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Organspende

Deine Entscheidung

published: 28.12.2006

Die TK beantwortet dir viele offene Fragen zum Thema Organspende und Organspendeausweis (Foto: TK) Die TK beantwortet dir viele offene Fragen zum Thema Organspende und Organspendeausweis (Foto: TK)

Maja ist 16. Vor ein paar Monaten ist sie Tante geworden. Doch Tim, der kleine Sohn ihrer älteren Schwester, ist mit einem schweren Herzfehler zur Welt gekommen. Nur mit einem geeigneten Spenderorgan kann er überleben. Aber leider gibt es viel zu wenig Spender und die Warteliste, auf der Tims Name steht, ist lang. Maja ist schockiert: 30 Prozent der Kinder, die auf ein Herz warten, sterben, bevor ein geeignetes Organ für sie gefunden wurde.

Das erste Mal in ihrem Leben macht sich Maja ernsthaft Gedanken über das Thema Organspende und erfährt viele Details, die sie vorher nicht wusste. Auch wenn sie Tim nicht helfen kann - für sie steht fest: Sie möchte in einem Organspendeausweis festhalten, dass sie nach ihrem Tod bereit ist, kranken Menschen das Leben zu schenken.


Krank geboren
Es gibt viele schwerkranke Menschen in Deutschland, die nur durch eine Organtransplantation überleben können oder deren Krankheit durch ein Spenderorgan geheilt oder gelindert werden kann. Etwa zehn Prozent der gespendeten Organe werden für Kinder benötigt. Meist sind diese schon mit einem kranken Organ zur Welt gekommen. Am dringendsten werden Nieren benötigt, aber auch Leber-, Herz- und Lungentransplantationen sind oft lebenswichtig.

Ein normales Leben
Ist für ein Kind ein Spenderorgan gefunden und die Operation erfolgreich verlaufen, kann es ein weitgehend normales Leben führen. Allerdings besteht dauerhaft die Gefahr, dass das fremde Organ vom eigenen Körper abgestoßen wird. Daher müssen Kinder mit Spenderorganen immer und sehr regelmäßig bestimmte Medikamente einnehmen, die das Immunsystem unterdrücken.

Lebendspende
Durch die Organknappheit nehmen sogenannte Lebendspenden immer mehr zu. Lebendspende bedeutet, dass ein gesunder Mensch Organe oder Organteile spendet, etwa einen Teil der Leber oder eine Niere. Das ist jedoch nur unter engen Verwandten oder sehr nahestehenden Menschen erlaubt. Im Transplantationsgesetz ist dies streng geregelt.

Was sagt das Gesetz?
Dieses Gesetz wurde 1997 verabschiedet, um den Missbrauch von Organspenden zu unterbinden. Im Transplantationsgesetz steht alles zu Spende, Entnahme und Übertragung von Organen und Gewebe, beispielsweise dass Organhandel strafbar ist und dass bei einem verstorbenen Spender erst von zwei Ärzten der Gesamthirntod festgestellt werden muss, bevor Organe entnommen werden dürfen.

Der Organspendeausweis
Ob du selbst Organe spenden möchtest, ist deine eigene Entscheidung. Mit 16 kannst du das dokumentieren und dir einen Organspendeausweis zulegen in dem steht, ob und welche Organe du spenden würdest (mit 14 kannst du bereits einer Organspende widersprechen).

Der Organspendeausweis bietet dir die Möglichkeit, anderen auch dann Deinen Willen zu demonstrieren, wenn du dich selbst in einer Notsituation nicht mehr mitteilen kannst – egal, ob du dich für oder gegen Oranspenden entscheidest. Daher ist es wichtig, dass du dich zum Thema Organspende schlau machst. Nur so kannst du eine persönliche Entscheidung treffen: Möchte ich Organspender werden oder nicht?

Auf der Seite der Techniker Krankenkasse kannst du dir einen Organspendeausweis herunterladen. Mehr hilfreiche Infos bekommst du im Scoolz-Interview mit Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zu diesem Thema und unter www.organspende-info.de sowie www.junge-helden.org.

[TK]

Links

www.organspende-info.de
www.junge-helden.org

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