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Gesund Wohnen

Asbest und Co.: Nein Danke!

published: 05.10.2005

Beim Renovieren solltet ihr auf gesundheitlich unbedenkliche Baustoffe, Farben und Bodenbeläge achten (Foto: Boris Rabtsevich/shutterstock.com) Beim Renovieren solltet ihr auf gesundheitlich unbedenkliche Baustoffe, Farben und Bodenbeläge achten (Foto: Boris Rabtsevich/shutterstock.com)

Dicke Luft daheim?
Lacke müssen fix trocknen, Kleber sollen super haften und Wollteppiche Motten abschrecken. Die Chemie macht’s möglich. In einem modernen Haus können bis zu 70.000 chemische Verbindungen auftreten – unglaublich, aber wahr. Manche Schadstoffe verflüchtigen sich schnell, andere belasten die Luft im Zimmer dauerhaft. Trautes Heim? Wer glaubt, in den eigenen vier Wänden vor Schadstoffen völlig sicher zu sein, der irrt bisweilen. Die Raumluft ist oft ungesünder als die Luft draußen. Und da unsere heutigen Wohnungen immer besser gegen die Außenluft abgedichtet sind, kann sich der Schadstoffcocktail teilweise richtig breit machen. Ungefähr 85% deines Lebens verbringst du in geschlossenen Räumen. Zu Hause, in der Schule, bei der Arbeit, im Kino oder in Geschäften. Da kann einem schon etwas mulmig werden ...

Asbest: Nein Danke!
Dass Asbest, Holzschutzmittel und Formaldehyd nicht gerade toll für die Gesundheit sind, ist klar. Aber wo verstecken sich die Gifte? Raumluftgifte sind in vielen Materialien für den Innenausbau oder die Renovierung. Sie sind in Möbeln, Teppichen, Stoffen, Wandfarben, Klebern und Holzschutzmittel, in Spanplatten, Kunststoffen, Bodenbelägen und Haushaltsgeräten, Leimen, UF-Schäumen sowie in Haushaltspflegemitteln. Alle diese Dinge geben ständig Ausdünstungen an deine Atemluft ab. Zu den bekanntesten Schadstoffen zählen: Asbest, Pestizide, Konservierungsmittel, Schwermetalle, Lösemittel und Weichmacher, Pentachlorphenol (PCP), Flammschutzmittel und sogenannte Aromate wie Benzol, Toluol oder Xylol.

Wenn Wohnen krank macht
Millionen Menschen sind krank durch Umweltgifte. Experten sind der Meinung, dass Wohngifte mitverantwortlich sind, für den starken Anstieg von Krankheiten wie Asthma, Allergien oder Krebs. Unser Immunsystem wird immer schwächer und somit anfälliger für die schädlichen Stoffe. Besonders gefährlich sind die eingeatmeten Gifte. Lösemittel, Weichmacher und Pestizide werden aber auch über die Haut aufgenommen und wandern dann in die Zellen hinein. Schwermetalle, Pestizide und chlorhaltige Lösemittel sind schwer abbaubare Schadstoffe, sogenannte Speichegifte, die sich im Körper anreichern. Die Gifte können die Zellstruktur und –funktion zerstören und greifen langfristig das Immunsystem, Hormonsystem und Nervensystem an.

Schlapp, müde und unruhig
Bis die Gifte im Körper wirken, können Jahre oder Jahrzehnte vergehen. Erste Anzeichen sind Befindlichkeitsstörungen wie Konzentrationsschwäche oder Müdigkeit. Langzeitschäden durch niedrige Dosen von Umweltgiften sind Augenbrennen, Schwellungen, Infektanfälligkeit, Kopfschmerzen, Schwindel, Sprachstörungen, Antriebstörungen, innere Unruhe und depressive Verstimmung. Stoffe werden im Gewebe, in der Niere und Leber gespeichert und die Entgiftung dort gestört. Viele der Substanzen werden, wenn überhaupt, nur sehr langsam von unserem Körper abgebaut oder ausgeschieden. Manche Betroffene sind so sensibel, dass sie schon auf kleinste Spuren von Chemikalien reagieren, beispielsweise auf den Rauch einer Zigarette. Die Ursachen für diese Beschwerden werden jedoch meist nicht im eigenen Wohnraum gesucht.

Diagnose: umweltkrank
Wenn einige der Beschwerden bei dir über längere Zeit anhalten, solltest du unbedingt zu einem Arzt gehen. Findet der Arzt keine Anzeichen für eine Ursache durch eine bestimmte Krankheit, kann man anfangen, in der Wohnung nachzuforschen und dem Verdacht einer Umweltkrankheit nachgehen:

Bist du vor kurzem umgezogen?Wurde das Haus oder die Wohnung renoviert?Hast du neue Möbel oder irgendwelche neuen Stoffe?Wurde ein neuer Fußboden verlegt oder die Wand gestrichen?Wurde Holz behandelt oder abgeschliffen?

Achte darauf, ob die Beschwerden am Wochenende zunehmen bzw. wenn du viel zu Hause bist. Ziehe ein paar Tage zu Freunden: Geht es dir plötzlich besser? Das können Anzeichen für eine Umweltkrankheit sein.

Auf Spurensuche
Leider gibt es keine Bestimmung, die Firmen verpflichtet, Gefahrstoffe in ihren Erzeugnissen zu kennzeichnen (z.B. bei Möbeln oder Stoffen). Viele Wohngifte sind nur sehr schwer zu identifizieren. Nicht alle Stoffe in der Raumluft lassen sich bislang in ihrem Risiko sicher beurteilen. Und Analytiker können nur das finden, wonach sie suchen. Mithilfe neuartiger Bio-Check-Analysen kommt man allerdings vielen Schadstoffen auf die Schliche. Die genaue Analyse der Schadstoffbelastung ist Sache von Experten. Es gibt inzwischen viele Labore, die mit Ärzten zusammenarbeiten und Testmöglichkeiten auf bekannte chemische Stoffe anbieten. Mit der Mikrotest-Methode kann außerdem bei jedem die persönliche Verträglichkeit von rund 100 Baustoffen überprüft werden.

Gesundes Zuhause
Was kann man selbst tun, um gesünder zu wohnen? Wenn eine Renovierung, ein Umzug oder einfach neue Möbel anstehen, sollte man auf gesundheitlich unbedenkliche Baustoffe, Farben, Bodenbeläge oder Möbel achten. Es gibt verschiedene Prüfsiegel, wie das Gütesiegel „M“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel, die Umweltzeichen „Formaldehydarme Produkte aus Holz/Holzwerkstoffen“ und das Zeichen „Emissionsarme Holzwerkstoffplatten“. Am besten ist Vollholz, da es schadstoffarm ist und am längsten hält. Als Bodenbeläge eignen sich Sisal oder Kokos. Bei Farben und Lacken sich Materialien aus Naturharz zu empfehlen.

Tipps:
Ganz wichtig ist es, viel zu Lüften: mindestens zwei Mal am Tag richtig weit die Fenster öffnen. Ein Luftbefeuchter kann die Raumluft verbessern.

Auch bestimmte Zimmerpflanzen können die Luft sauberer halten: Efeu, Farn und Philodendron sind besonders geeignet. Je mehr Blätter, desto besser ist der Effekt.

Nach dem Tapezieren oder Streichen immer gut und lange Lüften!

Schadstoffe lagern sich am Hausstaub an: Da hilft nur Putzen und immer wieder Lüften.

[TK]

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