Promi-Statement

Kira

published: 29.07.2006

Unterstützt die Aktion Ausbildung! - Kira (Foto: Public Address) Unterstützt die Aktion Ausbildung! - Kira (Foto: Public Address)

Kira unterstützt die Aktion Ausbildung, mit der bis August 2006 zusätzlich bis zu 10.000 Ausbildungsplätze geschaffen werden sollen.

• Du hast selber keine Ausbildung gemacht. Was tust Du, um Deinen Job gut zu machen und Dich darauf vorzubereiten?
Kira: "Ich habe meine Ausbildung quasi selber in die Hand genommen, aber das geht ja nicht in jedem Beruf. Vor allem habe ich nie aufgegeben. Ich habe immer sehr genau gewusst, was ich wollte. Ich glaube, das ist die halbe Miete. Ich war immer sehr zielstrebig und habe einfach sehr viel an mir gearbeitet. Ich habe versucht, allen Leuten zu zeigen, die etwas in mich investiert haben, dass sie mir zu Recht vertrauen. Also, nie stillstehen und immer nach vorne gucken."

• Was würdest Du jungen Menschen raten, die kurz vor ihrem Schulabschluss stehen und noch nicht wissen, was sie danach machen wollen?
"Das ist natürlich extrem hart. Ich habe öfter mal von Männern gehört, die noch Zivildienst machen müssen, dass sie sich zwar immer noch über diese Ungerechtigkeit sehr ärgern, aber dass es ein wichtiges Jahr war, um erwachsen zu werden und sich zu orientieren was Ausbildung und Studium angeht. Und dieses Jahr fehlt vielleicht vielen Mädchen. Wenn man sich noch kurz vor dem Abitur überlegen muss, wo man hin will, ist das viel verlangt, wenn man 17, 18 ist. Also wäre eine Idee von mir, dass man sich ein Jahr Auszeit nimmt. Man kann entweder Aupair machen, ein soziales Jahr oder ähnliches, um herauszufinden, was man gerne macht."

 (Foto: Public Address)(Foto: Public Address)

• Viele junge Leute schreiben zahlreiche Bewerbungen und kriegen nur Absagen. Hast Du einen Durchhaltetipp?
"Eine schwierige Frage. Das Wichtigste ist, dass man weiß, wo man hin will. Wenn man das nicht weiß, dann investiert man viel Energie, schlingert hin und her. Dann verpufft alles und nichts klappt. Man darf nicht zu viel gleichzeitig angehen, lieber nur eine Sache, auf die man sich konzentriert. Da gibt es zwar das Risiko, dass es nichts wird, aber dann stecke ich lieber noch einmal alles in etwas anderes. Wenn man sich zu breit fächert, sagt, man könne sich das vorstellen, aber auch das und dies, dann ist das so indifferent. Ich denke, dass die Arbeitgeber das in der Bewerbung bemerken. Es gibt ja in Bewerbungsgesprächen immer die Frage, warum man eigentlich bei dem Unternehmen anfangen will. Wenn man da keine Antwort drauf hat, dann kommt man nicht weit. Das ist in der Musik auch so. Wenn man sich bei einer Plattenfirma vorstellt und die fragen, warum man eigentlich bei ihnen Künstler sein möchte, und man sagt dann: ´Och ja, nur damit ich eine Plattenfirma habe`, dann wird einen auch niemand nehmen."

• Warum sollten Unternehmen mehr Ausbildungsplätze schaffen?
"Naja, Unternehmen, die nicht ausbilden, sägen sich den Ast ab, auf dem sie sitzen. Das ist unternehmerisch überhaupt nicht zu verstehen, was die sich dabei denken. Ich glaube, man setzt darauf, dass die anderen schon ausbilden werden. Aber man kann nicht immer nur auf die anderen setzen. Ich finde, dass jeder, der von der Schule kommt, egal mit welchem Abschluss, eine Chance verdient, überhaupt erst einmal einen Anfang zu machen. Und zu zeigen, was er kann und wer er ist."

[Franzisca]

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