Der perfekte Kleiderschrank

Ordnung für die Klamotten

published: 05.10.2005

Der perfekte Kleiderschrank - Wunsch oder Wirklichkeit? (Foto: vertolena/shutterstock.com) Der perfekte Kleiderschrank - Wunsch oder Wirklichkeit? (Foto: vertolena/shutterstock.com)

Ordnung für die Klamotten
Viele deutsche Kleiderschränke teilen das gleiche Schicksal - die Regalböden biegen sich unter einem Turm von Klamotten, einzelne Socken fristen ein tristes Single-Dasein und das Lieblingssshirt befindet sich schon seit Monaten auf der Flucht. Kommt dir das bekannt vor? Es ist gar nicht so einfach, Ordnung im Kleiderschrank zu halten. Oft erscheint es zu mühsam, Dinge zu sortieren oder ordentlich zusammenzulegen; doch noch anstrengender ist es, stundenlang nach einem Paar Socken oder dem bereits erwähnten Lieblingsshirt zu suchen. Wenn du Wert auf Kleidung legst, solltest du diese auch organisiert aufbewahren, damit sie immer gepflegt und griffbereit ist. Das ist leichter gesagt als getan, ist aber wirklich zu schaffen. Es lohnt sich, seinen Kleiderschrank vorzuknöpfen und ihm mit ein paar Tricks und Kniffen zu einem vernünftigen Innenleben zu verhelfen.

Motivation ist alles
Bei vielen sieht Aufräumen so aus: Kleiderschranktüren auf, alles raus und dann neu einsortieren. Das scheint auf den ersten Blick eine gute Idee zu sein, wird aber von keinem Aufräumprofi empfohlen. Zu leicht verliert man den Überblick oder die Lust am Aufräumen und stopft einfach wieder alles zurück. Es ist daher viel besser, sich in kleinen Schritten vorzuarbeiten - von Regalboden zu Regalboden, von Schublade zu Schublade. Als kleine Motivationshilfe kannst du ein Vorher-Foto von deinem Schrank schießen. Zum Aufräumen lasse dir etwas Zeit und beginne damit nicht in stressigen Klassenarbeitsphasen. Noch mehr Spaß macht es, wenn du dir deine Lieblingsmusik in den CD-Player legst oder ein Hörspiel anmachst. Der Fernseher sollte aber aus bleiben, denn er würde zu sehr ablenken.

Kisten für den Anfang
Als erstes brauchst du drei große Kisten oder Umzugskartons. Der erste Karton ist für die Klamotten, die du wirklich regelmäßig trägst, du kannst ihn beispielsweise mit "Aktuell" beschriften. Dabei solltest du auch die Kleidungsstücke berücksichtigen, die du im Winter (bzw. wenn gerade Winter ist, im Sommer) gerne und oft anziehst. Der zweite Karton bekommt die Beschriftung "Länger als ein Jahr nicht getragen". Wie die Aufschrift schon sagt, kommen hier alle Teile rein, die du seit mehr als zwölf Monaten nicht mehr angehabt hast. Die dritte Kiste ist für Klamotten, die du nicht mehr magst, die kaputt sind oder die du nur noch zum Schlafen, Putzen etc. anziehen würdest. Für diese Kiste reicht die Aufschrift "Weg". Nun beginnst du mit den kleinen Schritten, leerst beispielsweise die erste Schublade und sortierst die Kleidung in die drei Kartons. So arbeitest du dich durch deinen ganzen Kleiderschrank, bis alle Kleidungsstücke in den drei Kartons einen Platz gefunden haben (Zwischenlager zählen nicht: Jedes Kleidungsstück muss in einen der drei Kartons). Wenn du sehr viele Klamotten hast, kann es sein, dass du einen Zweitkarton für jede Kiste brauchst.

