Chat kannst du Freunde treffen, neue Bekanntschaften knüpfen oder einfach über deine Lieblingsthemen plaudern (Foto: Syda Productions/shutterstock.com)Für Zähneknirschen gibt es viele Gründe (Foto: Kalcutta/shutterstock.com)Die AOL-Arena in Hamburg ist ein Austragungsort der WM 2006 in Deutschland (Foto: Public Address)Das Projekt Green Goal liegt ihm sehr am Herzen – Franz Beckenbauer (Foto: Public Address)Setzt auf Hamburgs Flair – Uwe Seeler (Foto: Public Address)Kam zur Eröffnung des ersten WM-Shops – Jürgen Klinsmann  (Foto: Public Address)Bei der WM dabei - als Volunteer  (Foto: Public Address)

Tipps für gesunden Schlaf

Erholung leicht gemacht

published: 06.09.2005

Lesen kann vor dem Einschlafen beruhigen (Foto: TK) Lesen kann vor dem Einschlafen beruhigen (Foto: TK)

Wer denkt schon an den Schlaf?
Ob nun im Liegen oder im Sitzen, schnarchend, pfeifend oder ganz leise - du verschläfst rund ein Drittel deines Lebens. Wer beispielsweise 90 Jahre alt wird, verpennt rund 30 Jahre seines Lebens. Aber wer denkt schon ans Schlafen, wenn sich das Leben um Freunde, Partys, Schule, überhaupt um das Wachsein dreht? Dabei ist ausreichendes und gesundes Schlafen die Grundvoraussetzung dafür, dass man sich gut fühlt, dass man fit und leistungsfähig ist und gesund bleibt. Das moderne Leben ist mit mehr Hektik, Lärm und Stress verbunden als zur Jugendzeit unserer Großeltern. Deshalb wird auch die Ruhephase der Schlafregeneration immer wichtiger. Trotzdem steht Schlafen bei den meisten hinten an, und Schlafstörungen sind in unserer Gesellschaft ein weit verbreitetes Problem. Die Folgen: Man fühlt sich wie gerädert, schleppt sich durch den Tag und wird vielleicht in der Schulstunde plötzlich vom Lehrer geweckt. Den Erwachsenen geht es ähnlich. Nicht nur LKW-Fahrer, die unter Termindruck stehen, auch müde Autofahrer gehören zu den häufigsten Unfallverursachern.

Ohne geht es nicht
Warum müssen wir überhaupt schlafen? Niemand kann diese Frage eindeutig beantworten. Vielleicht hat die Natur dies im Laufe der Evolution so eingerichtet, um dunkle, inaktive Nachtzeiten zu überbrücken. Davon gehen jedenfalls einige Wissenschaftstheorien aus. Fest steht, dass alle Menschen und so gut wie alle Tiere schlafen müssen, um zu überleben. Stoffwechsel und Kreislauf verhalten sich im Schlaf anders als im Wachzustand. Das ist wichtig für die Gesundheit, denn der Körper verfügt im Schlaf über eine stärkere Abwehr gegen virale und bakterielle Infektionen. Deshalb ist es auch besonders wichtig, viel zu schlafen, wenn man krank ist.
Viele körperlichen Prozesse können nur im Schlaf anlaufen, wie beispielsweise das Löschen von überflüssigen Informationen im Gehirn und das Träumen zur Verarbeitung von Erlebnissen. Deine Träume von Klassenarbeiten, Freunden oder Stars haben also durchaus einen Sinn. Dabei geht es nicht nur darum, Erlebtes zu verarbeiten. Auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns hängt von ausreichend Schlaf ab, genauso wie das emotionale Befinden und die körperliche Leistungsfähigkeit. Bei Schlafmangel treten verstärkt Gedächtnislücken, Konzentrationsstörungen, Abgeschlagenheit usw. auf. Du brauchst also immer ausreichend Schlaf, um ausgeruht, frisch und voller Energie in den Tag zu starten. Das klingt wie ein Werbeslogan, stimmt aber, denn ohne Schlaf läuft der körpereigene Motor nicht. Das ist wie mit einem Brummkreisel, dem langsam die Puste ausgeht.

Was Napoleon und Albert Einstein trennt
Napoleon reichten fünf Stunden, um sich wieder hergestellt zu fühlen. Zehn Stunden brauchte hingegen Albert Einstein, um ausgeschlafen zu sein. Die durchschnittliche Schlafdauer eines Jugendlichen oder Erwachsenen liegt bei sieben bis acht Stunden. Es gibt aber auch Menschen, die mit nur fünf Stunden auskommen, und solche, die mindestens zehn Stunden brauchen, um am nächsten Tag erholt zu sein. Das ist individuell verschieden und sagt nichts über Leistungsfähigkeit aus, wie die prominenten Beispiele beweisen. Dein optimales Schlafmaß kannst du daran erkennen, ob du tagsüber auch bei längerer Tätigkeit im Sitzen konzentriert einer Tätigkeit nachgehen kannst, ohne schläfrig zu werden. Dabei musst du auch deinen Tagesrhythmus beachten - ein Mittagstief ist beispielsweise ganz normal. Aber wer sich schon nach zwei Schulstunden nach einem Nickerchen sehnt, obwohl der Unterricht gar nicht langweilig ist, hat die Nacht wohl zu kurz werden lassen. Die längste Zeit, die laut Guinnessbuch der Rekorde ein Mensch ohne Schlaf verbracht hat, betrug neunzehn Tage. Am Ende dieser ärztlich beobachteten Zeit, litt die Frau allerdings unter starken körperlichen und geistigen Störungen. Ein solcher Versuch ist also ganz und gar nicht zur Nachahmung empfohlen.

