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Mythen zum Thema Rauchen

"Die eine Zigarette schadet nicht!"

published: 12.09.2005

Auch wenige Zigaretten am Tag sind gesundheitsschädlich (Foto: Public Address) Auch wenige Zigaretten am Tag sind gesundheitsschädlich (Foto: Public Address)

“Raucher sind einfach cooler als die anderen.” Diesen Satz schon mal gehört? Ja - und auch drüber nachgedacht? Sind die Jungs und Mädels, die in den Raucherpausen bibbernd in der Kälte stehen und an ihren Glimmstängeln nuckeln, wirklich so cool? Nicht nur, dass sie vom Rauchen gelbe Zähne bekommen, sie können auch nicht mehr sorichtig riechen und schmecken und fangen beim Joggen schneller an zu keuchen. Meistens sind sie auch noch chronisch pleite,weil Zigaretten immer teurer werden. Beneidenswert? Na ja, nicht wirklich. Es gibt so einige Vorurteile rund um den blauenDunst - wir stellen sie vor und räumen auf damit.

Vorurteil Nummer eins:
“Von ein, zwei Zigaretten am Tag werde ich doch nicht süchtig.”
Irrtum! Schon das Rauchen weniger Zigaretten reicht aus, um erste Anzeichen einer Nikotinsucht zu entwickeln. Das berichtet das Magazin "Tobacco Control" des British Medical Journal. Die Ergebnisse einer Studie mit 700 amerikanischen Kindernim Alter zwischen zwölf und 13 Jahren zeige, dass sich die Nikotinsucht nicht erst nach langem Zigarettenkonsum einstelle,sondern mitunter "wie Liebe auf den ersten Blick". Für die Untersuchung wurden Schüler aus sieben Schulenim Bundesstaat Massachusetts befragt. Bei 20 Prozent der Raucher unter ihnen begann die Nikotinsucht bereits vier Wochen,nachdem sie das erste Mal zum Tabak gegriffen hatten. Einige wenige Jugendliche seinen bereits nach Tagen abhängig geworden. Beklemmung und Nervosität seien diejenigen Symptome der Abhängigkeit gewesen, von denen die meisten der1998 befragten jungen Raucher berichteten. In dem Bericht heißt es zudem, dass die Zahl der Nikotinrezeptoren im Gehirn bereits nach der zweiten Nikotindosis rapide zunahm.

Vorurteil Nummer zwei:
“Die übertreiben doch - Rauchen ist gar nicht so schädlich.”
Irrtum! Wer über viele Jahre zur Zigarette greift, nimmt schwere gesundheitliche Risiken auf sich. Die Spur der Tabakgifte zieht sich von Gefäßerkrankungen, Herzinfarkt und Raucherbein - besonders bei Raucherinnen, welche die Pillenehmen - bis hin zu Impotenz und Unfruchtbarkeit. Vor allem aber sind im Tabakrauch über vierzig nachweislich Krebserregende Stoffe enthalten. Bis zu neun von zehn Lungenkrebskranken sind Raucher. Erhöht ist auch das Risiko, an Kehlkopf-, Mund- und Zungenkrebs sowie Magen-, Blasen-, Nieren- und Gebärmutterkrebs zu erkranken. Wer sich mal Bilder einer Raucherlunge angeschaut hat, weiß: Sieht aus wie ein Stück verkohltes Steak - gar nicht lecker!

Vorurteil Nummer drei:
“Ich kann mich besser konzentrieren, wenn ich rauche.”
Irrtum! Wenn du rauchst, um Stress zu verringern, fügst du deinem Stress nur weiteren hinzu. Das ist das Ergebnis einer neuen Zusammenfassung von psychologischen Studien: Dem offensichtlichen Beruhigungsmitteleffekt des Rauchens folgenzwangsläufig Stress und Reizbarkeit, wenn der Nikotinspiegel wieder sinkt. Weit davon entfernt, als Hilfsmittel zur Stimmungssteuerung zu dienen, scheint Nikotinabhängigkeit Stress zu erhöhen. Die Konzentration lässt ja nunwirklich nach, wenn sich der Raucher ständig fragt: "Kann ich schon wieder eine rauchen? Habe ich noch genugZigaretten?” Und wo wir gerade über Stress reden: Habt ihr schon mal das unentspannte Gesicht eines Rauchers gesehen,der erfährt, dass auf einer Party / im Flugzeug / bei einem Konzert nicht geraucht werden darf?

Vorurteil Nummer vier:
“Meine Freunde, die nicht rauchen, sollen sich mal bitte nicht so anstellen, wenn ich eine qualme. Ist doch nichts dabei.”
Irrtum. Passivraucher sind genauso gefährdet wie Raucher. Inzwischen ist ein durchschnittlich etwa 40 Prozent erhöhtes Krebsrisiko von Nichtrauchern belegt, die sich viel in verrauchten Räumen aufhalten, also über ihre Atemluft"passiv" mitrauchen. Für Deutschland bedeutet dies jährlich zumindest etwa 400 Lungenkrebserkrankungen.Also, Raucher, denen etwas an ihren Mitmenschen liegt, sollen zum Barzen auf den Balkon. Oder gleich ganz aufhören.

Vorurteil Nummer fünf:
“Na und? Wenn meine Gesundheit sowieso schon im Eimer ist, warum sollte ich das Rauchen aufgeben?”
Irrtum. Jeder Raucher, der seine Zigaretten in den Müll wirft, tut seinem Körper etwas Gutes. Bereits nach 20 Minuten Nichtrauchen kommt es zu einer besseren Durchblutung von Händen und Füßen. Innerhalb von einem Jahr stabilisierensich der Kreislauf und die Atmung wieder. Nach etwa fünf Jahren ist das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, nur noch genau so hoch wie bei einem Nichtraucher und nach zehn Jahren ohne Zigaretten ist das Lungenkrebsrisiko genau so hoch wie beim Nichtraucher.

Es ist auch nach jahrelanger Raucherkarriere nicht zu spät, mit der Gewohnheit - oder häufig wirklichen Sucht -aufzuhören. Sogar schwere Zellveränderungen der Bronchien, selbst oberflächliche Krebszellen, die noch nicht intiefere Gewebeschichten eingedrungen sind, können sich zurückbilden, wenn der Krebs erregende Reiz ausbleibt. Wird das Rauchen beendet, so nimmt auch das über die Jahre vielfach erhöhte Krebsrisiko langsam wieder ab, das erhöhteRisiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sinkt hingegen schneller. Nach etwa fünf Jahren ist das erhöhteKrebsrisiko bereits halbiert, nach fünfzehn Jahren hat der Körper weitgehend "vergessen".

[TK]

Links

www.rauchfrei.de
www.rauch-frei.info

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