Promi-Statement

Julia Neigel

published: 16.08.2006

Unterstützt die Aktion Ausbildung! - Julia Neigel (Foto: Public Address) Unterstützt die Aktion Ausbildung! - Julia Neigel (Foto: Public Address)

Julia Neigel unterstützt die Aktion Ausbildung, mit der bis August 2006 zusätzlich bis zu 10.000 Ausbildungsplätze geschaffen werden sollen.

• Warum hältst Du eine Ausbildung für wichtig?
„Ich finde es grundsätzlich wichtig, dass man ein handwerkliches Können voraussetzen kann, dadurch bekommt man eine gewisse Sicherheit. Eine Ausbildung garantiert einem Menschen, dass er sich in etwas einigermaßen auskennt. Das bedeutet auch, dass man sich qualifizieren und verbessern kann. Zumal es ja in der heutigen Gesellschaft so ist, dass man nur mit einer Ausbildung die Möglichkeit hat, sich Wohlstand anzueignen. Ansonsten kann man nur als Arbeiter Geld verdienen. Die arbeiten Schicht, die machen sich die Knochen kaputt, die sitzen auf der Straße bei sengender Hitze, bei Frost und Kälte und schleppen Steine. Eine Ausbildung garantiert einem, dass man auch angenehmere Berufe ausüben kann. Sie geben einem eine Sicherheit bei dem, was man tut. Dass man weiß, man hat etwas gelernt. Und das Leben ist zum Lernen da. In jeder Hinsicht, nicht nur im Beruf. Wenn man sich dann auch noch ein berufliches Wissen aneignen kann, finde ich das spannend. Der Beruf dauert ja ein paar Jährchen. Dann ist es doch interessant, wenn man sich weiterbilden kann.“

• Hast Du Tipps für diejenigen, die jetzt gerade die Schule verlassen?
„Ich persönlich würde auf keinen Fall darauf hören, was andere einem raten. Das ist, glaube ich, ganz wichtig. Man sollte wirklich in sich hineinhören. Selbst, wenn man einen Traum hat, der einem unwirklich erscheint. Wenn man mit 17, 18, 19 durch die Welt läuft, traut man sich vieles gar nicht zu. Wenn man einen Traum hat, zum Beispiel Koch auf einem Schiff werden will, sollte man diesem Ruf folgen und auf die innere Stimme hören. Ich höre oft, wie gerne Leute etwas getan hätten, sich aber nicht getraut haben. Oder dass ihre Eltern ihnen abgeraten haben oder die Freunde gesagt hätten, sie würden das eh nie schaffen. Sicher ist das am Anfang nicht leicht, wenn man nicht das passende Umfeld hat, aber man sollte sich dann auch mit Leuten umgeben, von denen man weiß, dass sie einem Rückendeckung geben. Dann wird man Wege finden, wie man diesen Beruf ausüben kann. Ich finde es sehr wichtig, dass die Berufsentscheidung wirklich selbst getroffen wird. Wenn man im anderen Falle am Anfang nicht weiß, was man möchte, sollte man erst mal etwas ausprobieren, sich informieren. Wissen ist Macht und je mehr man weiß, umso schneller kann man entscheiden.“

• Warum sollten Unternehmen mehr Ausbildungsplätze schaffen?
„Ich finde es wichtig, dass Unternehmen im eigenen Land Förderung betreiben. Es gab in den letzten Jahrzehnten eine Tendenz, Produktionen ins Ausland zu verlegen. Das sollte man ändern. Grundsätzlich sollten Politiker für diese Produkte Zölle einführen, so dass die Unternehmen gezwungen sind, hier wieder mehr Leute einzustellen und zu beauftragen. Dann werden automatisch mehr Ausbildungsplätze geschaffen. Ich persönlich finde es sehr wichtig, dass Unternehmen die Bildung grundsätzlich fördern und dadurch auch den Wohlstand. Ich habe in den letzten Jahren gesehen, dass die Kluft immer tiefer wird, und das hat schlichtweg auch damit zu tun, dass es zu wenige Ausbildungsplätze gibt. Viele Leute stehen auf der Straße und bekommen keine Ausbildung, so gehören sie nicht mehr zum Mittelstand und leben an der Armutsgrenze. Und es gibt Reiche, die aus oder durch das Ausland Geld kriegen, und hier verrottet die Jugend. Die wissen nichts mit sich anzufangen, auf 1000 Bewerber kommt ein Ausbildungsplatz. Das ist einfach fatal. In einem gesunden System sollte so etwas gang und gäbe sein, muss so etwas selbstverständlich sein. Die Jugend braucht ihren Platz! Und dafür sind die Unternehmer zuständig, das ist ihr Job.“

[PA]

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