Noch herrscht Ruhe bei den Gänsen an der Alster (Foto: Public Address)Mit dem Checkpoint FAST FOOT zum perfekt passenden Schuh (Foto: shutterstock.com/EpicStockMedia)Das Feng-Shui-Prinzip ist eine über 7000 Jahre alte taoistische Lehre (Foto: Naphat_Jorjee/shutterstock.com)Auf dem Weg in die erste eigene Bude (Foto: shuttertsock.com/wavebreakmedia)Der perfekte Kleiderschrank - Wunsch oder Wirklichkeit? (Foto: vertolena/shutterstock.com)Wird auch täglich mit Füßen getreten – der Fußboden (Foto: Stanisic Vladimir/shutterstock.com)Schimmel in der Wohnung ist bei Weitem nicht nur ein optisches Problem (Foto: jocic/shutterstock.com)

Richtig putzen

Welche Putzmittel wofür?

published: 15.11.2005

Wer richtig putzen will, muss wissen, welches Mittel wie und wo wirkt (Foto: elena-t/shutterstock.com) Wer richtig putzen will, muss wissen, welches Mittel wie und wo wirkt (Foto: elena-t/shutterstock.com)

Nicht nur, wenn Mutti zu Besuch kommt, kann es peinlich werden. Damit die erste eigene Wohnung nicht zum ersten eigenen Saustall mutiert, hilft nur eines: Ran an Schrubber und Seife. Und wer regelmäßig putzt, spart im Endeffekt Zeit, denn je älter und hartnäckiger der Schmutz, desto aufwändiger die Putzorgie. Die Werbung lockt dich mit jeder Menge Spezialprodukte, doch mit einfachen Mitteln und kleinen Kniffen kriegst du deine Wohnung genauso auf Vordermann – und sparst auch noch Kohle.

Ganz vorne an steht das Badezimmer. Gerade im feuchtwarmen Klima von Dusche und Badewanne fühlen sich Bakterien pudelwohl. Das ist nicht nur eklig, sondern kann auch krank machen. Deswegen solltest du auf dein Badezimmer besonders acht geben. Es mag anfangs etwas nervig sein, doch wer sich angewöhnt, Duschkabine und Armaturen nach jeder Benutzung trocken abzuwischen, verhindert Kalkflecken und Ablagerungen. Für die gesamte Reinigung reicht eigentlich ein normaler Allzweckreiniger. Stärkeren Verschmutzungen geht es mit einer Essigessenz an den Schmutzkragen. Kalkrückstände lassen sich auch mit Zitronensaft entfernen. Hilft nicht mal mehr das, kannst du ein essiggetränktes Tuch um den Wasserhahn oder andere Gegenstände wickeln und die Essigessenz zwei Stunden einwirken lassen. Auch Duschvorhänge ab und zu mit Essigwasser abreiben! Matte Fliesen kriegst du wieder auf Hochglanz, wenn du sie mit zerknülltem Papier abreibst, welches du vorher in eine Salmiaklösung getaucht hast. Den Spiegel reibst du mit einer alten Feinstrumpfhose oder schwarzweiß-bedrucktem Zeitungspapier ab, das verhindert Streifen. Normales Waschmittel eignet sich übrigens prima als Toilettenreiniger! Einfach kurz einwirken lassen und spülen. Die Toilettenbürste reinigst du, indem du heißes Wasser mit zwei Bechern Fleckensalz für die Waschmaschine mischt und die Bürste 30 Minuten einweichen lässt. Wenn es aus dem Abfluss müffelt, spülst du das Rohr am besten mit Sodawasser aus der Drogerie aus. Es mag komisch klingen, aber du kannst es auch mit Cola probieren. Außerdem solltest du dein Bad regelmäßig lüften, da sich sonst leicht Schimmel bildet, der sich dann nur noch mit einem speziellen Reiniger entfernen lässt.

Achtung: Verwende niemals chlorhaltige Sanitärreiniger zusammen mit Essig- oder saurem WC-Reiniger, das kann eine chemische Reaktion auslösen!

