Die 10.000-Meter-Läuferin Lhazom Pünkang will 2008 in Peking für Tibet antreten (Foto: Public Address)Besonders Teenager verlieben sich oft in ihre Idole (Foto: Public Address)Auf den Grill gehört nicht immer nur Fleisch - auch Tofu, Zucchini und Paprika lassen sich wunderbar aufspießen (Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/moe/487325584/in/photolist-cGLm2b-5vgsYa-bnHNAY-bNpj4g-dt33nA-9HuGRm-K4EVf-bpPtHw-57pkrL-8PZGCH-4QMeau-54djcW-6wwwQH-bmcRz5-4xE4GN-6wwwAD-atuakf-6wAGkf-5YXkYv-6wwx8Z-83vh4i-8PZGua-azCHB8-57k8qr-5c4gPC-bqR8d5-57pkv9-9XJeiB-a6cjKC-57pkkh-bf4jJT-54968B-2T5hqz-skfUW-57k8cV-4KZrcH-9HrTJn-7wvLZP-7sAe3p-fM5WPt-9nAfqs-bqQBs5-an3gFS-8GVhV4-cefBvq-6xV6xf-pypUZ-6Gi4QG-9z3nZN-azCGTM" target="_blank">ohne Namen</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/moe/" target="_blank">Moe_</a> lizensiert durch <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank">CC BY 2.0</a>)Wer unbeliebt ist, fühlt sich oft einsam und isoliert (Foto: aldegonde/shutterstock.com)Wirklich mutig ist , wer sich auch einmal traut, Nein zu sagen (Foto: Hugo Felix/shutterstock.com)(Foto: Public Address)Wenn man Eistee selbst herstellt, kann man ihn nach Lust und Laune mit Fruchtsaft mischen (Foto: Public Address)

Diabetes

Zucker und Insulin

published: 04.08.2007

Schnell ins Blut gehende Zucker sollten nicht auf dem täglichen Speiseplan eines Diabetikers stehen. Bei akuter Unterzuckerung sind sie jedoch genau das Richtige (Foto: Public Address) Schnell ins Blut gehende Zucker sollten nicht auf dem täglichen Speiseplan eines Diabetikers stehen. Bei akuter Unterzuckerung sind sie jedoch genau das Richtige (Foto: Public Address)

Zuckerkrank
Wenn man von Diabetes spricht, ist meist die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus gemeint. Sie ist die häufigste Stoffwechselkrankheit bei Kindern - also Quatsch zu denken, nur ältere Menschen leiden daran. Bereits Babys und Kleinkinder können diese unheilbare Krankheit bekommen. Sie hat etwas mit Insulin zu tun, das weiß fast jeder. Aber was genau?

Energie für die Zellen
Das Hormon Insulin hat in deinem Körper eine lebenswichtige Funktion. Es bringt unter anderem den Zucker aus deinem Blut in die Körperzellen hinein. Ist zu wenig Insulin da, bleibt zu viel Zucker im Blut – und umgekehrt. Ohne den Zucker können die Zellen nicht arbeiten, sie "verhungern". Wenn der Köper versucht, den fehlenden Zucker in den Zellen zu ersetzen, indem er Fett in Energie umwandelt, übersäuert das Blut. Der Körper funktioniert nicht mehr richtig, der Diabetiker kann bewusstlos werden. Dann wird es kritisch, weil die Gehirnzellen zu wenig Energie bekommen.

Grundsätzlich gibt es zwei Typen von Diabetes:

Typ 1: Der Körper hat zuwenig Insulin, weil die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse, welche das Insulin produzieren, kaputt sind. Typ-1-Diabetes kommt also nicht von zu viel Zucker. (Was wiederum nicht bedeutet, dass der Konsum von Süßigkeiten im Übermaß folgenlos bleibt. Zu viel Naschwerk ist nach wie vor schädlich.)
Je weniger Insulin der Körper produziert, desto schlimmer sind die Symptome. Dies ist die häufigere Form bei Jugendlichen. Zum Alltag eines Diabetikers gehört es, täglich den Blutzucker zu messen, sich Insulin zu spritzen und die Kohlenhydrate in der Nahrung zu berechnen. Trotz intensiver Forschung bleibt das den Betroffenen leider nicht erspart.

