Nagelpflege

Maniküre

published: 10.09.2010

Gepflegte Hände mit schönen Nägeln gelten als persönliche Visitenkarte (Foto: Tamara83/shutterstock.com) Gepflegte Hände mit schönen Nägeln gelten als persönliche Visitenkarte (Foto: Tamara83/shutterstock.com)

Maniküre? Nie gehört! In der Tat ist vielen Menschen das Aussehen ihrer Nägel ziemlich egal. Dabei gelten schöne Hände mit gepflegten Nägeln als persönliche Visitenkarte und fallen oft als Erstes ins Auge. Ein gesunder Nagel ist rosa, nicht beschädigt, nicht eingerissen oder eingewachsen - und natürlich sauber. Pflegst du deine Nägel richtig, kannst du äußere Schäden an ihnen verhindern.

Die Hand als Werkzeug

Nur ein intakter Nagel kann seine eigentliche Schutzfunktion erfüllen: Er bewahrt die empfindlichen Fingerkuppen im Alltag vor Druck und Verletzungen. Die Nagelhaut schützt dein Nagelbett vor Schmutz und Bakterien. Mit deinen Nägeln kannst du dich natürlich auch kratzen oder kleinen Krimskrams aufheben. Die Hand mit Fingern und Findernägeln ist so ein perfektes Werkzeug für viele geschickte Tätigkeiten.

Zeig her deine Nägel!

Genauso wie deine Haare können deine Fingernägel etwas über deine Gesundheit verraten. Glatte, starke Nägel ohne Flecken und Risse deuten meist auf eine gute Verfassung hin. Bist du müde oder gestresst, können sie glanzlos sein, leichter brüchig werden und splittern. Farbe, Form und Beschaffenheit geben Hinweise auf Störungen im Körper, etwa auf Allergien, Verdauungsstörungen oder Hautkrankheiten. Kranke Nägel können natürlich auch einfach nur durch eine Verletzung oder Infektion entstehen, ohne dass ein organischer Schaden da ist.

Gesunde Nägel sind keine Zauberei

Eigentlich brauchen deine Nägel keine übertriebene Pflege, um gesund zu bleiben. In der Regel genügt es, nach dem Händewaschen eine gute Feuchtigkeitscreme einzumassieren. Was deine Nägel gar nicht mögen sind Spülmittel, Waschmittel und Nagellackentferner. Sie sind meist schuld an brüchigen Fingernägeln. Blöd ist: Sind deine Nägel erst einmal durch solche Chemikalien geschädigt, kannst du sie nicht mehr reparieren. Ein gesunder Nagel kann nur nachwachsen.

Zur Nagelpflege werden zahlreiche Produkte angeboten, die von außen oder innen wirken sollen. Von vielen kannst du allerdings getrost die Finger lassen. Deine Nagelstruktur kannst du damit nur minimal verbessern, allerdings kannst du die Nägel mit zu viel "Pflege" massiv schädigen. Fast alle Nagellackentferner trocknen den Nagel aus und machen ihn brüchig. Die meisten Nagellacke enthalten Lösemittel, die beim Auftragen verdunsten. Diese einzuatmen ist für deinen Körper nicht gut. Besonders aggressiv sind Nagelhautentferner. Sie greifen die Hornsubstanz der Nägel an - und auf keinen Fall darf dir diese ätzende Flüssigkeit ins Auge geraten!

Maniküre: Pflege der Hände und Nägel

Zu einer klassischen Maniküre gehören: das Feilen deiner Nägel, ein anschließendes Handbad, evtl. das Zurückschieben der Nagelhaut, das Einölen oder –cremen von Händen und Nägeln und – wer möchte – das Lackieren der Nägel.

Deine Nägel bestehen aus Keratin, einer toten Hornsubstanz. In der Woche wachsen sie circa einen Millimeter, in drei bis sechs Wochen haben sich deine Nägel komplett erneuert. Da deine Fingernägel schneller wachsen als deine Fußnägel, musst du diese häufiger schneiden. Da sie leicht splittern, solltest du keine Schere verwenden, eventuell eine Nagelzange bzw. einen -knipser. Aber Vorsicht: nicht zu kurz! Am besten feilst du deine Fingernägel, und zwar immer zur Nagelmitte hin und nur in einer Richtung – außerdem nicht zu spitz oder zu schmal, sonst kann der Nagel einwachsen oder einreißen!

Das Nagelhäutchen solltest du nie abschneiden, höchstens nach dem warmen Handbad vorsichtig mit einem Holzstäbchen zurück schieben. Allerdings kannst du dich dabei leicht verletzen und dir so eine Nagelbettentzündung einhandeln.

Extra-Tipps:

• Einmal pro Woche kannst du deine Hände in warmem Olivenöl baden. Das macht Haut und Nägel ganz weich und zart!
• Creme deine Hände und Nägel jeden Abend mit einer milden Fettcreme oder einem Hautöl ein. Über Nacht ziehen die Wirkstoffe optimal ein. So bleiben die Nägel widerstandsfähig und biegsam, reißen nicht ein oder brechen.
• Verwende – wenn überhaupt – nur milde Nagellackentferner ohne Aceton. Diese trocknen die Nägel nicht so stark aus.
• Für brüchige Nägel eigenen sich Sandblattfeilen. Allerdings halten diese nur für etwa zwei Maniküren.
• Entscheidest du dich für farbige Nägel, solltest du vorher Klarlack auftragen. So verhinderst du, dass sich deine Nägel unschön verfärben.
• Glänzende Nägel bekommst du mit einer Polierfeile, welche mit Wildleder beschichtet ist.

Übrigens: Künstliche Fingernägel auf die eigenen zu kleben kann ganz schön unangenehm werden. Hakst du hinter solch eine lange Kralle, kann durch die Hebelwirkung dein echter Nagel komplett aus dem Nagelbett gelöst werden. Das klingt nicht nur fies, sondern tut auch verdammt weh!
Wird das Ankleben nicht von einem Spezialisten vorgenommen, können sich außerdem Pilze unter dem Kunstnagel ansammeln. Am besten, du lässt die Finger von den künstlichen Nägeln.

[TK]

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