Kalk und Flecken in der Küche kannst du mit den gleichen Mitteln wie im Badezimmer zu Leibe rücken. Küchenschränke und sämtliche Fronten wischt du einfach mit einem feuchten Tuch ab. Nicht zu nass wischen, sonst quillt das Holz! Außerdem solltest du nie Scheuerpulver verwenden, das zerkratzt die Oberflächen. Edelstahlkochmulden kannst du einmal in der Woche mit Vaseline einreiben, das Reinigen fällt dann leichter. Rostflecken lassen sich frühzeitig noch mit Zitronensaft entfernen. Kaffee- und Thermoskannen bekommst du sauber, indem du Backpulver mit Wasser vermischt und über Nacht einwirken lässt. Angebrannte Pfannen sind noch zu retten, auch wenn man sich schon die Finger daran wund geputzt hat: Erhitze Salz in der Pfanne, bis es braun wird und reibe die Pfanne dann mit Küchenpapier sauber. Schneidebretter reibst du am besten ab und zu mit Öl ab, das macht sie weniger anfällig für Flecken. Gerade die besonders auffälligen Tomaten- und Karottenflecken sind fettlöslich und lassen sich mit Öl entfernen. Verchromte Teile reibst du mit Mehl ab. Wenn du das Gefühl hast, dass es in deiner Küche alles andere als angenehm riecht: Schüsselchen mit Kochsalz oder gemahlenem Kaffee aufstellen, das bindet Gerüche.

Jeder Fußboden freut sich über die Reinigung mit einem Staubsauger. Ansonsten verlangen Holzdielen, Teppich oder Laminat eine individuelle Pflege. Während bei Laminat häufig ein feuchtes Tuch zum Saubermachen reicht, kriegt man Flecken im Teppichboden mit Fensterputzmittel raus!
Kleiner Tipp: Knarrenden Holzdielen vergeht das Brummen, wenn du Talkumpulver in die Ritzen streust.

Elektrische Geräte wischt du am besten nur mit einem antistatischen Tuch ab. Und auch Wände und Decke verlangen gelegentlich nach einer vorsichtigen Pflege. Allerdings kommt es hierbei auf die Farbe an, inwieweit sich Flecken abwaschen lassen. Teste im Notfall an einer unauffälligen Stelle, ob deine Wand einen feuchten Lappen verträgt. Einige Flecken lassen sich mit einem weichen Radiergummi oder, wie zu Omas Zeiten, mit Weißbrot entfernen. Und noch ein Wort zu den antibakteriellen Putztüchern, die heutzutage überall angeboten werden: Diese sind häufig teuer und belasten außerdem die Umwelt. Herkömmliche Putzmittel reinigen genauso gut und sind wesentlich billiger.

Was muss man wie oft putzen?
Das ist eigentlich eine ganz einfache Rechnung: Was man täglich benutzt, muss man auch öfter putzen und was seltener Belastungen ausgesetzt ist, wie beispielsweise die Zimmerdecke, muss nur selten in die Putzorgie eingebunden werden. Und damit es nicht in eine Orgie ausarten muss: Lieber regelmäßig alles putzen, als einen Ort total verstauben zu lassen. Und wer sich um seine Wohnung kümmert, muss nicht bei jedem Klingeln zusammenschrecken – dann ist auch unangekündigter Besuch kein Thema und von einem Saustall erst recht keine Rede.

Und gegen ganz miese Flecken auf dem Teppich:
- Blut tupft man mit kaltem Wasser ab und weicht den Fleck dann in einer Sodalösung ein. Mit Seifenlauge nachwaschen.
- Erbrochenes bekämpft man mit einer Feinwaschmittellauge. Im Bedarfsfall kann man den Fleck mit verdünnten Salmiak nachbehandeln.
- Kaugummi sprühst du mit Eisspray ein und klopfst es dann vorsichtig mit einem Hammer in kleine Stücke.
- Lippenstift auf dem Teppich ist alles andere als verführerisch. Spiritus sorgt da für Abhilfe.
- Auf Rotwein und hartnäckigen Straßenschmutz streust du Salz. Mit Staubsauger und Feinwaschmittel rückst du dann den letzten Resten zu Leibe. Ist immer noch was zu sehen, kannst du es mit Zitronensaft probieren.


Fensterputzen leicht gemacht
Kommt dir deine Wohnung in letzter Zeit etwas düster vor? Das mag nicht nur am Wetter liegen; vielleicht solltest du mal wieder deine Fenster putzen! Allerdings nicht bei Sonnenschein oder Frost, dass lässt alles streifig wirken. Weniger putzen musst du, wenn du dem Wischwasser fünf Tropfen Glycerin beimischt. Das macht das Glas Staub- und Wasser abweisend. Zum Schluss das Glas noch mit schwarzweiß-bedrucktem Zeitungspapier oder einer alten Feinstrumpfhose abreiben, damit keine Streifen die Aussicht trüben!

[TK]

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