Mandelentzündung

Armer Schlucker?

published: 07.02.2007

Eine Mandelentzündung kommt schneller, als du schauen kannst (Foto: Robert Przybysz/shutterstock.com) Eine Mandelentzündung kommt schneller, als du schauen kannst (Foto: Robert Przybysz/shutterstock.com)

Als Luis abends vom Training nach Hause kommt, fühlt er sich wie erschlagen. Sein Kopf tut ihm weh, beim Schlucken kratzt der Hals und auf seiner Stirn könnte man ein Spiegelei braten. Komisch, morgens hatte er sich doch noch topfit gefühlt und sich wahnsinnig auf das Training gefreut. Am nächsten Morgen steht fest: Luis hat eine Mandelentzündung. So sehr er sich sonst freuen würde, nicht in die Schule zu müssen, diese Halsschmerzen sind ziemlich fies.

Dicke Mandeln?
Eine Mandelentzündung kommt schneller, als du schauen kannst. Du fühlst dich unwohl und bekommst plötzlich Fieber. Dein Hals tut weh, oft strahlen die Schmerzen sogar bis in die Ohren. Bei dem Versuch zu sprechen kommt es dir so vor, als ob du einen Kloß im Hals hättest. Jedes Schlucken wird zur Qual und deine Halslymphknoten sind angeschwollen. Wenn du dich vor den Spiegel stellst und einmal laut "Aaaaaahhhh" sagst, wirst du das ganze Ausmaß der Bescherung wahrscheinlich gut sehen können: Dein Rachen ist gerötet und im Unterschied zu einer harmlosen Halsentzündung sind deine Mandeln dick und rot. Bei einer ausgewachsenen Entzündung fangen die Mandeln sogar an zu eitern, was du an kleinen weißen oder gelblichen Pünktchen erkennst.

Ein Arzt muss her!
Keine gute Idee, jetzt auf bewährte Hausmittel zurückzugreifen und sich selbst zu kurieren. Wenn deine Mandeln entzündet sind, ist damit nicht zu spaßen. Darum ist es wichtig, so schnell wie möglich deinen Arzt zurate zu ziehen. Die Krankheit wird fast immer durch so genannte Streptokokken hervorgerufen. Das sind Bakterien, die normalerweise in und am Menschen siedeln, ohne ihm zu schaden. Durch Veränderungen der Bakterien kann es aber auch zu Krankheiten kommen, vor allem dann, wenn dein Körper ohnehin schon geschwächt ist. In sehr seltenen Fällen „verdankst“ du deine Krankheit einem Virus.

Bakterienkiller Antibiotika
Um eine bakterielle Mandelentzündung effektiv zu behandeln, wird dir der Arzt Antibiotika verschreiben. Das Medikament tötet die Bakterien ab und verhindert, dass sie sich weiter in deinem Körper ausbreiten. Oft musst du die Medikamente auch dann noch schlucken, wenn von deinen Beschwerden schon gar nichts mehr zu spüren ist. Trotzdem solltest du die Arznei so lange einnehmen, wie dein Arzt sie dir verschrieben hat. Wird eine Mandelentzündung nämlich nicht ausreichend oder gar nicht mit Antibiotika behandelt, drohen weitere Beschwerden. Das passiert, wenn die Bakterien sich ausbreiten können oder nicht vollständig abgetötet wurden. Sie wandern dann aus deinem Rachen über die Blutbahnen zum Herzen, zu den Nieren oder in die Gelenke. Dort können sie dann in schlimmen Fällen neue Krankheiten wie Nierenentzündungen oder rheumatisches Fieber mit Herzentzündung verursachen.

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