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Promi-Statement

Siebeth

published: 05.07.2006

Unterstützt die Aktion Ausbildung! - Siebeth (Foto: Public Address) Unterstützt die Aktion Ausbildung! - Siebeth (Foto: Public Address)

Siebeth unterstützt die Aktion Ausbildung, mit der bis August 2006 zusätzlich bis zu 10.000 Ausbildungsplätze geschaffen werden sollen.

• Warum ist eine Ausbildung wichtig?
"Ich weiß nicht, ob eine Ausbildung unbedingt wichtig ist. Ich finde, wenn man einen Traum hat und etwas verwirklichen möchte, ist es eher wichtig, dass man das durchzieht. Wenn man zum Beispiel Architektur studieren möchte - ich gehe jetzt mal von den Studenten aus - muss man vorher eine Tischlerlehre machen. Dann macht man zweieinhalb Jahre eine Tischlerlehre, die auch sehr schön sein kann und dann kann man studieren. Dann hat man aber das Rudimentäre. Ich finde wichtig, dass man etwas von der Pike auf lernt. Bevor ich Sänger war, musste ich auch Gesangs- und Gitarrenunterricht nehmen. Da bin ich durch eine gewisse Schule gegangen, wozu ich auch keine Lust hatte. Ich habe oft gedacht: `Oh Gott, jetzt muss ich schon wieder üben, oh schrecklich´, aber anders geht es halt nicht. Das muss man auf jeden Fall durchziehen. Dieses `Ich gehe da mal zwei Wochen hin und dann habe ich keinen Bock mehr´, das ist es nicht."

• Was ist Dein Tipp für Leute, die jetzt noch zur Schule gehen und noch gar nicht genau wissen, was sie machen sollen?
"Traum und Wirklichkeit miteinander zu verbinden. Wenn man beispielsweise gerne Sänger werden möchte, muss man vorher durch einiges durch, das ist die Wirklichkeit. So ist es auch bei der Ausbildung: Man muss morgens früh aufstehen und zur Ausbildung gehen, auch wenn es einem manchmal schwer fällt. Das muss man durchziehen."

• Welchen Durchhaltetipp hast du für diejenigen, die viele Absagen auf ihre Bewerbungen bekommen?
"Man muss natürlich lange durchhalten und auch einmal nach links und rechts gucken. Wenn man seinen Traum nicht verwirklichen kann, dann gibt es vielleicht noch `Halbträume´ oder andere Interessen. Man möchte vielleicht gerne etwas Bestimmtes werden, aber das funktioniert nicht, weil die Lehrstellen knapp sind. Dann muss man umdenken und eine Motivation finden, um etwas anderes zu machen. Ich wollte beispielsweise gerne Möbel restaurieren, das fand ich toll. Ich dachte, das hat auch etwas mit Kunst zu tun. Und da gab es einen Laden in Hamburg, der hat das gemacht. Der hatte eine Warteliste für fünf Jahre. Da dachte ich mir: `Okay, wenn ich da nicht sein kann, muss ich halt zu einem normalen Tischler gehen.´ Und das habe ich dann auch gemacht. Ich war vielleicht drei oder vier Wochen da und habe dann gemerkt, dass das nichts für mich ist. Das war so eine Industrie-Tischlerei. Ich habe dann nicht durchgehalten, ich bin da kein gutes Beispiel. Im Nachhinein kann ich nur sagen: `Hätte ich einmal durchgehalten´. Ich finde es wichtig, einmal Sachen zu machen, zu denen man keine Lust hat, um dann zehn Jahre später zurückzublicken und sagen zu können, dass man etwas geschafft hat. Das ist toll."

• Warum sollten Unternehmen mehr Ausbildungsplätze schaffen?
"Es ist besser etwas zu machen, als nur rumzuhängen. Also ich mag diese `Rumhänger-Kiffermentalität´ überhaupt nicht. Ich kann nicht verstehen, dass Leute 15 Jahre arbeitslos sein können, dass sie den ganzen Tag zu Hause rumhängen und Richtershows gucken. Jeder Mensch ist manchmal lethargisch und hat keinen Bock, etwas zu machen und hängt dann sogar einmal eine Woche rum, oder einen Monat. Aber irgendwann kommt doch so ein Moment, in dem man denkt, man müsse mal wieder etwas schaffen, seinen Geist anstrengen und etwas kreieren, wofür man natürlich auch Lob erntet, oder? So etwas kickt einen doch immer weiter, das Leben muss weiter gehen. Man kann ja nicht mit 60 zurückblicken und sagen: `Ja, ich habe zwei Kinder gezeugt, da war ich 23, und bin seit 40 Jahren arbeitslos.` Was ist denn das für ein Leben? Also, das ist doch schrecklich, oder?"

• Warum unterstützt Du die Aktion Ausbildung?
"Damit die Leute nicht auf der Straße sitzen und sich zu Tode langweilen, auf Spielplätzen kiffen und rumhängen - damit sie einfach etwas im Leben schaffen."

[PA]

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