Haarstyling ist längst keine Mädelssache mehr (Foto: shutterstock.com/Roman Seliutin)Bevor du deine Haare färbst, solltest du den Farbton erst einmal mit einer Tönung testen (Foto: shutterstock.com/schankz)Lange Haare brauchen viel Pflege (Foto: shutterstock.com/Nevada31)Eine Blasenentzündung kann sehr schmerzhaft sein (Foto: shutterstock.com/absolutimages)Pollenflug kann starke allergische Reaktionen hervor rufen (Foto: TK)Manche Kinder baruchen lange, um ihren Babyspeck los zu werden (Foto: Sylvie Bouchard/shutterstock.com)Lesen kann vor dem Einschlafen beruhigen (Foto: TK)

Tätowierungen

Voll im Trend

published: 07.09.2005

Tattoos als dauerhafter Körperschmuck ist immer mehr angesagt (Foto: shutterstock.com/IvanRiver) Tattoos als dauerhafter Körperschmuck ist immer mehr angesagt (Foto: shutterstock.com/IvanRiver)

Früher dachte man bei Tätowierungen an alte Seebären mit Rauschebart und einem Anker auf dem Arm. In den letzten Jahren sind die Zeichen, Bilder oder Schriftzüge auf der Haut salonfähig geworden. Viele trendbewusste Teens und Erwachsene - vom Normalo bis zum Rockstar - überlegen mittlerweile, sich ein solches Bildchen stechen zu lassen. Häufig blitzen chinesische Schriftzeichen und Tribals, das sind geschwungene Muster, aus Hüfthosen hervor, wenn sie den Bereich über dem Po zieren. Doch auch die Schulterblätter, den Nacken, den Fußknöchel oder die Arme hat die Kunst, die unter die Haut geht, längst erobert.

Selbst Ötzi hatte eins...
Das Tätowierungen nicht nur eine Modeerscheinung sind, beweist ein kleiner Blick in die Geschichte: Urmensch Ötzi zierte, als er vor Jahrtausenden durch die Alpen streifte, ein kleines Hautbild. Tätowierungen findet man in allen Kulturkreisen - ob nun bei den Eskimos, den alten Ägyptern oder den Kelten. Dabei hatten sie völlig unterschiedlichen Sinn und Zweck: Im Pazifik tätowierte man sich Muster und Ornamente, um einzelne Lebensabschnitte zu symbolisieren und die Götter über die eigene Person in Kenntnis zu setzen. In Indien tätowierte man sich bei Trauer, um den körperlichen Schmerz mit dem seelischen zu betäuben.

Stiche, die unter die Haut gehen
Das Wort Tattoo leitet sich aus dem Tahitianischen ab und bedeutet soviel wie Zeichen oder Malerei. Dabei sind Tätowierungen alles andere als harmlose Pinselstriche: Mit bis zu 6.000 Stichen pro Minute bringt die Tätowiernadel den Farbstoff unter die Haut * Autsch * Das erste Resultat ist eine Wunde, die auch wie eine behandelt werden sollte. (siehe hierzu auch "Der Morgen danach").

Drum prüfe, wer sich ewig bindet
Wer sich tätowieren lassen will, muss Volljährig sein oder die Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten haben. Das mag lästig klingen, hat aber seinen Sinn: Eine Tätowierung ist kein Kleidungsstück, das man je nach Belieben An- und Ausziehen kann. Es wird einen das ganze Leben lang begleiten, denn trotz moderner Lasertechnik lassen sich Tattoos noch nicht vollständig entfernen. Außerdem ist das Stechen ein sehr teurer und zeitintensiver Vorgang.

Man sollte sich also gründlich über Stelle und Motiv Gedanken machen und mehr als eine Nacht darüber schlafen. Bestes Beispiel ist die Geschichte des Schauspielers Johnny Depp, der sich im Liebesrausch den Namen seiner damaligen Freundin samt Liebesschwur ("Winona Forever") auf den Oberarm tätowieren ließ. Die Liebe der beiden war jedoch nicht für immer. Einzige Rettung: Das Tattoo wurde umgestochen. Jetzt ziert Depps Oberarm ein Herz mit der Aufschrift "Vino Forever" ("Wein für immer")...

Der Morgen danach
Wer sich für eine Tätowierung entscheidet, sollte sich gut über die Nachsorge informieren und auch medizinische Risiken ausschließen. Eine Tätowierung muss in der ersten Zeit wie eine Verbrennung behandelt werden. Keine austrocknenden oder alkoholhaltigen Substanzen auftragen! Auch Vaseline ist tabu: Sie fettet die Haut zwar, aber sie kann die Farben verlaufen lassen. Vier bis sechs Wochen musst du nach dem Stechen auf Solarium, Sonne, Schwimmbäder, heiße Bäder oder vergnügliche Stunden im Whirlpool verzichten. Außerdem sollte keine Kleidung getragen werden, die zu eng am Tattoo anliegt. Es kann zu Juckreiz kommen, aber: Kratzen verboten! Bei falscher Pflege und Komplikationen kann es zu Bläschen, nässenden Wunden und Ödemen kommen - und die trägt doch keiner gerne spazieren. Auch geschwollene Lymphknoten (sitzen beispielsweise am Hals) können ein Hinweis darauf sein, dass du und dein Tattoo sich nicht vertragen.

Der Ort des Geschehens
Auch die Wahl des Studios ist wichtig. Versichere dich rechtzeitig, dass die hygienischen Verhältnisse einwandfrei sind. Besuch das Tattoo-Studio und lass dir alles ausführlich zeigen und erklären, denn sterile Geräte und eine intensive Beratung sind Pflicht! Durch Nadelstichverletzungen können Hepatitis, Kryptokokken und Tuberkulosebakterien übertragen werden.

Farbenprächtig?
Viele Tätowierfarben enthalten toxische und Krebs erregende Stoffe. Vor allem bei Rot- und Gelbtönen ist Vorsicht geboten. Da wird die Rose schnell zum roten Tuch für den Organismus! Gelbe Farben können zusammen mit UV-Einstrahlung eine phototoxische Reaktion auslösen: Ekzeme bilden sich. Viele Farben enthalten Kadmium (CD), ein hochgiftiges Schwermetall.

Henna - Alles Bio?
Hennatätowierungen sind beliebt, da die Hennafarbe nur in die oberste Hautschicht gebracht wird und nach wenigen Wochen verblasst. Doch leider kann ein Henna-Tattoo auch Folgen für die Ewigkeit haben: Fast alle Henna-Malereien enthalten Paraphenylendiamin (PPD), ein Stoff, der für eine intensivere Farbe und schnellere Trocknung des Bildes sorgt. Als Folge können allergische Reaktionen und Probleme auftreten, die du den Rest deines Lebens mit dir rumträgst, wie klinische Studien bewiesen haben.

[TK]

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung