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Verhütungsmethoden

Es muss nicht immer die Pille sein

published: 13.09.2005

Viele junge Frauen suchen Alternativen zur Pille (Foto: Image Point Fr/shutterstock.com) Viele junge Frauen suchen Alternativen zur Pille (Foto: Image Point Fr/shutterstock.com)

Es muss nicht immer die Pille sein...

Wenn es um die Verhütung von Geschlechtskrankheiten geht, ist das Kondom die einzige Methode, sich vor lebensbedrohlichen Krankheiten wie beispielsweise AIDS zu schützen. Zur Empfängnisverhütung verwenden viele Mädchen außerdem die Pille. Für Frauen und Mädchen, die die Pille nicht vertragen oder die Schwierigkeiten haben, die kleinen Kügelchen regelmäßig einzunehmen (Einnahmefehler sind der häufigste Grund für Schwangerschaften trotz Pille), gibt es inzwischen viele Alternativen. Zusammen mit einem Kondom verwendet, sorgen sie für sorgenfreien Geschlechtsverkehr und sicheren Spaß im Bett. Scoolz stellt dir einige der neuen Methoden und ihren so genannten Pearl-Index vor. Der Pearl-Index benennt die Anzahl der Frauen, die von einer Gruppe von 100 Frauen innerhalb eines Jahres mit der Verhütungsmethode schwanger wurden. Übrigens gibt es auch bei der Pille Neuigkeiten: In den USA erfunden, kann man jetzt auch bei uns die Pille mit Pfefferminzgeschmack bekommen.

Eine runde Sache für die Empfängnisverhütung
Ein durchsichtiger Kunststoffring wird drei Wochen in der Scheide gelassen und in der letzten Woche entfernt, damit die Regelblutung einsetzt. Der Ring sorgt dafür, dass täglich eine gleichmäßige Hormondosis abgegeben wird, die einen Eisprung verhindert. Umfragen haben ergeben, dass Männer den Ring gar nicht oder nur ein wenig beim Geschlechtsverkehr bemerken. Der Ring kann aber auch für drei Stunden entfernt werden, ohne die verhütende Wirkung zu beeinträchtigen. Die Nebenwirkungen des Ring sind die gleichen wie bei der Pille, die Kosten für den Ring betragen für drei Monate 44 Euro.
Vorteil: Im Gegensatz zur Pille kann man den Ring nicht vergessen und auch bei Erbrechen bleibt der verhütende Schutz bestehen. Außerdem wird die Hormondosis dort abgegeben, wo sie benötigt wird. Der Ring ist somit schonender als die Pille.
Nachteil: Wer die Pille überhaupt nicht verträgt, könnte auch mit dem Ring Probleme haben. Genau wie bei der Pille wird die Wirkung durch Einnahme von Antibiotika beeinträchtigt.Pearl-Index: 0,65

Implanon – Stäbchen unter der Haut
Implanon ist ein neuartiges Stäbchen, das unter die Haut, vorzugsweise in den Oberarm, implantiert wird und täglich eine gleichmäßige Menge Hormone abgibt. Die Empfängnisverhütung wirkt mit einem Implanon somit genauso sicher wie bei der Pille. Ein Implanon verhütet für drei Jahre eine Schwangerschaft und kostet einmalig etwa 300 Euro.
Vorteil: Anwendungsfehler wie bei der Pille können nicht auftreten und das Implanon ist genauso sicher, wie die kleinen Tabletten.
Nachteil: Diese Langzeitverhütungsmethode eignet sich mehr für erwachsene Frauen als für junge Mädchen, da noch nicht feststeht, inwieweit sich das reine Gestagenprodukt auf das Knochenwachstum auswirkt. Daher wird ein Implanon nur Frauen über 18 Jahren empfohlen. Außerdem sind beim Legen und Entfernen des Implanons Narben möglich. Pearl-Index: 0

Ein Pflaster zur Verhütung
Seit dem Sommer 2003 kann man sich Verhütung quasi aufkleben. Das Verhütungspflaster gibt über die Haut gleichmäßig Hormone ab und verhindert somit den Eisprung. Ein Pflaster wird für eine Woche auf Bauch, Oberarm oder Schulter aufgeklebt, nach drei Pflastern verbringt man eine Woche ohne Pflaster, in der die Regelblutung einsetzt. Das Verhütungspflaster ist genau so sicher wie die Pille, allerdings auch etwas teurer, pro Monat etwa 15,50 Euro. Sauna, Sport und andere äußere Faktoren können dem Pflaster laut Herstellerangaben nur in den seltensten Fällen etwas anhaben.
Vorteil: Einfache Anwendung, keine Beeinträchtigung der Verhütungssicherheit bei Magen-Darm-Erkrankungen.
Nachteil: Gelegentlich kann es zu Hautirritationen kommen, bei Frauen mit hohem Körpergewicht (über 90 Kilogramm) kann die verhütende Wirkung beeinträchtigt werden.Pearl-Index: 0,9

Hormonspirale – altes Verhütungsmittel neu aufgelegt
Im Gegensatz zur früheren Spirale enthält die Hormonspirale kein Metall, sondern besteht aus flexiblem Kunststoff. Die Hormonspirale enthält ein Gestagendepot und sorgt damit für eine sichere Empfängnisverhütung. Dabei wird in der Regel der Eisprung nicht unterdrückt, sondern nur der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut verändert, so dass Samenzellen nicht in die Gebärmutter eindringen können und sich ein befruchtetes Ei nicht einnisten kann. Fünf Jahre lang sorgt die Hormonspirale so für sichere Verhütung und kostet etwa 300 Euro.
Vorteil: Die Hormonspirale eignet sich vor allem für Frauen, die unter schmerzhaften Regelblutungen leiden.
Nachteil: Das Einsetzen und Entfernen der Hormonspirale muss beim Frauenarzt passieren und kann sehr schmerzhaft sein, weswegen sich vor allem jüngere Frauen, die keine Kinder bekommen haben, eher für das Implanon entscheiden. Es ist noch nicht ganz geklärt, ob die Hormonspirale eventuell bereits vorhandene Entzündungen in der Gebärmutter verstärkt.Pearl-Index: 0,2

[TK]

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