Beim Gähnen streckt sich der Kiefer und entspannt sich, das Herz schlägt schneller und das Gehirn wird besser durchblutet  (Foto: Lapina/shutterstock.com)Die Techniker Krankenkasse weiß, wie die Untersuchung beim Frauenarzt vor sich geht (Foto: mage Point Fr/shutterstock.com)Rohkost-Salate eignen sich besonders gut für ein Picknick  (Foto: Public Address)Nur weil man dieselben Eltern hat, muss man noch lange nicht einer Meinung sein (Foto: Air Images/shutterstock.com)Der Volksmund behauptet, dass einem von Kummer und Stress graue Haare wachsen (Foto: Jack Frog/shutterstock.com)Hatte reichlich Grund zum Jubeln: Nikola Karabatic (Foto: Public Address)Roberto Hilbert kam überraschend in die Startelf (Foto: Public Address)

Shisha rauchen

Gefährlicher Trend: Wasserpfeife

published: 28.06.2007

Wasserpfeifen sind nicht weniger schädlich als Zigaretten  (Foto: Laborant/shutterstock.com) Wasserpfeifen sind nicht weniger schädlich als Zigaretten (Foto: Laborant/shutterstock.com)

Shisha ist Trend. Glaubt man aktuellen Statistiken, ist der Dunst aus den blubbernden Glasflaschen auf dem Vormarsch. Beim Wasserpfeife oder Shisha rauchen wird mit einem Holzkohlestück eine Mischung aus Tabak und aromatischen Essenzen mit Frucht- oder Minzaroma erhitzt. Der Tabakrauch passiert nach kräftigem Ansaugen das Wassergefäß und wird dann durch den langen Schlauch inhaliert. So entsteht auch das typische Rauchgeräusch: ein kräftiges Blubbern.

Das Geräusch produzieren inzwischen 14 Prozent der zwölf- bis 17-Jährigen mindestens einmal im Monat selber. Nach einer Erhebung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) im Mai 2007 greifen Jugendliche immer öfter zur Shisha. Zwar geht die Zahl der jungen Zigarettenraucher weiter zurück, bei der Wasserpfeife ist das aber nicht so.

Kein Wunder: Vor allem für vermeintliche Nichtraucher ist der gekühlte Rauch attraktiv. Duftender Tabak nach Apfel, Kirsche, Minze, Orange, Zitrone, Mango, Vanille und vielen anderen Dingen verheißt ein unbeschwertes Rauchvergnügen. Musste man beim tiefen Lungenzug aus der Zigarette noch minutenlang husten, schmeckt der Shisha-Rauch aus dem Schlauch dagegen ziemlich angenehm auf der Zunge. Außerdem muss man dann ja nicht auf Lunge rauchen. Was also kann so schlimm daran sein? Vieles!

Verborgene Gefahr
Shisha-Kaffees sprießen wie Pilze aus dem Boden. An jeder Ecke macht ein Laden auf, in dem sich der kulturell interessierte Gast eine Wasserpfeife an den Tisch kommen lassen kann. Zwar taucht er damit in die orientalische Kultur ein, aus dessen Kreis das uralte Rauchgerät stammt, aber seiner Gesundheit tut er damit sicher keinen Gefallen.

Im Gegenteil, die Gesundheitsschädigungen durch das Rauchen einer Wasserpfeife können sogar noch größer sein, als beim Rauchen einer Zigarette. Nur wissen das viele nicht, da sie eine Wasserpfeife für viel harmloser halten, als eine Zigarette. Dabei ist es eher umgekehrt: Da sich der wassergekühlte Rauch leichter inhalieren lässt, kann er besonders für unerfahrene Raucher wie Kinder und Jugendliche gefährlich sein.

Fachleute wie der Berliner Johannes Spatz vom Berliner Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg warnen sogar vor einer neuen „Einstiegsdroge für Jugendliche“. Nach seiner Studie ist die Feinstaubbelastung für den Raucher bei einer Shisha besonders hoch. Da die Partikel nur eine Größe im Nanobereich aufweisen, können sie bis in den kleinsten Winkel der Lunge vordringen und sich dort festsetzen. Außerdem hat Spatz über tausend Berliner Schüler befragt. Das Ergebnis: In der Altersklasse unter 16 Jahren rauchen in der Hauptstadt 31 Prozent Wasserpfeife und 16 Prozent Zigaretten. Bei den bis 25-Jährigen liegt der Konsum gleichauf mit Zigarettenrauchen.

Wasser ist kein Filter
Zahlen, die auch das Bundesinstitut für Risikobewertung alarmierend findet. In einer Untersuchung über den verkabelten Rauchgenuss kamen die Wissenschaftler zu dem Urteil, dass über die Shisha noch größere Schadstoffmengen aufgenommen werden als beim Rauchen von filterlosen Zigaretten. Zwar ist der Nikotingehalt nicht größer als beim Rauchen einer normalen Zigarette, dafür sind sowohl der Teer- als auch der Kohlenmonoxidgehalt höher. Dazu kommen krebserregende Substanzen wie Arsen, Chrom und Nickel.
Ein weitere Irrglaube ist, dass das Wasser, durch den der Rauch bei einer Wasserpfeife geleitet wird, wie ein Filter wirkt. Das ist jedoch nur zu einem sehr geringen Teil der Fall.

Experten sehen das Gesundheitsrisiko beim Wasserpfeiferauchen übrigens nicht nur im Rauch: Wird die Wasserpfeife von mehreren Personen gemeinsam geraucht, besteht die Gefahr, dass Krankheiten wie Herpes, Hepatitis oder in seltenen Fällen auch Tuberkulose übertragen werden. Bei mangelhafter Reinigung ist auch eine Übertragung von Pilzinfektionen möglich.

[TK]

Links

Gesundheits- und Suchtgefahren durch Wasserpfeifen

ANZEIGE

Das könnte dich auch interessieren:

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung