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Essen für die grauen Zellen

published: 12.09.2005

Ein Frühstück mit Haferflocken bringt Brainpower für die Schule (Foto: Stephanie Frey/shutterstock.com) Ein Frühstück mit Haferflocken bringt Brainpower für die Schule (Foto: Stephanie Frey/shutterstock.com)

Essen für die grauen Zellen
Mit knurrendem Magen zur Klassenarbeit oder morgens noch schnell einen Schokoriegel in den Mund geschoben, kennst du das auch? Das klingt erstens nicht gesund und zweitens können auch deine Noten darunter leiden. Schließlich ist man nicht nur, was man isst, sondern ist auch so fit, wie die Nahrungsmittel, die man zu sich nimmt. Unser Gehirn gewinnt aus Glucose (Traubenzucker) Energie, kann diese aber nicht speichern und braucht deswegen ständig Nachschub. Und auch Vitamine,Mineralstoffe und Aminosäuren (Eiweiß) werden benötigt, damit die grauen Zellen in vollem Umfang funktionieren. Gerade bei Stress muss man öfter an die Nährstofftankstelle andocken, damit das Gehirn weiter auf Hochtouren laufenkann. Schließlich brauchen das Gehirn und das Nervensystem 20 Prozent der gesamten Nährstoffzufuhr und das obwohlsie nur zwei Prozent des gesamten Körpergewichts ausmachen.

Schlechte Stimmung einfach wegessen?
Sind die Nährstoffmengen im Blut ausgeglichen, sind es auch die Botenstoffe, so genannte Neurotransmitter, in unserem Gehirn.Sind sie es nicht, fühlen wir uns schlecht und sind auch dementsprechend mies gelaunt. Ist dir schon malaufgefallen, dass Menschen die auf Diät sind, oft schlechte Laune haben? Das liegt zum Teil mit daran, dass ihrNährstoffhaushalt nicht mehr im Gleichgewicht ist. Natürlich lässt sich schlechte Laune nicht einfach wegessen,aber durch Ernährung kann man einen wesentlichen Teil dazu beitragen, wieder auf gute Gedanken zu kommen. Dabei spieltauch Serotonin eine wichtige Rolle. Das Glückshormon hellt die Stimmung auf und erzeugt ein Sättigungsgefühl.Gebildet wird Serotonin durch einen Stoff namens Tryptophan, der beispielsweise in Schokolade (am Besten die Zartbitter-Variante wählen) steckt.Einige Lebensmittel enthalten schon von Natur aus Serotonin, so beispielsweiseBananen und Walnüsse. Allerdings kann nur das Tryptophan dafür sorgen, dass das Gehirn auf bessere Laune schaltet.Wer es lieber scharf mag, kann es auch mit Chili probieren, denn durch die Schärfe auf der Zunge wird die Endorphin-Produktionangeregt, genau aus dem gleichen Grund ist auch an dem Sprichwort “Sauer macht lustig” durchaus etwas dran.

Die wichtigste Mahlzeit des Tages


Damit das Gehirn den ganzen Tag leistungsfähig ist, sollte man ordentlich frühstücken. Allerdings verursacht dasSchlemmen von Croissants und Kaffee eher dazu, dass man sich schon nach wenigen Stunden wieder schlapp fühlt und seineleeren Batterien erneut auftanken muss. Das gilt auch für Bananen, da sie besonders viel Fruchtzucker enthalten. Lebensmittelmit weniger Fruchtzucker halten den Insulinspiegel des Körpers länger konstant und damit die grauen Zellen lange fit.Süße Sachen und auch so genannte Energydrinks haben zwar einen kurzen Anstieg des Blutzuckerspiegels zur Folge,danach kommt aber auch ganz schnell das Tief. Also lieber Schwarzbrot und Äpfel in die Schultasche einpacken und so in der Klasse volle Power bringen. Auch ein Frühstück aus Milchprodukten tut gute Dienste, weil sie sich leicht verdauenlassen.

Vitamine und Knoblauch
Auch sonst sollte man sein Gehirn mit wertvollen Nährstoffen füttern. So beispielsweise mit B-Vitaminen - wie sieunter anderem reichlich in Haferflocken stecken - für starke Nerven. Und Vitamin C fördert die Bildung von Botenstoffenim Gehirn, macht also fit, genau wie lebenswichtige Aminosäuren. Knoblauch und Blattextrakte des Ginkgo-Baums steigern dieDurchblutung des Gehirns und fördern somit die Leistungsfähigkeit. Viel Flüssigkeit (Vorsicht: Kaffee und schwarzerTee entziehen dem Körper Wasser) hilft, Nährstoffe schneller durch den Blutkreislauf zu transportieren. Auch auf eineausreichende Versorgung mit Zink, Magnesium und Kalzium sollte geachtet werden (beispielsweise durch Fleisch, Vollkornprodukteund Milchprodukte). Und auf seine Ernährung sollte man schon frühzeitig achten, denn eine Fehlernährung übermehrere Jahre beschleunigt den geistigen Abbau im Alter, wie Wissenschaftler kürzlich herausgefunden haben.

Vorsicht vor falschen Leistungsfreunden


Kaffee, Guarana, Energy Drinks und schwarzer Tee versprechen Fitness auf die Schnelle. Doch die Wirkstoffe solcher Lebensmittelhalten nicht lange an und können, wenn sie über längere Zeit und in hohen Dosen konsumiert werden, genau zumGegenteil, nämlich zu Konzentrationsschwäche und Nervosität führen.

Essen allein ist nicht alles
Natürlich hängt geistige Fitness nicht nur von der Ernährung ab, auch wenn einige Bücher uns dies glaubenmachen wollen. Wer nicht genug schläft, Drogen konsumiert oder andere große Probleme hat, wird sich nicht alleindurch Ernährung zu Höchstleistungen motivieren können. Für den Menschen sind die richtigen Nahrungsmittel aber eine wichtige Sache, um in der Schule oder im Job wirklich alles geben zu können. Seinen Intelligenzquotienten kannman nicht durch das Essen von Nudeln und anderen Kohlenhydraten erhöhen, aber man kann dafür sorgen, dass die GrauenZellen einwandfrei funktionieren. Und auch Gedächtnisaufgaben, beispielsweise das Lösen von Kreuzworträtseln,ist bestes Futter fürs Gehirn.

[TK]

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