet immer der Arzt.

Bestens geschützt
Wichtige Impfempfehlungen gibt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch Institut (RKI) in Berlin. Sie bewertet jedes Jahr neu, wie nützlich jede Impfung ist und vergleicht dies mit den möglichen Nebenwirkungen. Sie überarbeitet die Empfehlungen regelmäßig und veröffentlicht sie als „Allgemeine Impfempfehlungen“. Alle von der STIKO empfohlenen Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen.

Einen Impfplan mit den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) findest du immer aktuell auf der Seite des Robert Koch Institut: Robert Koch-Institut (RKI)

Viele weitere Infos zum Thema findest du bei der Techniker Krankenkasse!

[TK]

Links

Robert Koch-Institut (RKI)
Infos zur Reiseapotheke bei der Techniker Krankenkasse

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