Jugendgesundheitsuntersuchung

Was ist eigentlich die J 1?

published: 04.04.2009

Jugendgesundheitsuntersuchung J 1 richtet sich an Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 14 Jahren (Foto: TK) Jugendgesundheitsuntersuchung J 1 richtet sich an Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 14 Jahren (Foto: TK)

Teenies und Jugendliche befinden sich im Vergleich zu anderen Altergruppen meistens in einer guten geistigen und körperlichen Verfassung. Trotzdem sind vielen Ärzten in den vergangenen Jahren immer häufiger Probleme wie Haltungsschäden, Essstörungen, Hautprobleme oder psychosoziale Defizite bei Jugendlichen aufgefallen. Seit 1998 bietet die TK daher für die Altersgruppe der 12- bis 14-Jährigen die Jugendgesundheitsuntersuchung J 1 an. Sie ist das letzte Glied in der Kette der Früherkennungsuntersuchungen. Die J 1 ist besonders empfehlenswert, da sie keine rein medizinische Untersuchung ist, sondern sich auch mit psychischen und psychosozialen Problemen der Jugendlichen befasst, die die Gesundheit bis ins Erwachsenenalter hinein erheblich beeinträchtigen können.

Wer führt die Untersuchung durch?
Falls du zwischen 12 und 14 Jahren alt bist, kannst du dich alleine oder im Beisein von Freunden oder Eltern von deinem Kinder-, Jugend, oder Hausarzt untersuchen lasen. Die Vorlage der Chipkarte genügt. Die Kosten der J 1 trägt die TK

Wie läuft die J 1?
Erst einmal erfasst dein Arzt/deine Ärztin alle wichtigen medizinischen Daten wie Gewicht, Größe, Entwicklungsstand, und Körperbau. Auch dein Bewegungsapparat sowie die Wirbelsäule, deine Extremitäten, die Herz- und Kreislauffunktion sowie die Atmung und die Funktion der Schilddrüse werden untersucht. Außerdem werden mögliche Risikofaktoren erörtert. Dazu gehören familiäre oder chronische Erkrankungen, Bewegungsmangel, Fehlernährung, Rauchen, Alkohol oder andere Drogen- und Infektionsrisiken, aber auch sexuell übertragbare Erkrankungen. Der Impfschutz wird im Rahmen der J 1 ebenfalls überprüft und ergänzt.

Warum ist die J 1 so wichtig?
Gerade im Hinblick auf die körperliche, geistige und soziale Entwicklung im Jugendalter bietet diese Vorsorge-Untersuchung viele Vorteile: Krankheiten und Störungen können rechtzeitig erkannt werden. Und jeder weiß: Je früher behandelt wird, desto größer sind die Heilungsaussichten.Außerdem ist die J 1 mehr als eine rein medizinische Untersuchung: Du kannst mit deinem Arzt/deiner Ärztin auch offen über eventuelle Probleme in der Schule, im Elternhaus oder im Freundeskreis sprechen und dir somit unverbindlichen Rat von einer unabhängigen Person einholen.

[TK]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung