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Die Schilddrüse

Klein, aber lebenswichtig

published: 06.10.2007

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ unterhalb deines Kehlkopfes, das man per Ultraschall gut betrachten kann (Foto: Alex Mit/shuttertsock.com) Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ unterhalb deines Kehlkopfes, das man per Ultraschall gut betrachten kann (Foto: Alex Mit/shuttertsock.com)

Schilddrüse. Wo genau in meinem Körper liegt sie eigentlich und was leistet sie? Kann meine Schilddrüse krank werden und was passiert dann mit mir? Was hat die Schilddrüse mit Jodsalz zu schaffen?

Scoolz macht der Spekulation ein Ende und erklärt dir, was es mit deiner Schilddrüse auf sich hat!

Das Schmetterlingsorgan
Die Schilddrüse besteht aus zwei miteinander verbundenen Lappen aus weichem Gewebe. Das kleine, schmetterlingsförmige Organ liegt wie ein Schild unterhalb deines Kehlkopfes, vor der Luftröhre. Durch deine Halsmuskeln wird es verdeckt, beim Schlucken kannst du es vielleicht tasten. Die Drüse ist zwar nur so groß wie das obere Glied deines Daumens, dafür aber megawichtig.

Was führt sie im Schilde?
Die Schilddrüse stellt drei verschiedene Hormone her. Über das Blut gelangen sie in alle Zellen deines Körpers. Sie haben ganz viele lebenswichtige Aufgaben und arbeiten zum Teil mit anderen Hormonen zusammen. Sie beeinflussen enorm deinen Stoffwechsel, deinen Kreislauf und das Wachstum von Gehirn und Skelett. Außerdem können sie sich auf deine Stimmung auswirken. Besonders für Kinder ist eine gut funktionierende Schilddrüse wichtig, da sie die körperliche und geistige Entwicklung fördert. Wenn du etwas isst, helfen die Hormone, aus der Nahrung schnell und gut Energie zu gewinnen. Sie bestimmen deinen „Grundumsatz“, also das, was dein Körper bei Ruhe verbraucht.

Baumaterial: Jod
Deine Schilddrüse braucht Jod. Aus Eiweiß und Jod stellt sie die Hormone her. Was interessant ist: Deutschland gilt seit jeher als Jodmangel-Gebiet. Das heißt, dass wir mit der Nahrung nicht so viel Jod aufnehmen, wie es empfehlenswert ist. Die Folge ist, dass bei uns die Menschen eine größere Schilddrüse haben als in Ländern mit einer besseren Jodversorgung (etwa in Schweden). Und natürlich haben in Deutschland sehr viel mehr Menschen eine kranke Schilddrüse. Die meisten wissen jedoch gar nicht, dass ihre Schilddrüse wächst, dass sie zu viel oder zu wenig Hormone produziert oder warum sie sich nicht gut fühlen.

Wenn du allerdings immer jodhaltiges Speisesalz ins Essen gibst, viel Milch, Milchprodukte, Seefisch und Meeresfrüchte zu dir nimmst, beugst du Mangelerscheinungen vor!

Die kranke Schilddrüse
Gerät deine Schilddrüse aus dem Takt, weil sie nicht genug Jod bekommt, sind davon viele deiner Organe betroffen. Zunächst wächst sie, weil sie "hofft", dann mehr leisten zu können. Das kann aber nicht klappen. Es bildet sich nur ein „Kropf“ - also eine verdickte Schilddrüse – und irgendwann gibt es dann Probleme beim Schlucken. Und die Sache mit den Hormonen ist immer noch nicht geklärt.

Bei einer vergrößerten Schilddrüse können sich kleine Knoten – so genannte „kalte Knoten“ – bilden. Nur selten entwickelt sich daraus Krebs.
Übrigens: Rauchen ist schlecht für die Schilddrüse und fördert die Bildung eines Kropfes!

Werden zu wenig Hormone produziert, nennt man das eine Unterfunktion: Die Körperfunktionen werden lahmer und der Körper kann dicker werden. Man wird träge, kann sich schlecht konzentrieren, ist ständig müde, friert und ist schlecht drauf.

Werden zu viel Hormone produziert, nennt man das eine Schilddrüsenüberfunktion: Der Körper läuft auf Hochtouren und nimmt eher an Gewicht ab. Typische Beschwerden sind dann Unruhe, Reizbarkeit, gestörter Schlaf, Schwitzen und Haarausfall. Solche Menschen müssen Jod meiden.

Aber keine Panik: Das Risiko für eine Störung der Schilddrüse wächst erst in der zweiten Lebenshälfte. Ab 45 erst sollte man seine Schilddrüse regelmäßig vom Hausarzt untersuchen lassen.

[TK]

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