Tee

It´s Tea-Time

published: 12.09.2005

Das Ursprungsland des Tees ist wahrscheinlich China (Foto: shutterstock.com/photographer) Das Ursprungsland des Tees ist wahrscheinlich China (Foto: shutterstock.com/photographer)

Gerade gegen Ende des Sommers bleibt die Gesundheit manchmal auf der Strecke: am Strand verkühlt oder in nassen Klamotten nach Hause gefahren, zu lange in der Sonne gelegen ... schon sind Blasenentzündung, Sommergrippe, Magenschmerzen oder einfach allgemeines Unwohlsein im Anmarsch. Doch aufgepasst: Manchmal kann schon ein ganz besonderer Trank helfen, Krankheiten vorzubeugen oder Schmerzen zu lindern: Tee. Der schmeckt nicht nur, wenn es draußen kalt ist, sondern hilft dir auch an anderen Tagen, wieder auf die Beine zu kommen.

Geschichte und Geschichtchen
Seine Herkunft ist nicht ganz geklärt, aber man nimmt an, dass Tee aus China stammt, denn dort wurde schon vor 5000 Jahren über seine Wirkung berichtet. Der Legende nach wehten dem chinesischen Kaiser Shen Nung (2737 v. Chr.)zufällig ein paar Teeblätter in den Wasserkessel.
Das Heißgetränk hat sogar einen Schutzpatron: Den Chinesen Luh Yü. Erst 1610 kam der Tee erstmals nachEuropa, 1662 wurde dann die offizielle Teestunde am Hofe des englischen Königs Karl II. eingeführt. Und nur am Rande: Tee wächst auf Sträuchern!

Alles im Beutel
Klingt fast wie die Fast Food-Idee: Der Teebeutel wurde in den USA erfunden. 1908 verpackte ein amerikanischer Tee-Importeur Tee in kleine Säckchen, um ihn an seine Kunden zu schicken.

Die Klassiker: grüner und schwarzer Tee
Den Unterschied macht die Aufbereitung.
Bei der Herstellung von grünem Tee werden die gedämpften Blättchen gerollt und getrocknet, weswegen die grüne Farbe erhalten bleibt. Grüner Tee hat viele Vitamine – vor allem Vitamin C. In einer Tasse stecktso viel davon, wie in einer Zitrone. Erfreuliche Wirkung: Der regelmäßige Genuss dieser Tee-Sorte unterstützt die Hirnfunktion, sorgt für straffere Haut und kräftigt die Muskulatur. Doch grüner Tee kann noch mehr: er wirkt sogar Krebs hemmend, wie das Medical College/ Ohio herausgefunden hat. Verantwortlichdafür ist eine spezielle Gerbsäure, die ein wichtiges Krebsenzym blockiert und somit Tumore an der Metastasenbildung hindern kann. Tests mit Mäusen haben gezeigt, dass Mäuse, deren Haut mit dem Sud vongrünem Tee behandelt wurde, keinen Hautkrebs entwickelten - im Gegensatz zu unbehandelten Mäusen. Außerdem fand die University of Kansas kürzlich heraus, dass das grüne Getränk vor Herz- und Kreislauferkrankungen schützt und auf Grund der Gerbstoffe ähnlich Blut verdünnend wirkt wie Aspirin.Also greife doch bei leichten Kopfschmerzen das nächste Mal einfach nicht zu den Tabletten, sondern versuche esmal mit einem wohltuenden Tee!
Doch aufgepasst: Tee ist kein Allheilmittel! Bei stärkeren Beschwerden solltest du immer einen Arzt zu Rate ziehen,anstatt blind auf Kräuter & Co. zu vertrauen.

Auch schwarzer Tee enthält viele Vitamine, unter anderem eine wichtige Vitamin B-Gruppe, die gesund für dieHaut und die Augen ist und bei Nervosität stabilisierend wirkt. Zusätzlich enthält schwarzer Tee aberauch Koffein, welches das Nervensystem anregt und die Gehirndurchblutung fördert. Als schwarzen Tee bezeichnetman übrigens die getrockneten und fermentierten (durch einen Gärungsprozess veredelten) Blätter bestimmter Teesorten.

It´s Tea-Time
Mit knapp drei Millionen Tonnen an Ernte ist Tee das beliebteste Getränk der Erde. Und deshalb gibt es andieser Stelle ein kleines Teelexikon:

Anis
Bei Erkältung, Magenverstimmungen oder bei Blähungen solltest du auf Anis setzen, denn ein Tee aus den Blättern wirkt wohltuend auf Hals und Rachen und regt außerdem die Verdauung an.

Baldrian
Der wirkt beruhigend bei Schlafstörungen und Angstzuständen. Am Besten also abends trinken, sonst wirst du schläfrig! Zucker verstärkt die entspannende Wirkung.

Brennessel
Regt den Harnfluss an, ist also gut bei Nieren- und Blasenleiden. Außerdem sollen Brennesseln als Teezubereitet, Blut und Darm reinigen.

Gänseblümchen
Vom Garten direkt ins heiße Wasser: Gänseblümchen sollen entschlacken.

Ingwer
Schmeckt scharf, regt die Verdauung an und bekämpft Übelkeit. Auch bei Reisekrankheit eine Empfehlung!

Johanniskraut
Das Multitalent unter den Heilpflanzen: Johanniskraut hilft bei Depressionen, nervösen Angstzuständen,Hauterkrankungen, Magen- Darmbeschwerden, Kopfschmerzen und Übelkeit. Allerdings solltest du den Tee, genauwie Johanniskrauttabletten, nicht überdosieren und ihn am besten abends trinken, denn er kann die Haut unterUmständen lichtempfindlich machen.

Kümmel
Oma´s Geheimrezept bei Magenverstimmungen, Appetitlosigkeit und Blähungen.

Kamille
Der Alleskönner bei Entzündungen! Ob als Tee oder kalter Umschlag: Kamille hilft der Haut, zu heilen,beruhigt den Magen und hilft bei Menstruationsbeschwerden.

Linde
Ein Tee aus Lindenblättern ist ideal bei Sommergrippe und anderen Erkrankungen, denn er lässt dichordentlich schwitzen und hilft so, das Fieber zu senken – und das so sanft, dass er sogar für Kinder geeignet ist.

Nelke
Beruhigt bei allen nervösen Leiden und hilft gegen Zahnschmerzen.

Spitzwegerich
Hilft prima bei Entzündungen im Hals- und Rachenraum, Husten und Heiserkeit.

[TK]

Noch Hunger?

Hochschulkarte

Suche

Mimadeo / shutterstock.com
Über 19.000 Studiengänge an 747 Hochschulstandorten
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung