Die richtige Lagerung

Das gehört nicht in den Kühlschrank

published: 16.11.2005

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank (Foto: Tischenko Irina/shutterstock.com) Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank (Foto: Tischenko Irina/shutterstock.com)

Warum die Tomate nicht in den Kühlschrank will
Im Supermarkt haben dich die Tomaten noch prall und rot angelacht und sahen richtig lecker aus. Zu Hause haben sie dann ganz schnell ihr Aroma verloren. So eine Enttäuschung. Ist dir das auch schon passiert? Das könnte an der Lagerung liegen. Denn auch wenn die unteren Schubladen in einem Kühlschrank in der Regel Gemüsefach heißen und die Temperaturen dort etwas höher sind als im Rest des Kühlschranks (etwa acht Grad Celsius) fühlt sich deswegen nicht automatisch jedes Früchtchen und jede Gurke wohl darin. Schnell schmecken sie fad und verlieren ihre Vitamine, wenn es ihnen zu kalt wird.

Das gehört nicht in den Kühlschrank
Tomaten mögen die Kälte im Kühlschrank gar nicht, ebenso wie grüne Bohnen, Gurken, Zucchini, Kürbis und Kartoffeln. Letztere mögen es vor allem dunkel, deswegen am Besten in einer Kiste lagern. Auch Zitrusfrüchte, Ananas, Mango und Bananen solltest du nicht im Kühlschrank frieren lassen. Des weiteren haben Brot, geschlossene Konserven und Speiseöle nichts im Kühlschrank zu suchen. Zwiebeln lieben es luftig bei normaler Raumtemperatur. In einem Netz können sie sich so mehrere Monate halten.

Frische im Gemüsefach
Andere Obst- und Gemüsesorten fühlen sich sehr wohl im Gemüsefach. Sie bleiben noch länger frisch, wenn du den Boden mit Küchenpapier auslegst. Obst und Gemüse gehören übrigens in getrennte Fächer, da nachreifendes Obst dem knackigen Gemüse schaden kann. Kopfsalat kannst du in einem Beutel bis zu zehn Tage lang frisch halten, Blumenkohl hält sich nicht mehr als sieben Tage.

Nicht alle sind gesellige Nachbarn
Einige Obst- und Gemüsesorten lagern nicht gern nebeneinander: So sollten Tomaten, Bananen und Äpfel keinesfalls neben unreifem Gemüse und Obst liegen, da sie Ethylen abgeben - ein Gas, welches den Reifeprozess beschleunigt. Dabei fühlen sich die Tomaten auch nicht neben Bananen wohl und diese verderben schneller, wenn sie neben Äpfeln gelagert werden.

Auch Wurst und Co. haben ein Lieblingsplätzchen


Direkt über den Gemüsefächern ist es am kältesten, weil kalte Luft absinkt. Hier sind leicht verderbliche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Fisch bestens aufgehoben. In der Kühlschranktür ist es wärmer, weshalb Butter, Eier, Saucen und Getränke dort gelagert werden sollten. In das mittlere Fach kommen Quark, Joghurt und andere Milchprodukte. Fertige Speisen und Käse sollte man immer ganz nach oben packen und möglichst in geschlossenen Behältern aufbewahren. Dabei dürfen die fertigen Gerichte erst in den Kühlschrank, wenn sie abgekühlt sind.

Der Abschied von der Vorratskammer
In alten Häusern war es im Keller früher kühl und etwas feuchter als im Rest des Hauses. Hier konnte man prima Kartoffeln und Äpfel lagern. Heute sind Keller meistens warm und trocken. Viele Wohnungsbesitzer müssen gänzlich auf ein solches Untergeschoss verzichten. Deswegen empfiehlt es sich für die meisten Menschen, Kartoffeln und Äpfel nur in kleinen Mengen einzukaufen und möglichst schnell aufzubrauchen, damit Fäulnis und Keimen der Garaus gemacht wird und wertvolle Vitamine erhalten bleiben.

Lass´ es frostig werden
Oft lohnt sich auch das Einfrieren von Lebensmitteln. So kannst du Nährstoffe und Vitamine über längere Zeit konservieren und musst nicht immer alles frisch im Haus haben. Doch auch bei minus 18 Grad hält nicht jeder Leckerbissen ewig. Während sich Obst und Gemüse ganze acht Monate tiefgekühlt halten und Butter und Geflügel sechs Monate im Tiefkühlfach ihre Frische bewahren, solltest du Fleisch, Hackfleisch und Fisch nur drei Monate auf diese Weise konservieren. Brot und Eis halten sich sogar nur zwei Monate und andere Dinge lassen sich gar nicht einfrieren: Eier, Joghurt und Wurst dürfen nicht gefrostet werden.

Damit Keime keine Chance haben
Sämtliche Lebensmittel sollten im Kühlschrank immer abgedeckt sein, beispielsweise durch Plastikbehälter, gelochte Folienbeutel und Keramikschüsseln, damit Keime keine Chance haben und das Essen möglichst lange seinen Geschmack behält. Dabei spielt auch die allgemeine Temperatur eine Rolle. Die sollte im oberen Bereich nicht mehr als sechs Grad Celsius betragen. Inhalte aus Konservendosen solltest du immer umfüllen, denn durch Luftsauerstoff können nicht lackierte Dosen leicht rosten. Außerdem wäre es gut, wenn du dir die Hände wäschst, bevor du Lebensmittel anfasst. Damit verhinderst du, dass Keime übertragen werden. Gerade beim Arbeiten mit Fleisch und allen Produkten, die nicht gegart werden, ist dies sehr wichtig. Damit es auch frisch riecht, kannst du ein Schälchen mit Backpulver in den Kühlschrank stellen. Backpulver sorgt nämlich nicht nur bei alten Turnschuhen für neue Frische, sondern bindet auch in der Küche unangenehme Gerüche.

[TK]

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