Beauty-Tipp

Schöne Haare

published: 06.09.2005

Lange Haare brauchen viel Pflege (Foto: shutterstock.com/Nevada31) Lange Haare brauchen viel Pflege (Foto: shutterstock.com/Nevada31)

Zu strähnig, zu kraus, zu spröde – jeder hat etwas an seinen Haaren auszusetzen. Doch bevor du dir die Haare raufst oder sogar zur Schere greifst: Es gibt Mittelchen und Wege, für Topform auf dem Kopf zu sorgen. Mit ein bisschen Geduld und den richtigen Handgriffen ist eine schöne Mähne kein unerfüllbarer Traum mehr. Denn ob Spaghetti, Schnittlauch oder Pommes – für jedes Haar ist ein Kraut gewachsen.

Fettige Haare
Wenn du das Gefühl hast, deine Haare würden vor Fett triefen wie Pommes aus der Imbissbude, dann läuft die Fettproduktion deiner Kopfhaut vermutlich auf Hochtouren. So etwas kann auch durch zuviel Stress ausgelöst werden, also: Immer einen kühlen Kopf behalten! Wer jetzt verzweifelt alle paar Minuten unter die Dusche hüpft, tut seinen Haaren nämlich gar keinen Gefallen, sondern stresst die Kopfhaut nur noch mehr. Ganz normal jeden oder jeden zweiten Tag die Haare zu shampoonieren, reicht schon. Meistens genügt es, ein Kräutershampoo zu verwenden, denn ätherische Öle und Gerbstoffe (beispielsweise Rosmarin), reduzieren das Fett an der Kopfhaut. Solche Shampoos solltest du aber nur am Ansatz einmassieren, da die Inhaltstoffe deine Spitzen zu sehr austrocknen können. Ein kleiner Trost: Fettige Haare sind gesünder als zu trockene, da das Fett einen natürlichen Schutzfilm bildet – und nur gesundes Haar kann auch richtig schön aussehen.

Stroh auf dem Kopf und Spliss?
Wenn deine Haare wie Stroh auf dem Kopf sitzen und auch so widerspenstig sind, dann hat dein Haar Durst. Denn ohne genug Fett, Nährstoffe und Feuchtigkeit wird die Schuppenschicht deiner Haare porös, an Glanz ist dann sowieso nicht mehr zu denken. Trockene Haare sind meistens auch strapazierte Haare. Zunächst solltest du versuchen, deine Haare nicht zu oft zu waschen, damit das natürliche Haarfett sich um den Haarschaft legen kann. Zum anderen musst du auf die richtige Auswahl der Pflegeprodukte achten. Das Tolle ist, dass du so richtig schön in Cremes, Kuren und Lotionen schwelgen kannst: Alles was das Haar schützt und von außen mit Feuchtigkeit versorgt, ist gut. Auch eine auswaschbare Tönung ohne Ammoniak bringt das Haar zum Strahlen, weil sich die Farbpigmente schützend um die Haare legen. Schlecht sind dagegen Färbungen und Dauerwellen – Finger weg! Verzichten solltest du ebenfalls auf Haarspray und viele Stylingprodukte. Am Besten stylst du deine Mähne nur mit Haarwachs oder Feuchtigkeitsfluids. Eine Spülung ist ebenfalls gut für die Haare. In die Spitzen massierst du am besten Jojoba-Öl oder Haarspitzenfluids – und wenn du schon starken Spliss hast, dann gibt es leider nur noch eine Lösung: Schnipp, Schnapp, Spitzen ab. Aber auch von innen kannst du eine Menge für gesunde Haare tun: Wenn du dich gesund ernährst und pro Tag etwa 100 Mikrogramm Biotin und 15 Milligramm Zink zu dir nimmst, wird dein Haar gut versorgt und kann endlich auch von innen Glanz aufbauen. Übrigens: Auch Zigarettenqualm macht das Haar stumpf – noch ein Grund also, die Glimmstengel aus deinem Leben zu verbannen.

Schuppen-Plage
Wenn die weißen kleinen Dinger von deiner Kopfhaut rieseln, kann das schon sehr unangenehm sein. Übermäßige Schuppenproduktion kann viele Ursachen haben: Trockene Heizungsluft, Stress, gereizte Kopfhaut, die Hormone, eine Hefepilzerkrankung – kein Wunder, dass sich 40 Prozent der deutschen Bevölkerung über die kleinen Biester ärgern. In Shampoos solltest du bei Schuppen auf die antibakteriellen Wirkstoffe Ketonidazol und Bifanazol, Schwefel und Selen (bei einer Hefepilzerkrankung) achten, außerdem deine Haare täglich waschen. Außerdem spielt auch hier, wie sollte es anders sein, die Ernährung eine Rolle: Wenn du Schuppen hast, solltest du ganz besonders darauf achten, kaum Zuckerwaren zu schlecken und keinen Alkohol zu trinken. Auch ein Zuviel an Pflege kann Schuppen auslösen: Also einen wallnussgroßen Klecks Shampoo einmassieren und so lange ausspülen, bis das Wasser ganz klar ist und die Haare quietschen, wenn du sie durch die Finger ziehst. Auch auf Stylingprodukte solltest du verzichten, bis Schuppen kein Thema mehr sind!

Haarlos?
100 Haare am Tag sind normal, doch wer mehr Haare verliert, der leidet an Haarausfall. Und das ist keine Seltenheit! Hierbei ist nicht der natürliche Haarausfall und die Glatzenbildung bei Männern gemeint. Gegen die so genannte androgyne Alopecia kann man, sorry Jungs, auch im 21. Jahrhundert wenig machen, obwohl es Tausende von Mittelchen gibt. Anderer Haarausfall, das heißt, wenn dir mehr als 100 Haare am Tag ausfallen oder sich sogar kahle Stellen bilden, kann viele Ursachen haben: Zunächst kann mechanische Beanspruchung zu Haarausfall führen, also das ständige Tragen von Haargummis oder die chemische Belastung durch Färben und Dauerwellen. In diesem Fall solltest du deine Haare möglichst kurz schneiden, damit sie gesund nachwachsen können und auf die Belastungen verzichten, dann reguliert sich das mit den Haaren ganz von selbst. Haare nie heiß fönen und nur ganz vorsichtig im Handtuch ausdrücken – nicht rubbeln. Haarausfall kann aber auch durch Medikamente, schwere Erkrankungen, hormonelle Störungen, Erkrankungen der Kopfhaut, Vitaminmangel und Umweltgifte ausgelöst werden. Auch in diesem Fall solltest du auf eine gesunde Ernährung achten und sie eventuell mit Hefetabletten ergänzt. Auch Kieselerde stärkt die Haare, allerdings dauert es drei Monate, bis dein Ernährungsprogramm erste Resultate erzielt (dafür aber wirkungsvolle!). Schlimmer sieht´s da beim so genannten kreisrunden Haarausfall aus: Bei der Alopecia areata treten sogar kahle Stellen auf. Entdeckst du solche Stellen auf deinem Kopf, solltest du auf jeden Fall zum Arzt gehen, denn solcher Haarausfall muss möglicherweise behandelt werden, da auch hier eine Pilzerkrankung vorliegen kann.

[TK]

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