Die TK beantwortet dir viele offene Fragen zum Thema Organspende und Organspendeausweis (Foto: TK)Eigentlich ist das Schneeschuhwandern nichts anderes als Laufen auf „Tennisschlägern“ im kalten Weiß (Foto: My Good Images/shutterstock.com)Weinen ist gesund! (Foto: Irina Malikova/shutterstock.com)(Foto: /shutterstock.com)Regelmäßiges Schwimmtraining unterstützt dein Bindegewebe (Foto: Public Address)Auch im Sommer müssen deine Muskeln erst durch ein Warm-up auf Betriebstemperatur kommen (Foto: Maridav/shutterstock.com)Viel Calcium: Das steckt insbesondere in Milch und Milchprodukten (Foto: Evgeny Karandaev/shutterstock.com)

Hörsturz

Zu viel um die Ohren?

published: 04.01.2007

Zu viel Stress kann zu einem Hörsturz führen (Foto: Syda Productions/shutterstock.com) Zu viel Stress kann zu einem Hörsturz führen (Foto: Syda Productions/shutterstock.com)

Alles zu viel? Zu viel Hausarbeiten, zu viel Streit, zu viel fettes Essen, zu viel laute Musik – einfach zu viel um die Ohren? Das alles kann zu einem Hörsturzführen. Aber was ist das genau und woran merkst du, ob ein Hörsturz im Anmarsch ist?

In Watte gepackt
Ein Hörsturz trifft dich meist wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ganz plötzlich und ohne erkennbaren Auslöser kannst du auf einem Ohr schlechter oder sogar gar nicht mehr hören – nur in seltenen Fällen sind beide Ohren betroffen. Du nimmst Geräusche irgendwie anders wahr. Hinzu kann ein dumpfes Druckgefühl kommen, so als hättest du Watte im Ohr, häufig auch Ohrensausen und manchmal Schwindelgefühle. All diese Anzeichen können schon die Vorboten eines Hörsturzes sein. Die Ohrengeräusche – ein so genannter Tinnitus – machen sich als hoher Pfeifton, als nerviges Rauschen, Klingeln, Zischen oder Summen bemerkbar. Beim Doppeltonhören hörst du auf einem Ohr normal, auf dem anderen hingegen höher oder tiefer. Ohrenschmerzen sind hingegen kein typisches Zeichen eines Hörsturzes.

Was ist passiert?
Warum jemand einen Hörsturz bekommt, kann bis heute nicht mit Sicherheit gesagt werden. Das Innenohr wird wahrscheinlich auf einmal zu wenig durchblutet. Man vermutet, dass mehrere Dinge zusammenkommen, die dann zu dieser verschlechterten Blutversorgung führen. Die für das Hören zuständigen Haarzellen im Ohr werden nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, daher kannst du schlechter hören. Wird dein Innenohr nicht schnell wieder besser durchblutet, kann es dauerhaft geschädigt bleiben. Daher ist der Hörsturz ein Notfall, bei dem keine wertvolle Zeit verstreichen darf, bis mit einer Behandlung begonnen wird.

Ein Eilfall: schnell zum Arzt!
Ein Hörsturz muss sofort behandelt werden! Geh daher direkt zum HNO-Arzt, wenn sich deine Hörleistung akut verschlechtert – oder noch besser: Lass dich von Freunden oder deinen Eltern zum Arzt bringen. In besonders schweren Fällen sollte ein Rettungswagen (Notruf: 112) gerufen werden. Versuche trotz der stressigen Situation so ruhig zu bleiben wie möglich.

Der Arzt kann mit Sicherheit feststellen, ob es sich tatsächlich um einen Hörsturz handelt, ob eine Verletzung oder andere Erkrankung vorliegt, oder ob vielleicht nur Ohrenschmalz deine Lauscher verstopft. Zwar bildet sich ein Hörsturz in vielen Fällen innerhalb eines Tages von selbst zurück, doch je früher etwas dagegen unternommen wird, desto größer sind die Heilungschancen. Nimmst du erste Warnhinweise nicht ernst, kann dein Gehör dauerhaft geschädigt werden. Und wer will schon mit einem Hörgerät rumlaufen müssen, wenn er es vermeiden kann?

Pass auf dich auf!
Der Hörsturz ist ein alarmierendes Zeichen. Er signalisiert dir, dass du dir zu viel zumutest – ob es sich nun um übermäßigen Lärm, zu viele Zigaretten oder schwere seelische Belastungen handelt. Leider nimmt diese Krankheit immer mehr zu – und die Betroffenen werden immer jünger.

Was kannst du tun?
Da Stress einen Hörsturz begünstigt, solltest du lernen, dich öfter bewusst zu entspannen und besser mit Konfliktsituationen umzugehen. Gut sind beispielsweise Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Meditation. Versuche, extremen Lärm und laute Musik zu vermeiden, denn sie schädigen nicht nur deine empfindlichen Haarzellen im Innenohr, sondern können auch richtig nervtötend sein. Eine Ernährung mit viel Obst, Gemüse und wenig Fett senkt den Cholesterinspiegel, der Verzicht auf Nikotin hält die Blutgefäße fit und viel Bewegung an der frischen Luft beugt ebenfalls einem Hörsturz vor.

Insgesamt gilt: Meide Reizüberflutungen, drehe Musik nicht so laut auf und besorge dir einen Gehörschutz für laute Konzerte, bevorzuge leise und entspannende Töne, singe lieber selbst, denn das stärkt dein Gehör, und beachte alle Lärmschutzvorschriften – bei der Arbeit und deinen Hobbys.

[TK]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung