Yoga

Gesund durch Geduld

published: 07.04.2005

Stichwort Yoga - was du beachten solltest (Foto: Public Address) Stichwort Yoga - was du beachten solltest (Foto: Public Address)

1.070.000. So viele Seiten erhält man, wenn man bei Google nach deutschsprachigen Webseiten zum Thema „Yoga“ sucht. Womit klar sein dürfte, dass Yoga sein Image als Verrenkungsvorlage für kräuterstäbchenbenebelte Späthippies hinter sich gelassen hat. Im Gegenteil: Yoga ist gewaltig im Trend. Und das ist kein Wunder. Nicht nur überzeugte Yogajünger schwärmen von den gesundheitlichen Vorzügen der indischen Meditations- und Askese-Lehre.

Viele positive Wirkungen
Die Liste der Vorzüge ist beeindruckend: So spricht man dem Yoga positive Wirkung gegen stressbedingte Störungen zu, wie beispielsweise Bluthochdruck, Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen. Auch soll Yoga die Konzentrationsfähigkeit fördern und Abhilfe gegen Schlafstörungen schaffen. Es verspricht Asthmakranken genauso Linderung wie Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden. Und mancher behauptet gar, dass man auf dem Weg zu einer strafferen Haut und einem schöneren Körper an Yoga gar nicht vorbeikomme.

Allerdings: Wer sich die schnelle Entspannung und Befreiung von allen körperlichen Lasten verspricht, der wird enttäuscht werden. Yoga ist keine Sofort-Therapie. Vielmehr ist bei Yoga Geduld gefragt. Bis sich die ersten positiven Effekte auf den Körper auswirken, müssen die Übungen richtig trainiert werden.

Nicht für jeden empfehlenswert
Und: Wer Yoga machen will, sollte sich vorher vom Hausarzt durchchecken lassen. Denn für Menschen mit hohem Blutdruck können bestimmte Übungen, bei denen der Kopf tiefer liegt als der Körper, gefährlich sein. Und einige Atemübungen sind problematisch für Menschen mit Stoffwechselkrankheiten.

Auch das Do-it-yourself-Prinzip ist bei Yoga unangebracht. Das Verletzungsrisiko ist zu groß. Am Anfang ist eine qualifizierte Anleitung also unverzichtbar, zumindest bei den komplizierteren Übungen. Später können die Trainingseinheiten auch zu Hause ausgeführt werden.

Für alle, die sich näher mit Yoga beschäftigen möchten, gibt es hier eine kleine Yogakunde:

Begriff und Ursprung
Das Wort „Yoga“ kommt aus dem Sanskrit und kann mit „Joch“ übersetzt werden. Yoga gehört zu den traditionellen Schulen der indischen Philosophie. Seine Wurzeln liegen tief in der Zeit vergraben: Erste Schriften, die sich mit der philosophischen Lehre beschäftigen, sind über 3000 Jahre alt und gehen auf die Veden zurück, die ältesten indischen heiligen Schriften.

Hatha Yoga
Die bekannteste Yoga-Art. Ziel des Hatha Yoga ist, mit verschiedenen Übungen das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist zu erlangen. Das Hatha Yoga besteht aus Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und der Tiefenentspannung, die am Ende einer Yogastunde liegt.

Asanas
Die Asanas sollen die Muskeln stärken, die Beweglichkeit und das Körperbewusstsein fördern. Die Übungen dienen der Vorbeugung, sollen aber auch eine heilende und lindernde Wirkung auf den Körper haben.

Pranayama
Um zu atmen, müssen wir nicht ans Atmen denken, das funktioniert automatisch. Allerdings nicht immer bestmöglich. „Richtiges“ Atmen lehren die Pranayama. Verursacht durch Stress oder eine falsche Körperhaltung atmen viele Menschen zu „flach“ und führen sich zu wenig Sauerstoff zu. Häufige Folge: Ermüdungserscheinungen. Die Pranayama sollen helfen, eine gesündere Atmung zu trainieren, bei der das Ausatmen, das Einatmen und das Anhalten des Atems in ein bestimmtes Verhältnis zueinander gebracht werden.

Tiefenentspannung
Die letzte Viertelstunde einer Yoga-Session ist der Tiefenentspannung gewidmet: Auf den Rücken legen, Augen schließen und Körperteil für Körperteil „abschalten“. Dabei tief und gleichmäßig atmen. Am Ende sollte sich das einstellen, was der Name verspricht: tiefe Entspannung.

[Jens Findeisen]

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