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Tag der Organspende

Bald EU- Organspendeausweis?

published: 02.06.2007

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist gegen eine Änderung des Transplantations- gesetzes, will aber mehr Aufklärung leisten (Foto: Public Address) Gesundheitsministerin Ulla Schmidt ist gegen eine Änderung des Transplantations- gesetzes, will aber mehr Aufklärung leisten (Foto: Public Address)

Die Europäische Kommission will einen einheitlichen europäischen Organspendeausweis einführen. Zum heutigen Tag der Organspende teilte die Kommission mit, dass auf diesem Wege schneller mehr Spender gefunden werden könnten. Bisher schwankt die Spendebereitschaft in den EU-Ländern stark und zwar von 0,8 bis 35,1 Spendern je eine Million Einwohner. Alternativ könnte die Bereitschaft zur Spende auch als Information auf der Krankenversichertenkarte gespeichert werden, sagte Gesundheitskommissar Markos Kyprianou. Außerdem will die Kommission im nächsten Jahr einheitliche EU-Normen vorlegen.

Noch immer warten weit mehr Menschen auf ein Spenderorgan, als es potenzielle Spender gibt. Etwa 40 000 Menschen stehen derzeit europaweit auf einer Warteliste für Organspenden. Drei Menschen auf dieser Liste sterben täglich, weil für sie kein passendes Spenderorgan gefunden werden kann. Hier sieht sich auch die Ärzteschaft in der Pflicht. Wie die Ärztekammer Westfalen-Lippe am 31. Mai mitteilte, soll in Zukunft besonders das Fachpersonal an den Kliniken mehr Menschen für eine Organspende gewinnen. Derzeit engagierten sich von 339 Kliniken mit Intensivstationen lediglich 152 Häuser aktiv in der Organspende, sagte Ärztekammer-Präsident Theodor Windhorst in Dortmund.

Aufklärung scheint in jedem Fall der wirksamste Weg, um mehr Menschen für das Thema zu sensibilisieren. Etwa 70 Prozent der Bürger wären zwar bereit, nach ihrem Tod Organe zu spenden, allerdings halten nur wenige ihre Entscheidung schriftlich fest oder teilen sie nahen Verwandten mit. Ein Umstand, den auch Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erkannt hat. Mit einer Werbekampagne möchte sie zu mehr Organspenden angeregt. Das Ziel sei es, Ängste zu überwinden, sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen müsse aber respektiert werden. Eine Regelung, nach der Organe entnommen werden dürfen, wenn kein Widerspruch vorliegt, sei nicht der richtige Weg, glaubt die Ministerin. Wenn die Menschen nur nein sagen müssten, würden viele, die sich nicht mit dem Tabuthema Tod befassen wollten, vielleicht zur Organspende herangezogen werden, obwohl sie es gar nicht wirklich wollten, so Schmidt.

Einer aktuellen Umfrage der Europäischen Kommission zufolge ist übrigens mehr als die Hälfte der Europäer bereit (56 Prozent), ein Organ zu spenden. Trotzdem besitzen nur zwölf Prozent einen Organspendeausweis. Die meisten Ausweise gibt es in den Niederlanden (44 Prozent), Schweden (30 Prozent) und Irland (29 Prozent). In Deutschland sind es nur neun Prozent.

Zum Tag der Organspende am 2. Juni 2007 verteilt die Techniker Krankenkasse 1,2 Millionen Organspendeausweise in Kinos, Kneipen, Discotheken und an Universitäten. Parallel bietet die Krankenkasse eine Hotline an. Unter 01802 - 85 00 16 (ab 6 Cent je Gespräch, abhängig von Anbieter) stehen Experten für Fragen zur Organspende rund um die Uhr zur Verfügung.

[TK]

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