Dein Schlafzimmer
In deinem Schlafzimmer sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen? Schulbücher, Romane, Zeitschriften, Süßigkeiten, CDs und DVDs haben auf deiner Matratze Platz genommen? Gar nicht gut, vor allem, wenn du öfter schlecht schläfst. Wie es das Wort schon sagt, sollte ein ”Schlafzimmer” nur zum Schlafen da sein (na ja, mit einer Ausnahme vielleicht!). Ansonsten gilt: keine andersartigen Aktivitäten im Bett wie Fernsehen oder Essen, damit sich dein Körper darauf einstellt, dass im Bett geschlafen wird und sonst (fast) nichts.
Am Besten kannst du schlafen, wenn du dich rundherum wohl fühlst. Die Farben und Materialien der Wände und Möbel sollten dir gefallen und nicht zu bunt sein. Zu empfehlen sind Naturmaterialien und warme, sanfte Farben, die Geborgenheit vermitteln. Das kann beispielsweise ein zartes Blau oder ein helles Braun sein. Wichtig ist, dass du Dinge wie Fernseher, Computer, Stereoanlagen, Telefone, Handys und auch Elektrowecker so weit wie möglich von deinem Bett entfernst. Der Mindestabstand sollte einen Meter betragen. Alle diese Geräte verursachen den so genannten Elektrosmog – niederfrequente elektrische Magnetfelder - die sich auf deinen im Schlaf empfindlicheren Körper negativ auswirken und unter anderem zu Schlafstörungen führen. Wenn du absolut nicht auf den Fernseher direkt neben dem Bett verzichten kannst, dann gibt es nur eines: nachts den Stecker raus!
Dein Schlafraum sollte dunkel sein und die Temperatur nachts konstant bei ungefähr 17-19 Grad Celsius gehalten werden. Also nicht die Heizung „volle Pulle” aufdrehen, auch wenn es draußen kalt ist. Lüfte vor dem Schlafengehen noch einmal gut durch, damit deine Zellen über Nacht mit Sauerstoff versorgt werden.

Das ultimative Superbett
Wie gesagt, du verbringst in diesem Möbelstück ein Drittel deines Lebens. Also sollte daran nicht gespart werden. Dabei gibt es nicht das ultimative Superbett – ob nun mit weicher, harter oder Kaltschaummatratze, kurz über dem Boden oder in einigen Zentimetern Höhe - die Variationen von Materialien und Systemen kennt kaum Grenzen. Empfehlenswert sind auf jeden Fall natürliche, unbehandelte Materialien, keine Synthetikprodukte, Metalle oder Kunststoffe. Das Bettzeug sollte angenehm auf der Haut und atmungsaktiv sein, genauso wie das Inlet. Die Matratze kann hart oder weich sein, ganz wie du es magst. Du solltest nur darauf achten, dass auch bei einer Matratze die Luftzirkulation nicht durch Kunstfasern behindert wird. Und wer seine Matratze ganz stylish auf dem Boden deponiert, sollte sie regelmäßig aufstellen, sonst droht, gerade in schlecht gelüfteten Buden, Schimmelpilzgefahr. Eine gute Bettkonstruktion, das heißt Bettgestell, Lattenrost und Matratze, sollte immer den ganzen Körper stützen, besonders Kreuz und Taille, gleichzeitig aber dort nachgeben, wo sie besonders stark belastet wird, also an Schultern, Hüfte und Becken. Darüber hinaus sollte ein gesundes Bett weder zu stark nachfedern, noch schaukeln oder quietschen, und natürlich keine Kuhlen haben.

Die richtige Schlafposition
Rückenschläfer sind selbstbewusst und Bauchschläfer verträumt? Normalerweise veränderst du während des Schlafes ständig deine Haltung. Das ist auch wichtig, damit die gleichmäßige Blutzirkulation nicht verhindert wird. Aber wie du am besten einschlafen kannst, ist ganz dir überlassen und individuell vollkommen verschieden.
Im Schlaf erholt sich auch dein Rücken von der täglichen Belastung der aufrechten Haltung. Es ist ganz normal, dass tagsüber Rückenmarksflüssigkeit durch den Druck auf die Bandscheiben, die zwischen den Rückenwirbeln liegen, verdrängt wird. Nachts regenerieren sich die Bandscheiben und saugen wie ein Schwamm wieder nährstoffreiche Flüssigkeit auf. Das ist der Grund, weshalb wir morgens etwas größer sind als abends. Deshalb ist es auch so wichtig, dass sich die Wirbelsäule während des Schlafes in einer entspannten Position befindet.

[TK]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung