Wer hat den Durchblick?

Brille oder Kontaktlinsen?

published: 26.11.2008

Die Qual der Wahl: Brille oder Kontaktlinsen? (Foto: vvoe/shutterstock.com) Die Qual der Wahl: Brille oder Kontaktlinsen? (Foto: vvoe/shutterstock.com)

Seit einigen Wochen quälen Basti häufig Kopfschmerzen, wenn er mittags von der Schule nach Hause kommt. Nach einem Besuch beim Augenarzt steht fest: Er braucht eine Brille. Da Basti leidenschaftlich gern Basketball spielt, erschreckt ihn die Vorstellung, beim Sport ständig das Brillengestell auf der Nase zu haben. Sind für ihn vielleicht Kontaktlinsen die bessere Lösung? Aber hat man da nicht ständig brennende Augen, Entzündungen und ist immer auf der Suche nach einer verlorenen Linse? Ob an Bastis Vorurteilen etwas dran ist, weiß die Techniker Krankenkasse.

Wie funktionieren Kontaktlinsen?
Ein Mensch kann nur dann scharf sehen, wenn sich die einfallenden Lichtstrahlen exakt auf der Netzhaut bündeln und dort ein scharfes Bild erzeugen. Ist die Hornhaut uneben oder verkrümmt, ergeben sich so genannte Fehlsichtigkeiten. Kontaktlinsen schwimmen unmittelbar auf dem Tränenfilm des Auges. Dieser bildet zwischen der Hornhaut und der Rückseite der Linsen eine "Tränenlinse", die die Unebenheiten der Hornhaut überbrückt. Durch diesen Effekt eignen sich die Haftschalen besonders gut, um bestimmte Formen von Hornhautverkrümmungen auszugleichen oder auch wenn ein Auge stark kurzsichtig und das andere stark weitsichtig ist.

Weiche Kontaktlinsen
Man unterscheidet zwischen harten und weichen Kontaktlinsen. Wer noch nie welche getragen hat, wird vermutlich anfangs besser mit weichen Linsen zurechtkommen. Diese haben nämlich einen größeren Durchmesser als die Hornhaut und passen sich leichter an deren Wölbung an. So spürt man sie praktisch nicht, gleichzeitig sind sie für andere kaum sichtbar. Weiche Linsen haften durch ihre Größe meist besser im Auge als harte, weshalb man sie gut bei sportlichen Aktivitäten benutzen kann. Da sich weiche Linsen kaum auf der Oberfläche des Augapfels bewegen, findet allerdings nur ein geringer Austausch von Tränenflüssigkeit unterhalb der Linse statt. Diese Flüssigkeit ist jedoch lebenswichtig für die Hornhaut, da sie diese mit Sauerstoff versorgt.

Harte Kontaktlinsen
Bei harten Linsen dauert die Eingewöhnungszeit oft länger. Sie sind aber meist sauerstoffdurchlässiger als weiche, kleiner und werden dadurch bei jedem Lidschlag mit hochgezogen. Durch diese ständige Bewegung kann die Tränenflüssigkeit unter der harten Kontaktlinse konstant erneuert werden. Besonders für den Langzeitgebrauch eignen sich harte Linsen deshalb wesentlich besser.

Um eine ausreichende Sauerstoffversorgung zu gewährleisten, sollten Kontaktlinsen, egal ob weiche oder harte, jede Nacht entfernt werden. Gewährt man dem Auge keine regelmäßigen "Linsen-Pausen", kann es zu Rötungen, Entzündungen oder sogar schweren Augenschäden kommen.

Übrigens bietet die Techniker Krankenkasse auf ihrer Homepage umfangreiche Informationen zu Sehhilfen.

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