Waschen, Trocknen und Bügeln

So behandelst du Wäsche richtig

published: 15.11.2005

Wäsche waschen ist kein Hexenwerk wenn du ein paar Regeln befolgst (Foto: MilanMarkovic78/shutterstock.com) Wäsche waschen ist kein Hexenwerk wenn du ein paar Regeln befolgst (Foto: MilanMarkovic78/shutterstock.com)

Horrorgeschichten rund ums Waschen gibt es zu Genüge: Angora-Pullis, die einlaufen, Sockenpaare, von denen nach jeder Wäsche auf unerklärliche Weise nur noch ein Exemplar übrig bleibt. Trotzdem: Das ist kein Grund, jeden Freitag einen Korb Schmutzwäsche bei der Mutter abzuladen. Denn die wird garantiert schnell in den Streik treten. Also solltest du dich lieber mit der Waschmaschine anfreunden. Wir erklären dir, wie du es am besten hinbekommst:

Das richtige Waschmittel
Was du dir auf jeden Fall anschaffen solltest, ist ein Vollwaschmittel, ein Buntwaschmittel und ein Feinwaschmittel. Mit dem Vollwaschmittel kannst du folgende Materialien waschen: Leintücher und Bettwäsche, Unterwäsche (keine Dessous, wir reden hier von der guten alten baumwollenen), Nachthemden und Schlafanzüge, Handtücher und Geschirrhandtücher.
Bei Oberbekleidung solltest du vorsichtiger sein. Am besten benutzt du ein Bunt- oder Feinwaschmittel für Hemden und Blusen aus Baumwolle, Leinen und Synthetik, Hosen aus Baumwolle, Leinen, Synthetik, Röcke, Socken. Unbedingt mit einem Feinwaschmittel solltest du folgende Bekleidung waschen: empfindliche Baumwollkleidung mit Naturfarben; Jacken und Mäntel aus Stoff; Stoffe, die erfahrungsgemäß abfärben (separat waschen). Wollpullis, Schals und Seidenbekleidung solltest du mit einem flüssigen Wollwaschmittel waschen oder einem Haarshampoo.

Waschgang und Temperatur
Welcher Waschgang und welche Temperatur für ein Wäschestück richtig ist, steht meistens auf dem Etikett. Das sind in der Regel Maximalangaben, du kannst jederzeit einen Waschgang wählen, der die Wäsche weniger beansprucht. Fehlt das Etikett, gilt Folgendes: Baumwoll-Unterwäsche, Handtücher und Bettwäsche kannst du im Normalwaschgang bei 40 bis 60 Grad waschen. Bunte Wäsche, die empfindlich ist, am besten nur im Feinwaschgang waschen. Seide und Wolle nur von Hand bei niedrigen Temperaturen waschen. Bei der Handwäsche ist darauf zu achten, zügig vorzugehen und die Wäsche nicht zu lange in der Lauge liegen zu lassen.

Beladung
Normalwaschgang: Waschtrommel kann voll beladen werden, darf aber nicht überfüllt sein; es muss immer noch Platz sein für eine Umdrehung mit der Hand
Pflegeleicht: die Waschtrommel nur zur Hälfte oder etwas mehr füllen
Feinwäsche: die Waschtrommel nur bis zur Hälfte füllen
Wollwaschgang: eher weniger als halb voll

Wäsche sortieren
Gegen Abfärben der Wäsche: Wäsche nach Farben vorsortieren und Kleidung mit gleichen Farben zusammen waschen bei möglichst niedriger Temperatur. Das gilt besonders für rote und schwarze Wäsche.

Trocknen
Du kannst die gesamte Wäsche an der Luft trocknen, Seidenwäsche und Wolle solltest du allerdings vorher in ein Badehandtuch einwickeln, das die erste Feuchtigkeit aufsaugt. Wolle und Seide möglichst flachliegend trocknen. Wenn du einen Trockner benutzt: Empfindliche Wäsche besser nicht hineinpacken. Wenn du die Wäschestücke gut aufhängst (Hemden z.B. auf einen Bügel) und vorher glatt ziehst, geht das Bügeln später leichter von der Hand oder fällt sogar ganz weg. Achte darauf, dass die feuchte Wäsche nicht zu lange in der Trommel oder im Korb liegen bleibt; sie riecht schnell muffig. Dasselbe kann passieren, wenn du deine Klamotten in den Schrank räumst, obwohl sie noch nicht ganz trocken sind.

Bügeln
Allgemein gilt: Zuerst Kleinteile bügeln, damit die großen Flächen nicht gleich wieder verknittern. Die Reihenfolge beim Bügeln der Hemden:
Kragen, Manschetten, Ärmel, Schultern, restliche Stoffflächen.Schau vorher auf das Etikett nach dem Bügelsymbol, ein Bügeleisen mit Punkten.Drei Punkte bedeuten: heiß bügeln; zwei Punkte: warm bügeln; ein Punkt: nur mit lauwarmen Eisen bügeln. Wenn das Bügeleisen durchgestrichen ist, bedeutet das: gar nicht bügeln.


Öko-Tipps zum Waschen:
Um die Umwelt zu schonen, solltet ihr folgende Hinweise beachten: Allgemein gilt, das Waschmittel so gering dosieren wie möglich (soweit deine Waschmaschine das verträgt). Auf Weichspüler solltet ihr ganz verzichten: Wenn die Wäsche an der Luft trocknet, braucht ihr sowieso keinen “Weichmacher”, und für den Trockner sind sie eher schädlich, da sich Weichspülerreste in den Sensoren für die Restfeuchtigkeit festsetzen können. Außerdem solltet ihr Waschpulver einem Flüssigwaschmittel vorziehen, weil letztere nach Informationen des Bundesumweltamtes wesentlich mehr Tenside enthalten, die die Gewässer unnötig belasten.

Noch ein Tipp zur Wahl der Temperatur:
Eine Waschmaschine im Waschgang bei 40 Grad verbraucht ungefähr doppelt soviel Strom wie bei 30 Grad (ca. 0,4 bzw. 0,2 kWh), bei 60 Grad 5 mal soviel und bei 90 Grad sogar fast 10 mal soviel Strom (ca. 1,8 kWh) wie bei 30 Grad. Das heißt, ihr könnt durch Waschen bei niedriger Temperatur eine ganze Menge Strom sparen. Auch ein Wäschetrockner frisst unglaublich viel Energie. Darum lieber die gute, alte Wäscheleine benutzen.Zur Senkung des Wasserverbrauchs gilt: Die Maschine möglichst voll beladen. Die Vorwäsche könnt ihr euch meistens sparen, denn die ist wirklich nur bei extrem verschmutzter Wäsche nötig.

[TK]

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