Zahngesundheit

Starke Zähne mit Fluorid

published: 30.06.2006

Fluorid ist einer der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Organismus (Foto: kurhan/shutterstock.com) Fluorid ist einer der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Organismus (Foto: kurhan/shutterstock.com)

Der optimale Schutz
Fluorid ist einer der wichtigsten Mineralstoffe für unseren Organismus. Es kommt in der Nahrung vor und findet sich in unseren Knochen und Zähnen. Fluorid wirkt vor allem gegen Karies. Für den Schutz unserer Zähne ist es wichtig, dass wir und das ganze Leben lang regelmäßig Fluorid zuführen. Doch leider kommt es in Deutschland in natürlicher Form nicht ausreichend vor. Für einen optimalen Kariesschutz ist die Menge Fluorid, die wir mit der Nahrung und dem Trinkwasser aufnehmen, nicht genug. Von Zahnärzten wird daher eine zusätzliche Fluoridzufuhr empfohlen. Regelmäßiges Putzen mit fluoridhaltigen Zahncremes ist die beste Waffe gegen Karies. Aber auch Jodsalz mit Fluorid unterstützt diese Wirkung.

Wie wirken Fluoride?
Fluoride gelangen auf unterschiedliche Weise in den Zahnschmelz. Zum einen über die Zahnoberfläche – durch Zahnpasten, Gele oder Mundwasser. In der Mundhöhle lagert sich Fluorid in die Schmelzschicht ein. Innerlich kommt das Fluorid über Trinkwasser, Nahrung, fluoridiertes Speisesalz oder über Fluorid-Tabletten in Knochen und Zähne. Es wirkt nicht nur als Schutzschild für den Zahnschmelz, sondern repariert auch beginnende Kariesschäden, hemmt Bakterien die Plaque verursachen und fördert die Wiedereinlagerung von Calcium und Phosphat aus dem Speichel in den Zahnschmelz.

Kann man zuviel Fluorid zu sich nehmen?
Auf jeden Fall sollte man sich vom Zahnarzt beraten lassen, denn wird zuviel Fluorid eingenommen, entsteht eine so genannte Fluorose. Am Zahnschmelz bilden sich dann Flecken und der Zahnschmelz wird abgebaut. Bei uns kommt so eine Überdosierung eigentlich nicht vor. Was wir bei zuviel Fluorid kennen, sind feine weiße Linien auf den Zähnen, die aber harmlos sind. Wichtig ist also, nicht zu viele unterschiedliche Fluoridquellen zu nutzen.

Fluorid-Quellen:

Fluoridhaltige Zahncreme – Wer täglich eine fluorhaltige Zahnpasta benutzt, kann Karies um etwa 50 Prozent reduzieren.

Spüllösungen, Gelees und Lacke - sollten nur auf den Rat des Zahnarztes genommen werden. Der Zahnarzt pinselt das Gebiss mit dem Lack ein, und die Fluoride sind dann über lange Zeit fest mit den Zähnen verbunden und können tief in den Schmelz eindringen.

Fluoridiertes Speisesalz – im Handel gibt es ausschließlich „Jodsalz mit Fluorid“. Es wirkt schon während des Essens als Schutzschild für die Zähne und wehrt Säureattacken ab.

Fluoridtabletten zum Lutschen – werden meist für Kinder verordnet. Wenn weder Zahnpasta noch Salz mit Fluorid genommen werden, sind Tabletten sinnvoll.

Fluoridierte Milch und Mineralwasser mit hohem Fluorgehalt – Enthält ein Mineralwasser mehr als 1,5 mg Fluorid pro Liter, muss es als fluoridhaltig ausgewiesen sein. Sind mehr als 5 mg enthalten, darf es nur in begrenzter Menge getrunken werden.

Schwarzer und grüner Tee – enthalten in geringen Mengen Fluoride. Ebenso Vollkornprodukte und Seefische.

[TK]

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