Sag Servus und auf Nimmerwiedersehen
Der gesamte Inhalt deines Kleiderschranks ist in den Kartons verschwunden? Sehr gut. Im Schnitt dürfte sich jetzt im "Aktuell"-Karton lediglich 1/4ein Viertelein Viertel deiner Kleidung befinden. Umfragen haben ergeben, dass ein deutscher Bundesbürger nur diesen Teil seiner Kleidung wirklich trägt. Kommen wir jetzt zum schwierigsten und emotionalsten Teil der Aufräumaktion: das Aussortieren. Zunächst muss der gesamte "Weg"-Karton in der Altkleidersammlung oder im Müll verschwinden. Dann ist die "Länger als ein Jahr nicht getragen"-Kiste an der Reihe. Auch sie muss weg. Ja, du hast richtig gelesen und da gibt es auch keine Ausflüchte, egal, wie schwer es fällt: Kleidung, die du länger als ein Jahr nicht getragen hast, wirst du in den seltensten Fällen noch einmal tragen. Selbst wenn die einzelnen Teile teuer waren - was nützen sie dir, wenn du sie nicht anziehst? Viel schöner ist es doch, diese Sachen bei eBEbay zu versteigern und so Geld für neue Klamotten zu verdienen. Du kannst sie auch an Freunde verschenken, die sich über die Sachen freuen, sie rigoros wegschmeißen oder erst einmal für ein weiteres Jahr auf dem Dachboden oder im Keller verstauen. Schreibe dann aber unbedingt ein Datum auf die Kiste. Wenn du keines der Kleidungsstücke nach einem weiteren Jahr vermisst hast, kommt der Karton endgültig weg.

Letzte Überzeugungstipps für Zweifler
Du schaffst es nicht, dich von Kleidungsstücken zu trennen? Dann bitte doch eine Freundin um Hilfe. Sie kann dir sagen, welche Sachen dir stehen oder welche du wirklich brauchst. Gemeinsam fällt Aussortieren leichter. Ordnung im Kleiderschrank erreicht man nur, wenn man sich von Sachen trennt. Viele Bücher zum Thema sind sich außerdem darin einig, dass man mit dem Aussondern von Klamotten auch seelischen Abfall über Bord werfe und sich der Geist nur in einem aufgeräumten Zuhause wirklich frei entfalten könne. Wenn dir das zu esoterisch ist, sollten dich aber diese Argumente überzeugen: Kleidungsstücke lieben es luftig. Wer frische und gepflegte Klamotten haben will, sollte seine Garderobe in Ordnung halten und Freiraum im Schrank lassen. Andernfalls wird es schnell miefig und du wirst es schwer haben, neue Teile im proppevollen Kleiderschrank unterzubringen.

Neuorganisation des Innenlebens
Du hast dich von den zwei Kisten verabschiedet? Sehr gut. Dann geht es jetzt daran, die aktuellen Klamotten neu einzusortieren. Grundregel hierfür: Kleidung so einräumen, wie sie auch getragen wird. Pullover und T-Shirts in Augenhöhe, darunter die Hosen und ganz nach unten die Schuhe, beziehungsweise die Sockenkiste. Dein Kleiderschrank besteht nur aus Regalböden? Dann solltest du dir überlegen ob und wie man noch eine Kleiderstange einbauen könnte. Vielleicht kannst du ja auch noch einen Kleiderständer im Zimmer aufstellen, den du mit einem Vorhang versteckst. Kleiderstangen haben nämlich den Vorteil, dass sie übersichtlich sind, man die Kleidungsstücke schnell und einfach aufhängen kann und die Garderobe nicht so schnell verknittert. Sogar Hosen lassen sich auf Kleiderbügeln gut aufbewahren. Für viele Kleiderschranksysteme gibt es sogar spezielle Hosenaufhängungen, die gar nicht so teuer sind. Gerade für Jungs, die einen Anzug oder ein paar Krawatten besitzen, ist eine Kleiderstange Pflicht.

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