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Kinder- und Jugendnotdienst

Hilfe bei familiären Problemen

published: 07.09.2007

Der KJND ist bei Notfällen rund um die Uhr telefonisch erreichbar (Foto: Public Address)Der KJND ist bei Notfällen rund um die Uhr telefonisch erreichbar (Foto: Public Address)

Seit die 15-jährige Maja sich erinnern kann, gibt es bei ihr zu Hause Stress. Ständig schreit jemand herum oder knallt mit Türen. Nachdem ihr kleiner Bruder betrunken von der Polizei aufgegriffen wurde, hat sich die Situation mit ihren Eltern immer mehr zugespitzt. Normalerweise flüchtet Maja nach einem Streit zu ihrer besten Freundin und wartet bis alle schlafen, um sich dann heimlich nachts in ihr Zimmer zu schleichen.

Beim letzten großen Streit ruft ihre Mutter ihr jedoch hinterher: "Wenn Du jetzt gehst, brauchst Du gar nicht mehr wieder zu kommen." Als Maja später doch heimkommt, ist die Haustür von innen verriegelt, davor steht ihr gepackter Koffer. Sie weiß nicht, an wen sie sich wenden soll. Schließlich entdeckt ihre Freundin im Telefonbuch den Kinder- und Jugendnotdienst (KJND).

Beratung rund um die Uhr
Der KJND ist eine Zweigstelle des Jugendamtes und in jeder Stadt vertreten. Das Sozialgesetzbuch regelt nämlich, dass Kinder und Jugendliche ein Recht haben, sich bei familiären oder persönlichen Problemen an eine Einrichtung der Jugendhilfe zu wenden. Der KJND ist dafür zuständig, Jungen und Mädchen in Krisensituationen zu beraten und zu betreuen. Das besondere an der Anlaufstelle ist, dass sie über eine Hotline rund um die Uhr erreichbar ist, also auch nachts, an Feiertagen und an Wochenenden. Gemeinsam mit den Hilfe suchenden Jugendlichen und deren Familien versuchen die Mitarbeiter des KJND, akute Probleme zu lösen.

Wann kann man sich an den KJND wenden?
Wie bei Maja gibt es in vielen Familien Situationen, in denen Eltern und Kinder nicht mehr vernünftig miteinander reden können. In solchen Fällen versucht der KJND, zwischen ihnen zu vermitteln. Auch bei Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Selbstmordgefahr oder Strafdelikten haben manche junge Menschen keinen Ansprechpartner und können den KJND um Hilfe bitten.

Die Gespräche werden entweder am Telefon oder persönlich geführt. Dabei ist es selbstverständlich, dass die Inhalte vertraulich behandelt werden, auf Wunsch kann der oder die Hilfesuchende auch anonym bleiben. So eine Beratung durchzuführen bedarf keiner Einwilligung der Erziehungsberechtigten, dass heißt, die Eltern müssen nicht zwangsläufig über das Gespräch verständigt werden.

Wenn Jugendliche Schutz suchen
Manchmal ist es aber auch notwendig, dass Kinder und Jugendliche geschützt werden, beispielsweise wenn sie misshandelt oder sexuell missbraucht werden. Für akut Gefährdete gibt es die Möglichkeit der Inobhutnahme, wobei sie kurzfristig in einem Heim oder beim KJND selbst untergebracht werden. Man versucht so, die Beteiligten soweit wie möglich zu entlasten und in einer entzerrten Situation eine Lösung zu finden.

Auch Maja bleibt diese Nacht erst einmal im Haus des KJND, dort gibt es zehn Schlafplätze für Jugendliche. Die Mitarbeiterin hat noch am Abend Majas Eltern angerufen, um sie über den Verbleib ihrer Tochter zu informieren. Bis spät in die Nacht spricht Maja mit der Mitarbeiterin, und berichtet von ihren Problemen. Für den nächsten Tag ist ein Beratungsgespräch mit ihren Eltern vereinbart.

Wie erreicht man den KJND?
Der KJND ist eine Einrichtung der Jugendhilfe und arbeitet mit dem Jugendämtern der Städte zusammen, allerdings ist er immer unterschiedlich organisiert. So gibt es städtische Telefonnummern, wenn der Dienst in Behördengebäuden untergebracht ist oder andere, wenn er beispielsweise als Verein arbeitet. Eine zentrale Hotline gibt es aus diesem Grund nicht.

Wer den KJND nicht im Telefonbuch findet, kann die Telefonnummer entweder vom örtlichen Jugendamt erfahren oder auf der Homepage der Behörde. Oft ist der KJND in einen eigenen Kindernotdienst und Jugendnotdienst unterteilt, die für verschiedene Altersgruppen zuständig sind.

[TK]

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