Typ 2: Dieser Typ tritt eher bei Erwachsenen auf und hat häufig etwas mit Übergewicht, Bewegungsmangel oder (wie bei Typ 1) den Erbanlagen zu tun. Es ist zwar genug Insulin im Blut, aber es kann nicht richtig wirken. Es sind zu wenige Rezeptoren – "Eintrittstore" an den Zellen – da, sie lassen also zu wenig Insulin durch. Den Typ 2 muss der Arzt ganz anders behandeln. Diät und mäßiger Sport können die Zellen wieder fitter machen.

Klar, eine funktionierende Bauchspeicheldrüse ist wichtig. Trotzdem können Kids und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes heute ein fast normales Leben führen. Wer eine gewisse Disziplin aufbringt - häufig den Blutzucker kontrolliert und die Nahrungsmittel berechnet – fühlt sich wohl und kann alles machen.

Erste Anzeichen
Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann tückisch sein, denn er tut nicht weh. Die anfänglichen Symptome bei Diabetes kommen natürlich nicht von einem Tag auf den anderen. Dies können erste Warnzeichen sein: Man ist häufiger durstig, muss oft Wasser lassen, hat Heißhunger und nimmt gleichzeitig ab, fühlt sich schwach, antriebslos, die Haut ist trocken und juckt, man neigt zu Infektionen. Langfristig schadet der hohe Blutzucker dem Körper, wenn der Diabetes nicht erkannt und behandelt wird: Durchblutungsstörungen, Nierenschäden und Augenerkrankungen können die Folge sein.

Unter- und Überzuckerung
Zu hohe oder zu niedrige Blutzuckerwerte gibt es beim Diabetiker immer wieder. Extreme Entgleisungen können jedoch lebensbedrohlich sein. Vor allem wenn Typ-1-Diabetes nicht behandelt wird, droht durch den Insulinmangel ein diabetisches Koma. Die Überzuckerung kündigt sich langsam mit Müdigkeit, Durst, Übelkeit, Erbrechen und heftigen Bauchschmerzen an, schließlich wird der Diabetiker bewusstlos. Schon bei den ersten Anzeichen muss unbedingt ein Arzt gerufen und viel Wasser getrunken werden.

Sinkt der Blutzuckerspiegel unter einen bestimmten Wert, spricht man von Unterzuckerung. Das kann unterschiedliche Ursachen haben: Man hat nicht genug oder zu spät gegessen, zu viel Sport gemacht oder zu früh Insulin gespritzt. Die Beschwerden kommen ganz plötzlich. Man schwitzt, zittert, hat Kopfschmerzen, das Herz rast und ein klarer Gedanke ist kaum zu fassen. Auch hier muss der Diabetiker sofort zum Notarzt. Fruchtsaft und Getränke mit Zucker lassen den Blutzucker schnell wieder ansteigen. Auch ein Vorrat an Traubenzucker sollte immer parat liegen.

Leider werden Kids bei einer Unterzuckerung schneller bewusstlos und bekommen eher Krämpfe als Erwachsene. So ein Link kann für Freunde und Familie beängstigend sein. Daher sollte mit einem Arzt geklärt und schriftlich festgehalten werden, was im Notfall zu tun ist.

Diagnose Diabetes
Es ist gerade für Jugendliche nicht leicht, wenn man von der Diagnose Diabetes erfährt. Oft kommt es stark auf die Eltern an. Sind sie geschockt und verunsichert, sehen die Diabetes sogar als Behinderung oder gehen sie alles easy an und rücken die Krankheit nicht in den Vordergrund? Manchmal nervt es ganz schön, dass sie sich so viele Sorgen machen und ständig nach den Blutzuckerwerten fragen. Viele Kids wollen nicht als Exoten behandelt werden. Sie möchten keine Sonderrolle in der Familie und der Schule spielen, zu groß ist die Angst, von Mitschülern gehänselt zu werden. Die Lehrer sollten jedoch über die Diabetes unterrichtet werden. Vielleicht kommt eine Diabetesberaterin in den Biologieunterricht, klärt euch über die Krankheit auf und beseitigt so Vorurteile.

Ganz klar: Eine gute Diabetes-Einstellung ist lebenswichtig. Doch die Krankheit darf nicht den Mittelpunkt des Alltags bilden. Hobbys, Freunde und Spaß am Leben sollten immer gleichwertig sein!

[TK]

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung